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At Sundown: Shots in the Dark

Versteckspielen mit der Waffe im Anschlag: „Sundown“ mischt gekonnt zwei Genres zu einem heiteren Multiplayer-Spaß

Ganz ehrlich, als ich „Sundown: Shots in the Dark“ zum ersten Mal startete, wusste ich nicht, was mich erwartet. Von den Screenshots her dachte ich an eine Art „Hotline Miami“ – damit lag ich nicht ganz richtig.

Zunächst einmal das Wesentliche: „Sundown: Shots in the Dark“ ist im Kern ein Twin-Stick-Shooter aus der Top-Down-Perspektive. Ihr bewegt eure Figur mit dem linken Stick, um mit dem rechten zu zielen. Die Schultertasten lassen die Feuersalven auf die Gegner prasseln – in zwei verschiedenen Varianten pro Waffe. Das war es so im Groben in etwa. Also bis dahin nichts Neues. Der Clou an der Sache ist jedoch das Spielprinzip.

Lauern in den Schatten

Das Werk von Mild Beast Games versteht sich als eine Art Versteckspiel mit tödlichem Ausgang. Ihr spielt immer nur auf einer recht überschaubaren Karte und habt nur ein Ziel: Tötet eure Gegner bevor sie es mit euch tun. Allerdings gib es einen kleinen Haken an der Sache: Die Karten sind nicht sonderlich gut ausgeleuchtet, sodass eure Spielfigur in dunklen Bereichen unsichtbar wird. Nur wenn ihr einen Schuss abgebt, werdet ihr für eure Konkurrenz sichtbar. Na? Könnt ihr euch schon in etwa vorstellen, woraus das hinausläuft?

Gerade bei Partien, in denen insgesamt vier Kontrahenten gegeneinander antreten, funktioniert das Licht- und Schattenspiel hervorragend. Ihr könnt nie sicher sein, ob nicht doch ein Gegner in den Schatten vor euch lauert. Ballert ihr vorsichtshalber einmal vor euch, sehen euch direkt alle auf der Karte. Taktieren gehört also zum elementaren Spielbaustein. Allein dieses nette Feature macht bereits unheimlich Spaß im Duell mit Freunden von der Couch aus – natürlich könnt ihr auch online gegen Spieler antreten. Mir persönlich hat die Couch-Variante jedoch mehr Spaß gemacht.

Wummen mit Wumms!

Zu Beginn verfügt ihr noch nicht über die volle Auswahl an Waffen. Nach jeder Partie gewinnt ihr an Erfahrung und schaltet so nach und nach neue Wummen frei. Das Repertoire reicht von Revolvern, Schrotflinten über Maschinengewehre bis hin zu Scharfschützengewehren – jeweils mit immer einer besonderen Spezialfähigkeit. Das Freischalten neuer Waffen und Maps motiviert ungemein im weiteren Spielverlauf und lässt kontinuierlich frischen Wind aufkommen.

Aber ihr schaltet nicht nur Waffen frei, sondern auch verschiedene Spielmodi. So müsst ihr euch nicht immer mit dem Deathmatch begnügen, sondern könnt auch mal nur mit einer Schrotflinte und einem einzigen Schuss bewaffnet auf die Jagd gehen. Zudem habt ihr vor jeder Partie immer die Wahl, ob ihr im Team spielt oder lieber alleine auf die Hatz geht. Dabei könnt ihr beispielsweise selbst entscheiden, ob ihr mal Lust auf eine Runde Drei-gegen-Einen habt – immer wieder spaßig.

Der Zweck heiligt die Mittel

Grafisch ist „Sundown“ einfach gestrickt – und orientiert sich damit am Spielprinzip. Hier steht eindeutig der Spaß im Vordergrund. Wenn dann noch zufällig auf der Karte besonders starke Ausrüstungsgegenstände erscheinen, geht der Puls nach oben: Renne ich dorthin und schnappe mir das Teil oder lauere ich einem Feind auf? Denn das Aufheben eines Gegenstands benötigt etwa drei Sekunden, in denen ihr wehrlos in der Gegend herumsteht. Habt ihr aber einen dieser Gegenstände, wie beispielsweise ein riesiges Samuraischwert, sollten sich eure Gegner warm anziehen: Der ausgeteilte Schaden ist tödlich...

Fazit

In „Sundown: Shots in the Dark“ jede Menge Potenzial: Das simple, aber dennoch sehr verlockende Spielprinzip spricht sowohl Gelegenheitsspieler als auch echte Profis an. Noch nie war eine Partie Verstecken aufregender als hier. Besonders unterhaltsam wird das Werk von Mild Beast Games, wenn ihr euch ein paar Kumpels schnappt, es euch auf der Couch gemütlich macht und gegenseitig die Kugeln um die Ohren jagt. Für mich ist „Sundown“ ein lohnenswerter Geheimtipp in dem noch jungen Spieljahr.

 

Erhältlich für: PS4, Xbox One, PC, Switch

Website: sundown-game.com