Bei Castle Formers habt ihr ein recht gemütliches Spielchen vor euch für einen ruhigen Abend. Als Schlossbesitzer ist es eure Aufgabe, das gute Stück vor dunklen Kräften zu verteidigen. Das Team von Ink Eye Games vermischt dabei Tower-Defense-Elemente mit leichtem Rollenspielanteil.
Klassisch in jeder Hinsicht
Fangen wir bei der Optik an: Castle Formers sieht aus, wie ein Jump&Run aus dem letzten Jahrhundert. Es ist pixelig, aus der Seitenansicht gesteuert, aber gleichzeitig ganz charmant. Den kleinen König steuert ihr direkt über den Controller. Das mal als Grundlage. Aber wie sieht der Ablauf aus?
Euren Tag beginnt ihr damit, dass ihr vor dem Schloss startet. Dort könnt ihr auf Erkundungstour gehen. Zu entdecken gibt es … Gold. Ob in einem Busch, im Brunnen, in Vasen oder in Schatztruhen – überall findet sich das wertvolle Edelmetall. Das ist auch eure größte Aufgabe während des Tages – sammelt Gold! Tagsüber habt ihr nämlich nichts zu befürchten, wenn ihr vor der Tür herumlauft. Nachts sieht die Sache anders aus.
Finstere Absichten
Sobald sich der Tag dem Ende zuneigt, wandern dunkle Gestalten von rechts nach links auf eure Festung. Jeden Tag werden sie mehr und hartnäckiger. Um sie abzuwehren, könnt ihr selbst zu Schwert oder Bogen greifen – oder ihr überlasst das euren Vasallen. Genau dafür ist dann das Gold notwendig. Habt ihr freie Kapazitäten, also Leute, die nichts in eurem Schloss zu tun haben, dann könnt ihr diese ausbilden. Zur Auswahl stehen Lanzenträger, Ritter oder Bogenschützen. Diese verteidigen dann automatisch eure Burg – wobei die Bogenschützen größtenteils für die Tonne sind.
Später gesellen sich Katapulte oder Magier dazu, die ebenfalls unterstützen. Euer Schmied stärkt eure Ausrüstung, während der Koch leckere Mahlzeiten zaubert. Von Tag zu Tag kommen mehr Kräfte zu eurer Crew. Dadurch bleibt die Motivation und Neugier auf einem guten Niveau. Dennoch müsst ihr euch das Ganze nicht sonderlich stressig vorstellen. Die ersten sieben Tage sind relativ locker, wenn ihr nicht alle Gegner selbst ausschalten wollt.
Fehlende Aufgaben
Etwas vermisst habe ich weitere taktische Möglichkeiten, um in den Kampf einzugreifen. Zusätzliche Türme oder selbst zu positionierende Einheiten wären da ein guter Anfang. So läuft alles fast automatisch ab, was hin und wieder für Langeweile sorgen kann. Aber das darf gerne jeder selbst entscheiden.
Fazit
Castle Formers ist ein gemütliches Tower- bzw. Castle-Defense-Spielchen für zwischendurch. Es ist jetzt nicht sonderlich spektakulär, dafür aber grundsolide. Mit etwas mehr Interaktion und zusätzlichen Verteidigungsmöglichkeiten wäre aber für einen längeren Spielspaß gesorgt. Das kann sich das Team von Ink Eye Games vielleicht für den kommenden Teil auf die to-do-Liste schreiben.
Erhältlich für: Xbox, PS, Switch
Website: ratalaikagames.com/games.php?id=castleformers