Die Blicke auf die ersten Screenshots und Trailer können so täuschen – damit meine ich aber nur, was meine Vorstellung ans Gameplay angeht. Agent Intercept von PikPok ist eine in Software gegossene Hommage an die guten alten Agentenfilme aus den 1980er-Jahren. Und damit treffen sie genau ins Schwarze – zumindest bei mir.
Ich geb Gas, ich geb Gas!
Wenn ich sage, dass Agent Intercept ein Arcade-Racer ist, kommt ihr vielleicht auf falsche Gedanken. Ja, es stimmt schon, aber anders als ihr vielleicht denkt. Denn zunächst einmal müsst ihr hier nicht Gas geben: Das macht das stylische Agenten-Auto von selbst. Ihr übernehmt lediglich die Steuerung nach links und rechts. Zusätzlich schaltet ihr den Boost dazu oder feuert Raketen ab. Daher konzentriert sich das Spiel deutlich mehr auf die Action als auf fahrerisches Talent.
Aufgrund dieser Mechanik kann sich Agent Intercept auch besonders coole Kamerawinkel erlauben, die das Geschehen besonders spektakulär in Szene setzen. In jeder Mission verfolgt ihr einen Ganoven oder müsst eine Bedrohung aufhalten. Das ist meist in unter fünf Minuten erledigt. Dennoch haben die Missionen einen hohen Wiederspielwert. Warum? Weil es in jeder Mission fünf optionale Unterziele zu erledigen gibt. Und die können ganz schön knifflig sein.
Immer schön Action
Mal müsst ihr dazu eine bestimmte Anzahl Gegner vernichten, besonders viele Punkte beim Driften erreichen oder bestimmte Punkte einsammeln. Dabei seid ihr aber nicht nur auf der Straße unterwegs. Denn Agent Intercept kann sich wie ein Transformer in unterschiedliche Fahrzeuge verwandeln: Gerade noch mit einer Explosion über die Klippe geflogen, taucht das Auto ins Wasser und schwimmt als Boot darauf weiter. Aber es geht auch über vereiste Abgründe und sogar hoch in die Lüfte als Flieger. Auf der Jagd nach dem Super-Schurken Klaue (schöner Bösewicht-Name!) muss Agent Intercept alle Register ziehen.
Die Kampagne lässt euch in drei Kapiteln, die jeweils in fünf Missionen eingeteilt sind, auf Ganovenjagd. Aber auch fernab der normalen Missionen gibt es eine Menge zu tun. So warten etliche Nebenmissionen auf euch. Aber auch eine Punktejagd könnt ihr angehen, um euch mit Agenten aus der gesamten Welt zu vergleichen.
Bunt und abgefahren
Grafisch kommt Agent Intercept sehr bunt daher und erinnert mit seinem Comic-Look an alte Zeichentrickserien aus dem letzten Jahrhundert. Ich jedenfalls bin immer wieder in nostalgischen Gefühlen geschwommen. Die Action ist herrlich Over-the-Top, dass es auf dem Bildschirm nur so kracht. Es macht einfach Spaß hier zuzuschauen oder mitzumachen.
Vom Schwierigkeitsgrad pendelt sich Agent Intercept in einer guten Mitte ein. Während die ersten Missionen fast geschenkt sind, werden die späteren Missionen durch viele Feinde und Zeitdruck manchmal recht knifflig. Aber nach zwei, drei Anläufen ist jede Mission zu meistern. Nur die Unterziele benötigen oftmals besseres Wissen über den Streckenverlauf.
Fazit
Agent Intercept macht richtig Laune. Auch wenn es nicht ein klassischer Arcade-Racer ist, bei dem ihr selbst Gas gebt, tut das der Unterhaltung keinen Abbruch. Hier reiht sich eine Action-Szene an die andere, dass es eine wahre Freude ist. Die kurzweiligen Missionen lassen sich immer wieder prima zwischendurch spielen. Dank zahlreicher Nebenmissionen und der Punktejagd kann Agent Intercept auch nach der Kampagne noch eine ganze Weile unterhalten. Bis ihr wirklich alle Ziele abgeschlossen habt, wird es ein paar Stunden dauern. Eine schöne Hommage an alle Agentenstreifen.
Erhältlich für: Xbox, Playstation, Switch
Website: pikpok.com/games/agent-intercept