Unterhaltung Games

Armored Core VI: Fires of Rubicon

Pacific Rim auf Speed oder so …

Armored Core, Armored Core, das kenn ich doch, da klingelt was. Richtig, eine kurze Recherche führt mich zurück zur ersten PlayStation ins Jahre 1997. Damals entwickelte From Software den ersten Teil der Reihe, lange bevor jemand an die später so erfolgreichen Souls-Spiele dachte. Übrigens auch schon mit Mechs in einem Third-Person-Shooter. Über 25 Jahre später ist nun der offiziell sechste Teil (es gab noch einige Ableger) erschienen und zeigt eindrucksvoll, dass From Software einiges gelernt hat über die Jahre.

Souls, souls, ich lese andauernd Souls!

Überall liest man ja dieser Tage Lobeshymnen auf die Soulsborne-Reihe, die From Software mit dem geistigen Nachfolger Elden Ring großartig fortgesetzt hat. Nun kehren die Entwickler wieder zurück zu ihren Wurzeln in die Welt von Armored Core. Und die spielt zwar in einem komplett anderen Setting als die Souls-Games, weist aber doch einige Parallelen auf.

Auch hier tauchen wir in eine postapokalyptische, zerstörte Welt ein, nur war es diesmal nicht das erlöschende Feuer, welches neu zu entfachen ist, sondern das vernichtende Feuer der Substanz „Coral“, welches nicht nur riesige Energiemengen, sondern Tod und Zerstörung auf den Planeten Rubicon 3 gebracht hat. Einige Zeit später ist es nun eure Aufgabe als Söldner, für verschiedenen Auftraggeber in den Krieg um das „Coral“ zu ziehen. Mehr Story habe ich bislang nicht gefunden, aber das kann ja noch kommen.

Reden? Verhandeln? Schießen!

Nun könnte man meinen, dass in diesem Konflikt die Diplomatie zum Zuge kommt, um multilateral in einem Verhandlungsprozess von Geben und Nehmen die Verteilung des roten Goldes zu organisieren. Aber weit gefehlt, in Armored Core VI zählt das Recht des Stärkeren. Dazu steuert ihr euren eigenen Mech, im Spiel passenderweise Armored Core (AC) genannt.

Und den könnt ihr natürlich, je nach Geldbeutel und Finderglück auf dem Schlachtfeld, nach Herzenslust aufrüsten, umrüsten und erweitern. Auch für das Aussehen eures AC stehen euch unzählige Designmöglichkeiten zur Verfügung. Aber egal wie gut euer AC aussieht, am Ende steuert ihr ihn in wahrlich rasante dreidimensionale Schlachten.

Chaos … oder doch nicht?

Diese Dreidimensionalität ist gleichzeitig die größte Stärke und die größte Schwäche von Armored Core VI. Hat man einmal den Überblick gewonnen und die Steuerung halbwegs gemeistert, so macht es einen Riesenspaß sich durch die fantastisch aussehenden und anhörenden Schlachten des Spiels zu schnetzeln. Alles extrem beeindruckend, vor allem mit ent-sprechendem TV/PC- und Audio-Setting im heimischen Wohnzimmer.

Aber gerade am Anfang fühlte ich mich schon ziemlich überfordert mit all den Möglichkeiten und dem Dauerbeschuss von allen Seiten. Daher mein ernst gemeinter Tipp: lasst es anfangs langsam angehen, rasant und hektisch wird es noch früh genug. Und ihr werdet es zu Beginn kaum glauben, aber das Spiel ist ziemlich gut ausbalanciert und besonders mithilfe der Trainingsmissionen kommt ihr letztlich doch schnell zurecht.

Fazit

Armored Core VI: Fires of Rubicon hat mich nachhaltig beeindruckt. Zum einen durch die bombastische Präsentation, die mich das ein oder andere mal mit offenem Mund vor dem Fernseher zurückgelassen hat. Zum anderen aber auch durch ein ausgefeiltes Gameplay, das erst nach und nach seine Tiefe und seine Finessen preisgibt. Ich persönlich hätte mir mehr Story gewünscht, aber es ist halt kein Souls-Game. Wer handfeste Action auf dem neuesten Stand mit Tiefgang sucht, der ist bei Armored Core VI: Fries of Rubicon genau richtig.

Erhältlich für: Xbox, PS, PC
Website: de.bandainamcoent.eu/armored-core/armored-core-vi-fires-of-rubicon