Schon beim ersten Blick auf einen Screenshot war ich bei Century: Age of Ashes Feuer und Flamme. Bei dem Spiel aus dem Hause Advanced Mobile Applications stehen legendäre Drachen im Mittelpunkt des Geschehens. Ihr dürft auf einem der Biester reiten und spannende Lustschlachten erleben. Aber macht das auch wirklich Spaß? Schauen wir mal genauer hin.
Besser als jede Technik
Zunächst einmal: Drachen sind viel cooler als Raumschiffe oder Überschall-Flieger. Jedenfalls ist das meine Meinung. Normalerweise mache ich mir nicht sonderlich viel aus Flug-Simulatoren oder -Action-Spielen. Aber bei Century: Age of Ashes mache ich gerne eine Ausnahme, weil ich auf einem edlen Flugtier reiten darf. Schon mal ein dicker Pluspunkt.
Spielerisch habt ihr es mit einem Third-Person-Arcade-Flugspiel zu tun. Doch anstatt auf eine Story oder Kampagne zu setzen, geht ihr hier immer gegen menschliche Gegner ins Gefecht. In wunderschön gestalteten PvP-Arenen tretet ihr also gegen andere Drachenreiter an. Doch bevor es losgeht, spielt schnell das Tutorial. Hier lernt ihr alle wichtigen Manöver, um eure monströsen Echsen zu kontrollieren. Nach knapp 20 bis 30 Minuten wisst ihr alles, um loszulegen.
Auf den Punkt genau
An dieser Stelle muss ich ein Lob an die äußerst gelungene Steuerung aussprechen. Die Navigation meines Drachen funktioniert tadellos und erlaubt waghalsige Flugmanöver. Im Zusammenspiel mit den sehr liebevoll angelegten Karten rast ihr so durch enge Schluchten, an Burgen vorbei oder nehmt Abkürzungen durch Klippen. Kurz gesagt: Das Fliegen mit diesen Biestern macht schon mächtig Laune.
Grundsätzlich bietet euch Century: Age of Ashes drei unterschiedliche Klassen an Drachen. Da wären die Marauder, die Wind Guards und die Phantoms. Marauder sind die klassischen Damage Dealer. Mit ihnen macht ihr euren Gegnern im wahrsten Sinne des Wortes Feuer unter dem Hintern. Zur Unterstützung kommen die Wind Guards, die Gegner schwächen oder vergiften. Zusätzlich können sie auch Verbündete heilen.
Die agilste und listigste Klasse sind die Phantoms: Sie teilen zwar weniger Schaden aus, können sich aber unsichtbar machen, was in manchen Situationen Gold wert ist. Zu den drei Grundklassen gibt es jede Menge unterschiedliche Drachen, die in dem ein oder anderen Punkt ihre Stärke haben. Durch Gefechte und etwas Glück schaltet ihr die Drachen nach und nach frei. Dabei müsst ihr Eier ausbrüten und die kleinen Wesen zu ihrer dominanten Größe heranziehen – sehr motivierend.
Schöner kämpfen
Und weil Century: Age of Ashes grundsätzlich kostenlos zu spielen ist, dürfen ein paar Mikrotransaktionen nicht fehlen. Doch keine Sorge: Ähnlich wie bei League of Legends gebt ihr hier nur Geld für kosmetische Änderungen aus. Es gibt zusätzlich aber auch Erfahrungsbooster, die euch etwas Zeit einsparen. Aber das war es dann auch schon.
Kommen wir zu den Spielmodi: Hier hat Century: Age of Ashes noch wenig zu bieten. Aber das, was da ist, kann durchaus überzeugen. Als die „üblichen Verdächtigen“ gelten die beiden Deathmatch-Varianten, in denen ihr 3-gegen-3 oder 6-gegen-6 antretet. Dabei dürft ihr auch auf Ranglisten nach oben klettern, wenn ihr wollt. Als drittes gibt es noch eine Capture-the-Flag-Variante. Dabei schnappt ihr euch die Flagge des Gegners und müsst damit durch möglichst viele Tore fliegen. Spaßige Sache. Aber kommen wir zu meinem Favoriten: Die Gold-Jagd.
Geldregen im Anmarsch
Bei diesem Spielmodi kommt es auf Taktik und Können und an. Die beiden Teams, die gegeneinander antreten, müssen hier Gold sammeln und in ihren Turm bringen. Das Gold wird von NPC-Drachen getragen, die durch die Arena schwirren. Diese gilt es abzuschießen und das Gold einzusacken. Aber Vorsicht: Gegner können sich euer Gold auch unter den Nagel reißen, wenn sie euch vor der Abgabe erwischen.
Und es wird noch besser: Auf dem Schlachtfeld könnt ihr Bomben finden. Mit diesen fliegt ihr in die Basis der Gegner und lasst sie explodieren. Dann nämlich fliegt ihr gesamter Schatz durch die Gegend und ihr könnt das sauer verdiente Gold einsammeln und zu euch bringen. All das funktioniert aber nur, wenn ihr euch etwas taktisch absprecht.
Grafisch macht Century: Age of Ashes ebenfalls eine sehr gute Figur. Insbesondere die Drachen sind dem Studio äußerst gut gelungen. Es macht Spaß den geflügelten Bestien beim Luftkampf zuzusehen. Gepaart mir den feurigen Effekten hinterlässt Century: Age of Ashes einen sehr guten Eindruck.
Fazit
Century: Age of Ashes ist genauso gut, wie ich es mir erhofft hatte. Einzig der etwas magere Spielumfang trübt das sonst glänzende Gesamtbild. Die Steuerung sitzt perfekt, die bisherigen Spielmodi sind erfrischend spaßig und die Drachen sehen fantastisch aus. Wenn es Advanced Mobile Applications jetzt noch schafft mehr Inhalte zu liefern, wartet hier ein heißer Dauerbrenner im PvP-Universum. Wer was für Drachen übrig hat, sollte unbedingt mal reinschauen – es kostet ja nichts.
Erhältlich für: Xbox, Playstation, PC
Website: century-age-of-ashes.com