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Alphadia III

Klassischer JRPG-Komfort mit neuen Ideen.

Alphadia III von KEMCO entführt RPG-Fans als Prequel zur bekannten Saga in die chaotischen Zeiten des Energi-Kriegs – eine Ära, in der die Menschheit von Gier nach Lebensenergie getrieben wird und sich Machtkämpfe zwischen drei Großmächten entzünden.

Im Mittelpunkt steht Alphonse, ein „Energi-Klon“, der im Gewirr aus Magie, Krieg und Zweifel seine eigene Identität sucht und die Frage nach Menschlichkeit stellt. Die Stimmung erinnert an klassische 16-Bit-Abenteuer, gespickt mit hübschen Pixelgrafiken, Retro-Charme und einem angenehm nostalgischen Soundtrack.

Komfort trifft Taktik

Alphadia III setzt auf bewährtes, rundenbasiertes JRPG-Gameplay, würzt das Ganze aber mit neuen Systemen:

SP Skills: Eine Art Limit-Attacke, die nach gefüllter Leiste das Blatt im Kampf wenden kann. Das motiviert, den perfekten Moment abzupassen, wenn es mal eng wird.

Arrays: Verschiedene Formationen, die quasi „Party-Buffs“ bieten und strategische Optionen erweitern. Wer grindet oder Quests löst, schaltet neue Arrays frei und kann so situativ auf Gegner und Bossmechaniken reagieren.

Energi Arts/Elements: Die klassische Magie nach dem elementalischen Prinzip – Wind, Feuer, Wasser etc. – bleibt erhalten, bietet aber dank Spezial-Ringen und dem neuen Energi Crock-System eine Sammel- und Tauschkomponente. Überflüssige Items wandern ins „Crock“ und werden in Items für Crafting oder Upgrades getauscht.

Fliegendes Schiff/Seaplane: Erst Segeln, dann fliegen – euer Schiff lässt sich upgraden und dient als mobiler Stützpunkt mit Shops, Arena und Nebenaufgaben. Das fördert Erkundungslust und macht den Adventure-Teil spürbar abwechslungsreicher.

Die Kämpfe selbst sind intuitiv und durchaus satt inszeniert. Resonant Skills lassen Gruppencombos zu, doch insgesamt bleibt die Herausforderung eher auf „Komfort-Level“: Wer sich seit Jahrzehnten im Genre bewegt, spürt wenig Schwierigkeitsgrad – für Neueinsteiger dafür angenehm stressfrei.

Erkundung, Quests & Pixel-Flair

Die Oberwelt und Dungeons sind klassisch gehalten: Es gibt verzweigte Korridore, Schatztruhen, Geheimnisse und jede Menge Sammelaufgaben, dazu Minispiele wie das Angelspiel, das für kurzweilige Nebenmissionen sorgt.

Mit der Zeit werden Shops, Mission Boards und Arena freigeschaltet. Die Spielwelt ist bunt und pixelig, voller Charaktere wie Tarte, Folke, Rafale, Luna und Mirage – mit eigenen Hintergründen, kleinen Dialogen und Quest-Strängen. Die Story bleibt eher linear, aber die Bindung zu den Figuren wächst atmosphärisch, vor allem angesichts der Retro-Präsentation. Nett gemacht.

Komfort vor Herausforderung

Alphadia III bleibt in vielen Punkten „einfach“: Wer XP sammelt, rüstet bald mächtige Waffen aus und kann regelmäßig Bosse mit einem Schlag besiegen – hier fehlt das Feintuning der alten Genregrößen. Das kann aber auch sehr befriedigend sein - kommt auf euch an.

Auch das Dungeon-Design ist eher flach und wiederholt sich häufig. Die Systeme wie Arrays oder Energi Crock sind gut gemeint, aber für einen Großteil der Main-Story optional. Die Minispiele lockern die Formel auf, doch es fehlt manchmal etwas an Innovation in der Weltgestaltung und beim Nachschub an Überraschungen.

Fazit: Komfort-JRPG mit Retro-Charme und Sammelspaß

Alphadia III ist ein liebevoll aufgemachtes, klassisches Retro-JRPG mit zeitgemäßen Komfort-Features, relaxter Schwierigkeit und spannenden neuen Mechaniken. Die Story, Figuren und Nostalgie stimmen, die Spielwelt samt Minispielen und Nebenquests motivieren – erfahrene Rollenspieler:innen hätten sich mehr Tiefgang und Herausforderung gewünscht, doch für Fans klassischer JRPG-Reihen (und Alphadia-Veteranen) ist das Prequel ein angenehm bequemes Paar RPG-Slipper. Ideal für entspannte Feierabende – und eine Reise zurück zu den pixeligen Wurzeln des Genres.

Erhältlich für: Xbox, PS, PC, Switch, Mobile 
Webseite: kemco.jp/game/alphadia3/en