So lange ist das schon her? Im Jahre 2013 rührte mich die Geschichte von Brothers: A Tale of Two Sons fast zu Tränen. Das Werk, damals von Starbreeze Studios und 505 Games auf den Markt gebracht, war nicht nur vom Stroytelling, sondern auch spielerisch etwas ganz Besonderes. Nach über zehn Jahren bekommt dieses kleine Spielchen von Avantgarden einen neuen Anstrich. Schauen wir uns mal an, was sich geändert hat.
Augenzucker zum Heulen
Kommen wir auf das Offensichtliche zu sprechen: Brothers: A Tale of Two Sons sieht optisch klasse aus. Die Charaktere und Umgebungen sind kaum wiederzuerkennen nach elf Jahren. Das Spiel macht einen frischen und sehr detailverliebten Eindruck. Allein deswegen könnte sich der Einstieg lohnen, wenn ihr das Original nicht kennt. Solltet ihr hingegen das Original gespielt haben, würde ich an eurer Stelle weiterlesen. Denn außer der Optik ist Avantgarden dem Original treu geblieben. Das hier ist immer noch das Spiel aus dem Jahr 2013.
Das soll aber nicht heißen, dass es schlecht ist. Immerhin hat dieses Spiel quasi den Grundstein gelegt für Perlen wie A Way Out oder It takes Two gelegt. Und das heißt schon was. Mit diesem Wissen im Hinterkopf werfen wir einen Blick auf die Geschichte und das Gameplay.
Fürsorgliche Kinder
Von der Story will ich euch gar nicht so viel erzählen. Es geht nur darum, dass zwei Söhne sehr besorgt sind um ihren kranken Vater. Die Mutter ist bereits von ihnen gegangen und nun liegt Papa im Sterben. Die beiden machen sich auf den Weg, um eine Arznei zu finden. Dabei durchstreifen sie eine märchenhafte Welt voller Gefahren. Während ihres Abenteuers treffen sie dabei auf fantastische Wesen und interessante Leute. Wie die Geschichte ausgeht, sollt ihr selbst herausfinden. Es lohnt sich jedenfalls.
Spielerisch kann ich mehr verraten. Alle, die das Original kennen, brauchen hier nicht weiterzulesen – es hat sich daran nichts geändert. Am besten spielt ihr Brothers: A Tale of Two Sons alleine. Es geht zwar auch zu zweit, aber das verfehlt irgendwie den Sinn des Ganzen. Warum? Dann lest weiter, wenn ihr das verstehen wollt.
Mein Gehirn: Challenge accepted!
Ihr steuert beide Söhne per Controller – und zwar gleichzeitig. Der linke Stick ist für den größeren, der rechte Stick für den kleineren Jungen reserviert. Mit den Schultertasten führen die Jungs Aktionen aus – auch hier gilt wieder: links für den Großen, rechts für den Kleinen. Eigentlich ist diese Steuerung sehr einfach und doch haut es immer wieder dicke Knoten in mein Gehirn. Insbesondere dann, wenn man gleichzeitig mit den Jungs laufen soll, aber in verschiedene Richtungen.
Wenn ihr Brothers: A Tale of Two Sons zu zweit spielen würdet, beraubt ihr euch dieser spannen-den Erfahrung. Daher empfehle ich euch: Geht diese vier bis fünf Stunden unbedingt alleine an. So wird euch auch niemand weinen sehen, wenn es mal sein muss. Das Konzept ist einfach prima geeignet, um eure Gamer-Finger wieder etwas auf Trab zu bringen. Aber keine Sorge: Brothers: A Tale of Two Sons richtet sich auch an Neulinge. Es macht schlichtweg Spaß. Untermalt wird es von einem emotionalen Soundtrack, der einen öfters abschweifen lässt.
Fazit
Lohnt sich also Brothers: A Tale of Two Sons als Remake? Ganz klar: Ja! Wenn ihr das Original allerdings schon in und auswendig kennt, dann würde ich mir die Investition noch einmal überlegen. Habt ihr noch nie von dem Spiel gehört? Greift auf jeden Fall zu und erlebt ein unvergessliches Abenteuer, das lange im Gedächtnis bleiben wird. Ich persönlich bin froh, dass es diesen Titel gibt und dass er eine Neuauflage bekommen hat. Aber vielleicht kommt bald ja ein weiterer Titel dieser Art mit frischer Story und Charakteren raus – würde mich jedenfalls sehr freuen.
Erhältlich für: PC, Xbox, PS
Website: store.steampowered.com/app/2153350/Brothers_A_Tale_of_Two_Sons_Remake