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Blackhole: Complete Edition

Völlig schwerelos – nun ja, nicht ganz. Aber eine gute Orientierung solltet ihr bei diesem knallharten Plattformer dennoch haben. Nichts für Weicheier! Eigentlich habe ich mich schwer gewundert, dass mein Controller keine Bissspuren aufweist. Wie oft hätte ich gerne die Zähne im Gamepad vergraben oder es gleich in den Fernseher geschmissen … Ja, „Blackhole“ verzeiht rein gar nichts. Ihr werdet sehr oft sterben bei diesem putzigen Abenteuer. Spaß macht das Ganze dennoch.

Als Überlebender eines abgestürzten Raumschiffes voller trotteliger Astronauten – die Story kommt mit einem dicken Augenzwinkern daher – müsst ihr euch auf die Suche nach Energie machen. In charmanter 16-Bit-Optik, wie aus einem früheren SNES-Spielchen, navigiert ihr den kleinen Piloten durch unbekanntes Terrain. Diese Oberwelt dient eigentlich nur als umfangreiches Menü zur Auswahl der eigentlichen Missionen und führt euch schnell in die Steuerung ein.

Einfach zu lernen, schwer zu meistern

Das Gameplay geht wirklich locker von der Hand und ist zudem blitzschnell erlernt: Springen, an Kanten festhalten und hochziehen und an Wänden hinuntergleiten – das war’s auch schon. Mit diesem Wissen werdet ihr in die einzelnen Missionen gelassen. Dort habt ihr nur eins zu tun: Energiepunkte aufsammeln und den Level wieder verlassen. Was einfach klingt, wird ganz fix zur großen Herausforderung. Denn auf den kleinen Karten warten nicht nur einige Fallen, sondern die Schwerkraft spielt darin ebenfalls eine sehr entscheidende Rolle: Sobald ihr ein blinkendes Feld berührt, ändert sich die Schwerkraft entsprechend. Ein Beispiel: An der Decke blinkt ein solches Feld. Sprint ihr hoch und berührt es, dann dreht sich der komplette Bildschirm um 180 Grad und was vorher oben war, ist nun unten. Ebenso geht es mit Feldern an Wänden: Blinkt etwas an der rechten Wand vor euch und ihr berührt es, dann ist diese Wand plötzlich euer Boden. Klingt auf den ersten Blick etwas kompliziert, ist aber ebenfalls blitzschnell verinnerlicht.

Die Herausforderung liegt also nicht nur im Meistern der eigentlichen Steuerung, sondern auch in der Kontrolle der Schwerkraft. Manchmal, ach was, sehr oft sogar manövriert ihr euch in eine ausweglose Situation, wenn ihr die Schwerkraft unüberlegt gewechselt habt. Dann hilft nur ein Neustart. Bereits nach den ersten zehn kurzen Missionen kam ich mächtig ins Schwitzen – und eigentlich bin ich kein schlechter Spieler. Motivierend bis frustrierend ist das Ganze. Habe ich mal einen Level gepackt, ist die Freude groß.

Fazit

Wer auf Spiele wie „Meat Boy“ abfährt, der wird hier sicherlich sein Glück finden. Gelegenheitsspieler sollten lieber einen großen Bogen um das niedliche Geschicklichkeitsspiel hier machen und es vielleicht mit „Shantae“ oder „The Mummy Demastered“ versuchen. Ich persönlich beiße mich bei „Blackhole“ noch eine Weile fest und hoffe sehr, dass es mein Controller überlebt. Ich kann solchen Herausforderungen einfach nicht widerstehen …