Trommeln, schlagen, klatschen – und werde eins mit dem Beat. Mit Beatable bringt das Entwicklerteam von SideQuest ein neues Virtual-Reality-Rhythmusspiel ins Rennen, das es mit Genre-Größen wie Beat Saber oder Synth Riders aufnehmen will. Gerade auf der Meta Quest 3, mit ihrer verbesserten Grafik und präziseren Tracking-Technologie, zeigt sich schnell: Wenn die Musik dein Blut in Wallung bringt und die virtuellen Blöcke nur so auf dich zu rasen, kommt Bewegung ins Wohnzimmer bzw auf deinen Tisch. Aber reicht Beatable aus, um sich einen Platz im Olymp der VR-Musikspiele zu verdienen?
Rhythmusgefühl trifft Reflexe
Das Wichtigste zuerst: Beatable spielt ihr nur mit den Händen und ohne Controller. Ihr könnt euch setzen oder mitten im Raum stehen, wobei ich euch empfehle, dass ihr es euch am Esstisch gemütlich macht. Nach einer kurzen Kalibrierung dürft ihr wählen, ob ihr das Spiel in VR oder AR spielen wollt. Anders gefragt: Wollt ihr komplett in die virtuelle Welt eintauchen oder die reale Welt um euch wahrnehmen? Beide Optionen haben was für sich.
Das Spielprinzip ist auf den ersten Blick bekannt, macht aber dennoch einiges anders: Anstatt einfach nur Blöcke mit Laserschwertern zu zerschneiden, fordert Beatable von dir, verschiedene Trommel-Aktionen, Klatschen und Schnippen auszuführen. Die Tracks sind dabei vielfältig – von poppigen Ohrwürmern über Electro-Banger bis hin zu rockigen Gitarrenstücken, sodass für jedes Rhythmusgefühl das Passende dabei ist.
Trommelkonzert auf dem Tisch
Wenn ihr auf dem Tisch spielt, habt ihr direkt haptisches Feedback, was ich irgendwie cool finde. Passt nur auf, dass ihr nicht zu fest trommelt. Dennoch ist das ein anderes Gefühl als bei vergleichbaren Titeln.
In vier Bahnen kommen Blöcke auf euch zu und ihr müsst sie im richtigen Moment weg trommeln. Später kommt noch klatschen und schnippen hinzu, was dem Oberkörper ein kleines Workout spendiert. Im direkten Vergleich zu Beat Saber fuchtelt ihr also nicht so viel mit den Armen umher.
Präzision auf der Meta Quest 3
Die Stärken der Quest 3 kommen Beatable zugute: Das präzise Hand-Tracking, die niedrige Latenz und die gute Übersicht sorgen dafür, dass selbst schnelle, komplexe Bewegungsfolgen zuverlässig erkannt und umgesetzt werden. Besonders wenn es zum sogenannten Trommelfeuer kommt, merkt ihr, wie gut das funktioniert. Wie gesagt: Die Steuerung ist eingängig, jeder Hieb und jede Bewegung wird prompt erfasst. So gibt es selten Frustmomente durch Fehleingaben, was gerade bei höheren Schwierigkeitsgraden für fairen, aber fordernden Spielspaß sorgt.
Farbenfroher Rausch und stimmige Musik
Optisch präsentiert sich Beatable in einem knallig-bunten, aber nicht überladenen Stil. Besonders gut ist der Einstieg gelungen: Kaum trackt ihr eure Hände, blickt ihr auf stylische Neon-Handschuhe, die ziemlich futuristisch aussehen. Ich fand es sehr stark umgesetzt. Die Navigation im Menü erfolgt durch ein Controll-Panel auf eurem Tisch vor euch. Eine sehr leichte und innovative Methode.
Habt ihr dann einen Song gefunden, der euch gefällt, kann es losgehen. Schafft ihr es, ohne Fehler durch den kompletten Song? Apropos Fehler: Beatable stoppt den Song, wenn ihr zu oft danebenhaut oder den falschen Takt einschlagt. Das ist anfangs sehr herausfordernd. Aber zum Glück gibt es verschiedene Schwierigkeitsgrade. Ich empfehle euch, niedrig zu starten.
Die Songauswahl ist zum Start solide. Zwar fehlen eigene Lizenzen für Chart-Hits, doch das Line-Up aus Eigenproduktionen und Indie-Remixes macht Laune und hält ein paar echte Ohrwürmer bereit. Schön: Es gibt schon jetzt Hinweise auf geplante weitere Song-Pakete und Community-Features, mit denen das Spiel auch langfristig frisch bleiben soll.
Fazit: Bunter, bewegter, beatlastiger VR-Spaß
Beatable ist ein rundum gelungenes Rhythmusspiel, das das Beste aus der Meta Quest 3 herausholt. Die Mischung aus Schlagen und Klatschen macht Laune, fordert Körper wie Kopf und sorgt für echten Bewegungsflow. Besonders cool ist die Möglichkeit, dass ihr das Spiel am Tisch spielen könnt und durch das Trommeln direkt haptisches Feedback bekommt. Die Technik funktioniert einwandfrei, die Musik ist vielseitig und der Style macht einfach Spaß – auch wenn große Chart-Hits noch fehlen. Wer sich in VR gerne musikalisch austoben will, sollte diesem Spiel unbedingt eine Chance geben. So wird das eigene Wohnzimmer im Handumdrehen zur coolsten Trommelbühne der Nachbarschaft!
Erhältlich für: Meta Quest
Webseite: sidequestvr.com/app/41943/beatable