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Airborne Justice

Retro-Action mit 80er-Jahre-Vibes.

Airborne Justice von Ratalaika Games ist ein vertikal scrollender Shoot 'em up, der sich klar an die glorreichen Tage der Arcade-Shooter aus den 80ern und 90ern anlehnt. Lust drauf?

Es fühlt sich an, als würde man ein vergessener Klassiker spielen, gepaart mit einer süffigen Portion pixeliger Nostalgie und spaßiger Hubschrauber-Action. Von der ersten Sekunde merkt man die Liebe zum Genre, auch wenn das Spiel keine großen Innovationen bietet.

Helikopterlenkung mit Retro-Feuerkraft

Gesteuert wird ein Angriffs-Hubschrauber namens Sammy, von oben nach unten scrollt das Spielfeld, auf dem ihr diverse Gegner vom Himmel holt. Die Steuerung ist simpel und effektiv: Man schießt mit dem Kreuzknopf geradeaus, mit dem Kreisknopf startet man Raketen und mit dem Quadrat entfesselt man eine mächtige Bildschirmräumung namens „Thunderflash“, die nach langem Halten geladen wird.

Fünf abwechslungsreiche Levels führen euch durch Wüsten, urbane Gebiete und Meereslandschaften, in denen ihr Jets, Bodentanks, Schiffe und Türme bekämpft. Munition und Schilde werden als Power-Ups eingestrichen, die das Überleben sichern. Das Spiel ist überraschend fordernd (besonders auf höheren Schwierigkeitsgraden), präzises Timing und Verständnis der Gegnerformationen sind dann gefragt. Anfänger können vom lokalen Koop-Modus profitieren, der den Spaßfaktor deutlich erhöht und zu zweit noch taktischer wird.

Pixelpower mit ordentlich Grollen

Die Grafik ist klar pixelig, aber mit modernen Effekten aufgepeppt – Explosionen platzen schön bunt und knallig, Gegneranimationen bleiben charmant zweidimensional. Das gesamte Design bleibt einfach und übersichtlich, ohne den Fokus auf die Action zu verlieren.

Der Soundtrack von Phat Phrog Studios setzt auf metallische, perkussive Beats, die das Gemetzel ordentlich antreiben. Leider können die Soundeffekte nicht immer voll punkten, da sie etwas generisch wirken. Wer also gute eigene Musik parat hat, kann das Spielerlebnis noch deutlich verbessern.

Mehr als nur ein Shoot 'em up

Airborne Justice bringt drei Bonusmodi mit, die für Abwechslung sorgen: 
Speed Mode: Hier wird durch die fünf Levels in hohem Tempo geflogen – perfekt für die Jagd nach Highscores. 
Remix Mode: Gegnerverteilungen, Levelabfolgen und Bosskämpfe sind umarrangiert, was einen frischen Reiz bringt. 
Survival Mode: Hier ist der Name Programm. Ein endloser Modus, bei dem es gilt, so lange wie möglich zu überleben und Punkte zu sammeln.

Der kleine Endboss-Showdown pro Level ist meist kurz und knackig, wirkt aber etwas zu simpel und zu langsam – ein wenig mehr Wumms und Abwechslung hätten dem Spiel gutgetan. Trotzdem machen die Bosskämpfe das Erlebnis aus und sorgen für den nötigen Abschlussflair in jedem Abschnitt.

Fazit: simpel, aber spaßig

Airborne Justice ist kein Meilenstein, aber ein charmantes, handwerklich solides Vertikalshoot ’em up, das durch Retro-Charme, eingängige Steuerung und hohe Spielbarkeit überzeugt. Die fünf Level sind kurz, fordernd und mit ihren vielen Gegnerwellen genau richtig für Zwischendurch. Dass es lokal als Koop spielbar ist, macht es auch zu einem spaßigen Kandidaten für den Couch-Abend mit Freund:innen. Wer auf der Suche nach einem unkomplizierten, aber gut umgesetzten Oldschool-Shooter mit Hubschrauber-Flair ist, wird hier definitiv bedient. Ein Spiel zum Abschalten, Üben und gelegentlichen Highscore-Jagen – eine empfehlenswerte Perle für Genre-Fans und Nostalgiker.

Erhältlich für: Xbox, PS, PC, Switch 
Webseite: www.ratalaikagames.com/games.php