Unterhaltung Games

Bulwark: Falconeer Chronicles

Einfach mal ein bisschen spielen, bauen und Spaß dabei haben.

Persönlich finde ich den reinen Titel von Bulwark: Falconeer Chronicles etwas umständlich und wenig einprägsam. Aber ich muss zugeben, dass ich nicht sonderlich tief im Universum von The Falconeer drin stecke. Dennoch bin ich begeistert, was Entwickler Tomas Sala hier als One-Man-Show auf die Beine gestellt hat. Kommt einfach mal mit auf eine unerwartete Reise.

Die Essenz des Spielens

Die Begrüßung im Spiel ist schon mal sehr sympathisch: Hier redet eine digitale Version von To-mas Sala mit euch. Er sagt, dass ihr keine Angst haben sollt, Fehler zu machen. Denn das geht schlicht nicht. Spielt einfach drauf los, ohne euch einen Kopf über die Konsequenzen zu machen, die eure Schritte haben könnten. Und hier trifft er bei mir genau ins Schwarze. Viel zu oft mache ich mir im Voraus schon einen Kopf, bevor das Spiel überhaupt beginnt. Fragen nach dem Schwierigkeitsgrade, der Klasse, ausgewählte Boni usw. geistern dann bei mir in den Gedanken umher. Dass Bulwark: Falconeer Chronicles darauf komplett verzichtet, ist ein Segen. Danke schon an dieser Stelle dafür.

Zum Start wählt einfach die Story aus. Hier bekommt ihr Schritt für Schritt alles Wichtige erklärt. Um was geht es denn grob? Nun ja: Bulwark: Falconeer Chronicles versteht sich als Aufbau-Spiel light. Soll heißen: Ihr startet auf einem zerklüfteten Felsen inmitten der Fluten, die die Überreste dieser Welt darstellen. Dort baut ihr fantastische Formationen aus dem Nichts und erweitert Schritt für Schritt eure Siedlung. Und das geht erstaunlich leicht und bequem.

Meister-Architekt in wenigen Klicks

Ihr müsst lediglich eure Festung auswählen und dann den Cursor in eine Richtung ziehen. Klickt ihr anschließend, baut ihr automatisch einen Weg dorthin. An Knotenpunkten dürft ihr dann per Klick weitere Gebäude oder Türme errichten. Das war es auch schon, was die Steuerung angeht. Ist echt simpel und eingängig. Mit dieser Mechanik könnt ihr recht eindrucksvolle Strukturen erschaffen. Es ist echt nicht schwer und macht schon zu Beginn Laune.

Ihr solltet aber dennoch ein wenig Ausschau nach Ressourcen halten: Holz, Stein, Edelmetalle und weitere Rohstoffe helfen euch, dass ihr noch eindrucksvollere Gebäude bauen könnt. Dazu wechselt ihr einfach die Sicht zum Zeppelin und schippert damit durch die Gegend. Findet ihr eine passende Stelle, um ein Kraftwerk oder Rohstoffgebäude zu errichten, dann geschieht das per Klick. Von dort aus schickt ihr Schiffe hin und her zu eurer Siedlung. Fertig.

So viele Geheimnisse

Unterwegs trefft ihr immer wieder auf besondere Orte und andere Fraktionen. Diese bieten euch Rohstoffe, Ausrüstung oder Unterstützung an, wenn ihr bestimmte Aufgaben erfüllt. Das könnt ihr jederzeit locker nebenher machen. Nur achtet darauf, dass ihr nicht zu viele Aufgaben für eine bestimmte Fraktion macht. Denn sonst werden andere Fraktionen etwas sauer oder eingeschüchtert.

Im Grunde war es das auch schon, was den Inhalt angeht. Ihr entdeckt auf eurer Reise immer mehr Geheimnisse und breitet euch Stück für Stück aus. Das Besondere liegt dabei in der Leichtigkeit, mit der Bulwark: Falconeer Chronicles euch an den Bildschirm fesselt. Es braucht nur ein paar Klicks hier und da, um eine richtig schicke Festung zu errichten. Viele Details werden automatisch vom Spiel übernommen. Ich war fasziniert, wie schnell ich eine beeindruckende Siedlung auf den Klippen erstellt hatte. Die Zeit raste dahin. Und es stimmt, was Tomas Sala mir anfangs gesagt hat: Experimentiere einfach herum; du kannst keine Fehler machen. Das Konzept gefällt mir.

Schön wuselig

Grafisch befindet sich Bulwark: Falconeer Chronicles übrigens auch auf einem sehr erstaunlichen Niveau. Die vielen Details, die ihr beim Ranzoomen entdeckt, laden zum Verweilen ein. Dass dieses Spiel im Alleingang entstanden ist, finde ich sehr beeindruckend. Gerne habe ich immer mal wieder Pausen eingestreut, um dem Treiben auf dem Bildschirm zuzuschauen. Fast könnte man von einem gewissen Wuselfaktor sprechen, wenn dieser Begriff nicht bereits für die Siedler reserviert wäre. Und damit komme ich zum Abschluss.

Fazit

Bulwark: Falconeer Chronicles ist ein faszinierendes Werk. Einzig bei der Namensgebung tue ich mir immer noch schwer. Doch inhaltlich liefert Tomas Sala hier ein richtig beeindruckendes Spielchen ab, das sich wieder auf das konzentriert, was ich so lange vermisst habe: Simplen Spielspaß ohne Stress. Dass ich hier wunderschöne Siedlungen auf den Klippen erschaffen kann, ohne mir allzu große Gedanken über mögliche Konsequenzen zu machen, ist einfach sehr befreiend. Gerne tauche ich für ein paar Stunden in Bulwark: Falconeer Chronicles ein, wenn ich mal wieder einen stressigen Tag hatte. Dann flüchte ich mich in dieses spannende Universum, von dem ich nun doch ein bisschen mehr wissen möchte. Meine Empfehlung: Schaut unbedingt mal hier rein.

Erhältlich für: PC, Xbox, PS
Website: thefalconeer.com