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Bravery & Greed

Vier Freund:innen sollt ihr sein! In diesem Dungeon-Brawler kann man aber auch alleine mächtig Spaß haben.

Meist wenn Team17 ein Spielchen angeht, sollen möglichst viele daran Spaß haben – so ist das auch bei Bravery & Greed der Fall. Diesmal taucht das Team sein Werk in ein charmantes 16-Bit-Grafikkostüm und lässt bis zu vier Spieler:innen gleichzeitig um Beute und Ruhm kämpfen. Ob das was taugt, erzähle ich euch direkt.

Reich, reicher, usw.

Um was geht es bei Bravery & Greed eigentlich? Kurz gesagt: Um möglichst fette Beute. Mit einem von vier Charakteren sollt ihr euch ins Abenteuer stürzen und dabei so reich wie möglich werden. Klingt einfach, oder? Ist es auf gewisse Weise auch, was die Spielmechanik angeht. Denn Bravery & Greed siedelt sich in der Nische eines Beat'm-up und Dungeon-Brawlers ein. Hinzu kommen sogenannte Roguelite-Elemente. Soll heißen: Jeder Anlauf wird durch eine prozedural generierte Welt zu einem frischen Erlebnis. So viel zur Theorie. Kommen wir zur Praxis.

Sobald ihr ein neues Spiel oder einen neuen Anlauf startet, müsst ihr eine Wahl treffen. Welcher Charakter darf es sein. Und genau hier solltet ihr schon aufpassen: Denn jede Figur spielt sich grundlegend anders als die anderen. Das musste ich gleich beim ersten Mal merken als ich mich für den Zauberer entschied. Dazu gleich mehr. Kommen wir zu den einzelnen Klassen.

Eine Klasse für sich

Zum einen wäre da der Schurke, der heimlich, schnell und agil agieren muss, um zu überleben. Mit seinen Dolchen und dem Bogen ist er ein ausbalancierter Nah- und Fernkämpfer, der allerdings nicht sonderlich viel aushält. Mehr Wucht hat da schon der Krieger. Dieser stramme Bur-sche weiß, wie man einen Nahkampf bestreitet. Doch vor Fernattacken sollte er sich in Acht nehmen. Die Amazone kann ebenfalls ordentlich austeilen mit ihrem Schwert – für nahe oder mittlere Distanz ist sie die perfekte Wahl. Dann wäre da zu guter Letzt der Zauberer. Er kann mit seinem Zauberstab schießen und einen Elementar-Begleiter beschwören, der für ihn kämpft. Aber das muss man erst einmal kontrollieren können.

Habt ihr eure Wahl getroffen, geht es in einen Dungeon. Thematisch ändert sich bei den einzelnen Durchgängen wenig, nur das Layout schwankt stark. Ihr wisst also nie, was euch im nächsten Raum erwartet. Bravery & Greed ist ein recht klassisches Sidescroll-Beat'm-up: In charmanter Pixel-Optik schlagt ihr euch von Raum zu Raum.

Doch nicht jeder Raum birgt Feinde aus einem Fantasy-Setting. In manchen Räumen müsst ihr Rätsel lösen oder Fallen ausweichen, um an Gold und Juwelen zu kommen. Neben Reichtümern sind aber auch praktische Ausrüstungsgegenstände zu finden, mit denen ihr euch verbessert. Insgesamt besitzt ihr vier verschiedenen Aus-rüstungsslots, die ihr besetzen könnt: Handschuhe, Halskette, Waffe und Schuhe. Je nach ange-legtem Gegenstand ändert das eure Fähigkeiten.

Items machen den Unterschied

Beispielsweise macht bei einem Magier der Zauberstab einen entscheidenden Unterschied, wel-chen Schadensart ihr anrichtet oder welches Elementar ihr beschwört. Bei entsprechenden Schuhen könnt ihr plötzlich einen Doppelsprung vollführen. Und mit den richtigen Handschuhen verteilt ihr plötzlich bei jedem Schlag Kettenblitze. Hier glänzt Bravery & Greed mit Abwechslung und interessanten Ideen.

Eine weitere Art der Progression liegt im Beten an verschiedenen Schreinen. Für jeden Lauf gewinnt ihr dort meist passive Fähigkeiten, die euch in irgendeiner Art stärken. So bekommt ihr mehr Lebenspunkte aus Tränken heraus oder schlagt mit bestimmten Waffen härter zu oder überlebt sogar einen tödlichen Schlag. Jeweils drei Verbesserungen werden euch zur Auswahl gestellt, von denen ihr eine wählen dürft.

Rein spielerisch geht es bei Bravery & Greed recht schnell und kurzweilig zur Sache. Die Räume füllen sich flux mit Gegnern, was eine ebenso schnelle Reaktion erfordert, um nicht allzu viele Lebenspunkte abzugeben. Dabei hat mir aber jeder Charakter Spaß gemacht, weil sie sich eben so unterschiedliche spielen. Alleine hatte ich bereits große Freude an den Runs – auch wenn ein Tod in Bravery & Greed permanent ist. Doch im Schlepptau mit Freund:innen erreicht Bravery & Greed höhere Freuden.

Vier gewinnt

Bis zu vier Spieler:innen können sich gleichzeitig in die Dungeons wagen. Aber Vorsicht: Das Chaos ist dann vorprogrammiert. Denn die Übersicht geht bei all der Effektflut leicht flöten. Dennoch werden die Kämpfe dadurch schon ein gutes Stück einfacher. Besonders, wenn ihr einen zerbrechlichen Charakter habt, der von euren starken Freund:innen beschützt wird. Sehr praktisch.

Fazit

Ganz klar: Bravery & Greed erfindet das Rad nicht neu, macht aber vieles richtig. Die vier unterschiedlichen Charaktere laden zum Ausprobieren ein. Durch das Roguelite-System ist kein Anlauf wie der nächste. Und dass vier Zocker:innen hier gleichzeitig auf die Jagd nach Reichtümern gehen können, lässt das Spaßbarometer nach oben steigen. Wer dann noch auf den charmanten Pixel-Stil steht, kann bei Bravery & Greed eigentlich nichts falsch machen. Schnelle Reaktionen und etwas Frusttoleranz vorausgesetzt.

Erhältlich für: PC, Xbox, PS, Switch
Website: braveryandgreed.com