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Call of Duty: Black Ops Cold War

Die neueste Shooter-Action aus der CoD-Reihe

Eiskalt erwischt: Mit diesem actionreichen Ausflug geht die Reihe wieder zurück zu den Wurzeln.

Beim letzten Mal war ich ein ganz klein wenig von „Black Ops“ enttäuscht: Auch wenn es am Ende ein richtig klasse Shooter war, hat mir die Einzelspielerkampagne gefehlt – damit mag ich vielleicht alleine auf weiter Flur stehen, aber als ich mich dann um die Multiplayer-Inhalte gekümmert habe, war ich hellauf begeistert. Umso schöner war es letztes Jahr, dass beim Remake von „Modern Warfare“ der Fokus wieder in Richtung Solo-Kampagne gerutscht ist. Diesmal geht Activision also den Spuren des kalten Kriegs nach – und das mit einer Oscar-reifen Story.

So viel zu tun

Eins vorweg: Mit „Call of Duty: Black Ops Cold War“ liefert euch Activision mal wieder eine ganze Menge Inhalte. Ja, mich erschlägt das teilweise immer. Anders ausgedrückt: Ihr bekommt eine Menge Holz für euer Geld. Das nur mal am Rande. Als Einstieg empfehle ich da immer mit der Story zu starten. Dadurch kommt ihr schön ins Gameplay, falls ihr länger mal nicht mehr geballert habt. Alle alten Hasen können auch direkt zu den Online-Modi springen. Denn spielerisch hat sich – oh Wunder – nichts geändert.

In der Kampagne geht es mitten in die 1980er-Jahre hinein, also in die Hochzeit des Kalten Krieges. Ihr bekommt sämtliche Klischees aus diesen Jahren geliefert: von Agenten, Doppelagenten, Verschwörungstheorien, Atombomben, Russen gegen Amerikaner, Berlin, Vietnam und vieles, vieles mehr. Alles ist spannend in eine rund sechs bis achtstündige Kampagne gepackt – je nachdem wie geschickt ihr an der Knarre seid oder wie hoch der Schwierigkeitsgrad ist. Zusätzlich gibt es sogar Nebenmissionen, die ihr erstmal finden müsst. Richtig gelesen: „Call of Duty: Black Ops Cold War“ hat diesmal sogar kleine Rätsel eingebaut, was mich sehr überrascht hat und zudem frischen Wind ins Genre bringt. Aber keine Sorge: Der Fokus liegt immer noch auf dem Ballern. Ein Wermutstropfen ist vielleicht die Nebenmission selbst, denn sonderlich innovativ ist das leider nicht, was hier geliefert wird. Aber wenigstens ganz nett. Beim nächsten Mal könnte man hier noch mehr Kreativität einfließen lassen.

Michael Bay wäre stolz drauf

Die Kampagne an sich ist eine Actionfahrt par excellence! Es ist Action-Kino vom Feinsten. Persönlich war ich echt begeistert von der Detailtiefe, die hier eingeflossen ist: Ob nun in Vietnam im Helikopter oder in Berlin im Bus – hier stimmen die Details und lassen eine unglaublich dichte Atmosphäre aufkommen. Ein dickes Lob an die Entwickler von Raven Software und Treyarch. Das hätte ich so kaum erwartet. Hut ab! Was euch aber genau in der Story erwartet, verrate ich an dieser Stelle natürlich nicht, dass müsst ihr schon selbst herausfinden.

Kommen wir also zum eigentlichen Herzstück von „Call of Duty: Black Ops Cold War“, der Multiplayer-Part. Hier wird in den nächsten Wochen und Monaten das Herz des Spiels schlagen. Meine Güte, stecken hier wieder Inhalte drin. Alle bekannten Modi aus den letzten Jahren findet ihr hier – vom klassischen Deathmatch über Battle Royale bis hin zu den geliebten Zombies ist das hier wieder vollgepackt mit actionreichen Runden. Soll keiner sagen, dass nichts für ihn dabei ist. Wer also im Entferntesten auf Shooter steht, wird hier definitiv glücklich werden. Mehr will ich gar nicht zu den Online-Modi sagen, da es den Rahmen sprengen wird.

Technik mit leichter Luft nach oben

Kommen wir abschließend noch zum grafischen Gerüst. Hier steckt „Call of Duty: Black Ops Cold War“ in der gleichen Zwickmühle, wie damals schon die „Ghosts“: Das Spiel muss den Spagat der zwei Konsolengenerationen packen. „Cold War“ sieht keineswegs schlecht aus – es zaubert immer wieder fantastische Bilder auf den Monitor. Doch man merkt dem technischen Gerüst den Kompromiss an. Erst beim nächsten Ausflug gehe ich davon aus, dass man grafisch noch eine Schippe draufpackt. Aber bei der schnellen Action fällt das eh nicht sonderlich ins Gewicht.

Fazit

Kommen wir zum Abschluss: „Call of Duty: Black Ops Cold War“ ist ein dicker Shooter-Brocken geworden, wie man es sich wünscht. Es stecken hier so viele Inhalte drin, dass ihr euch die nächsten Monate nichts vornehmen müsst. Angefangen bei der Solo-Kampagne, die wunderbar inszeniert ist, bis hin zu den hitzigen Multiplayer-Gefechten werden Shooter-Fans rundum glücklich werden. Activision legt die Messlatte für das kommende „Call of Duty“ sehr hoch. Mal sehen, wie sie das toppen wollen. Ich bin gespannt.

Erhältlich für: PS5, PS4, Xbox One, Xbox Series X/S, PC

Website: https://www.callofduty.com/de/blackopscoldwar