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Bow To Blood: Last Captain Standing

Immer in Bewegung: Wer ein guter Captain sein möchte, muss seine Crew am Laufen halten – das gilt auch für den Weltraum.

Etwas merkwürdig fand ich den Einstieg in „Bow to Blood: Last Captain Standing“ schon: Optisch zog mich der simple Comic-Look gleich in seinen Bann, die Steuerung war und ist Geschmackssache. Denn „Bow to Blood: Last Captain Standing“ startet gleich voll los und bietet euch ein klitzekleines Tutorial. Für den Rest des Spiels empfehle ich euch Learning by Doing!

Alles nur Show!

Aber um was genau geht es eigentlich? Gute Frage! Denn für mich sah „Bow to Blood: Last Captain Standing“ auf den ersten Blick nach einem weiteren Weltraum-Shooter aus. Ganz täuschen sollte ich mich nicht, aber es steckt mehr dahinter.

Ihr schlüpft in die Rolle des Freelancers, der ein prächtiges Kampfschiff sein Eigen nennt. Damit landet ihr flugs in einer Game-Show, bei der der „Last Captain Standing“ gewinnt. Das mal grob zu Story. Unterbrochen werdet ihr immer wieder von einem nervigen Moderator, der blöde Sprüche einwirft und den Spielfluss stört.

Was mir zunächst nicht klar war, ist die Tatsache, dass „Bow to Blood: Last Captain Standing“ eigentlich exklusiv für die PlayStation VR-Brille entworfen wurde. Das erklärt im Nachhinein einige Features und die Anordnung des Menüs, das mir irgendwie ungewöhnlich vorkam.

Nachdem ich die Vorgeschichte erfahren habe, war mir einiges klarer und machte plötzlich Sinn. Wie genau es sich in VR spielt, kann ich euch an dieser Stelle leider nicht sagen. Ich habe mit der Xbox-One-Version Vorlieb genommen.

Challenge Accepted

Von der Steuerung her muss ich euch warnen: Es wird während der Gefechte heiß hergehen! Das liegt an mehreren Faktoren. Denn das allgemeine Gameplay verlangt meistens von euch, dass ihr euer Schiff durch eine Arena oder ein Areal steuert, während ihr ankommende Feinde aus dem Weg ballert – so mal grob der Ablauf.

Zur Nebeninfo: Es gibt auch Missionen, in denen ihr bestimmte Gegenstände suchen müsst oder möglichst schnell einen Parcours absolvieren sollt. Aber meisten wird eben geballert. Gesteuert wird das Raumschiff mit dem linken und rechten Analogstick. Gas gegeben wird mit den Schultertasten, wobei ihr eine Geschwindigkeit vorgebt und das Schiff dann auf Kurs bleibt. Jetzt heißt es Feinde anvisieren und losballern.

Zur Unterstützung habt ihr zwei Crew-Mitglieder, denen ihr Befehle erteilen könnt. Insgesamt können den beiden fünf unterschiedliche Aufgaben erteilt werden, die sie dann automatisch erledigen. Zum Beispiel macht sich einer für die Bordkanonen bereit, während der andere sich um die Schilde kümmert – meine liebste Kombination.

Oder ihr schaltet die Sensoren auf, um eure Umgebung besser zu scannen und gebt gleichzeitig einen Geschwindigkeitsboost hinzu. Je nach Situation könnt ihr euch immer wieder entscheiden, wo eure Prioritäten liegen.

Nicht den Überblick verlieren

Das wäre ja alles noch nicht sonderlich merkwürdig oder anspruchsvoll. Die wahre Herausforderung liegt jedoch im Management aller Systeme gleichzeitig – und zwar in Echtzeit! Während der Gefechte kam ich immer wieder ins Schwitzen, wenn mein Schiff unaufhaltsam gegen einen Fels schipperte, ich aber gleichzeitig die Schilde hochfahren wollte und nebenher noch manuell auf Feinde zielen musste.

Gerne hätte ich hin und wieder eine Pause-Funktion gehabt, die alles etwas entschärft. Aber leider gibt es die nicht. So wird „Bow to Blood: Last Captain Standing“ recht bald ziemlich fordernd – persönlich liebe ich es ruhiger. Aber das ist auch Geschmackssache.

Die Story, wenn man sie so nennen will, verläuft in unterschiedlichen Seasons: Eine Season besteht meist aus zwei Events gegen eure Konkurrenz. Wer am Ende einer Season unter den letzten zwei landet, muss sich dem Votum der anderen stellen. Stimmen zu viele gegen euch, fliegt ihr raus aus dem Wettbewerb – Game Over.

An dieser Stelle kommt das Freundschaftssystem ins Spiel, dem ich anfangs kaum Beachtung geschenkt habe. Doch je besser ihr euch mit den Mitstreitern versteht, desto besser stehen eure Karten, wenn ihr mal weiter hinten landet. Nette Idee. Für mich war das essentiell, da ich fast immer ziemlich weit abgeschlagen auf dem letzten Platz lag. Ich sollte mal die VR-Brille auspacken.

Fazit

„Bow to Blood: Last Captain Standing“ ist definitiv nichts für jeden: Das Weltraum-Comic-Geballere ist eine anspruchsvolle Finger- und Managementübung, die ihr euch erst einmal aneignen müsst. Seid ihr mal im Flow, machen die unterschiedlichen Events richtig Spaß, auch wenn sie sich nach einer Zeit allesamt ähnlich spielen.

„Bow to Blood: Last Captain Standing“ ist ein einzigartiger Titel, den ich so selten erlebt habe. Die Unterhaltung entsteht allerdings erst, wenn ihr euer Schiff richtig unter Kontrolle habt. Daher schaut euch vorher lieber mal ein paar Gameplay-Videos an. Danach heißt es: Leinen los!

Erhältlich für: PS4, Xbox One, PC, Switch
Website: tribetoy.com/index.html