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Burnout Paradise Remastered

Einfach nur mal fahren – mit richtig guter Mucke.

Wenn ein Spiel es schafft, dass ich selbst beim Spazierengehen mit meinem Hund ständig die Titelmelodie vor mich her summe, dann haben die Entwickler schon ziemlich viel richtig gemacht. Im Falle von „Burnout Paradise Remastered“ geht mir „Paradise City“ von Guns n’ Roses kaum noch aus dem Kopf – genau der passende Song zu diesem unkomplizierten Spaß.

Mann, siehst du gut aus!

Als Entwickler Criterion Games damals im Jahr 2008 unter dem Publisher EA das Original „Burnout Paradise“ auf den Markt brachte, war das schon ein richtig cooler Trip. Nun, zehn Jahre später, hat sich daran so gut wie nichts geändert: Die Remastered-Version des Arcade-Racers hat die Zeit dermaßen gut überstanden, dass ich es kaum glauben mag. Grafisch hat sich Criterion ordentlich ins Zeug gelegt und das Rennspiel hübsch aufpoliert – sieht schick aus für sein Alter. Aber das Wichtigste: Es rockt auch heute noch! Schuld daran ist die Art und Weise, wie ihr hier vorankommt: Setzt euch ins Auto und fahrt Rennen – oder Herausforderung. Jedenfalls: Fahrt einfach!

Der Spielfluss wird dabei nicht von einer klischeehaften Story, überladenen Menüs, Tuning-Optionen oder Lootboxen ausgebremst. Das hier ist Arcade in Reinform. Zu Beginn habt ihr lediglich ein Auto – oder sollte ich Schrotthaufen sagen?! – mit dem ihr durch Paradise City brettert. In der Werkstatt beziehungsweise auf dem Schrottplatz schaltet ihr dann später im Verlauf des Spiels weitere Boliden frei. Sobald ihr in der frei befahren Stadt an eine Kreuzung kommt, wird ein Event freigeschaltet. Nun liegt es an euch, ob ihr dies fahren wollt oder nicht. Absolviert ihr ein Event erfolgreich, arbeitet ihre euch Stück für Stück auf der Fahrerliste nach oben. Denn für die richtig herausfordernden Events müsst ihr eine bestimmte Fahrerlizenz besitzen, die ihr nur durch Erfolge bekommt – logisch.

Sehr viel Licht …

Die Art der Rennen fällt dabei ziemlich klassisch aus, hat aber ein paar innovative Ideen: Beim Sprint fahrt ihr von A nach B gegen die Uhr. Allerdings gibt euch das Spiel lediglich den Start- und den Endpunkt an. Welche Strecke ihr zum Ziel nehmt, ist euch überlassen. Das sorgt auch beim Rennen immer wieder für Überraschungen – ein netter Touch. Aber „Burnout“ wäre nicht „Burnout“, wenn hier nicht ordentlich geschrottet werden dürfte. So gibt es dann auch Rennen, in denen es ausschließlich erwünscht ist, eure Konkurrenten zu demolieren. Oder ihr müsst innerhalb eines Zeitlimits möglichst viel Randale machen und die Umgebung in ihre Einzelteile zerlegen. Wie gesagt: Herrlich unkompliziert und gleichermaßen so befriedigend. Neben den vierrädrigen Gefährten gibt es hier noch Motorräder samt passender Events. Und weil sich das Spiel keinen Deut ernst nimmt, dürfen die Miniatur-Ausgaben mancher Autos und Motorräder ebenfalls nicht fehlen – Micro-Machines lässt grüßen.

… und ein klein wenig Schatten

Den einzigen negativen Aspekt, wenn ich das mal so betonen darf, ist die fehlende Möglichkeit einer Schnellreise. Allerdings entdeckt ihr auf der Fahrt durch Paradise City – übrigens gibt es als Bonus noch die angebaute Insel „Big Island“ – immer wieder Abkürzungen, Sprungschanzen oder Schilder, die ihr zerdeppern könnt. Das bügelt diese kleine Schwachstelle des Konzepts wieder aus. Wirklich was zu meckern gibt es nämlich nicht.

Fazit

Wenn ihr einfach nur fahren wollt, keine Lust auf eine Story oder Straßenverkehrsregeln habt, dann krallt euch „Burnout Paradise Remastered“. Hier schlummert so viel Spaß unter der zehn Jahren alten Haube, dass es eine Freude ist. Diese Neuauflage macht mich jedenfalls rundum glücklich. Vielleicht denkt EA ja inzwischen schon mal über eine echte Fortsetzung nach – cool wäre es.

Erhältlich für: PS4, Xbox One
Website: ea.com/de-de/games/burnout/burnout-paradise-remastered