Bevor ich hier lange um den heißen Brei rede, spreche ich das Offensichtliche an: Cosmos Bit ist ein Metroid-Clone durch und durch. Allerdings ist das 8-Bit-Abenteuer von Seep längst nicht so ausgetüftelt, wie das große Vorbild. Aber dazu kommen wir gleich. Schauen wir genauer auf das bunte Abenteuer.
Samus, bist du es?
Im Mittelpunkt der Sci-Fi-Story steht ihr als gestrandeter Pilot eines Raumschiffs auf einem fremden Planeten. Um euer Raumschiff wieder in Gang zu bringen, müsst ihr die dortige Bedrohung eliminieren. Dazu hopst und schießt ihr euch von Bildschirm zu Bildschirm. In typischer 8-Bit-Sidescroll-Manier geht es dabei voran – fast wie im Jahre 1986 als Metroid auf dem NES erschien.
Grafisch unterscheidet sich Cosmos Bit kaum von seinem Vorbild. Was aber direkt auffällt: Die Feinde hier vertragen jede Menge Kugeln. Besonders in den ersten Minuten kann das ganz schön knackig sein, wenn ihr mehrere Gegner gleichzeitig bekämpfen sollt. Aber wie das in einem Metroidvania-Spiel so ist, findet ihr bald bessere Munition und zusätzliche Ausrüstung.
Murmelspiele
Während eurer Reise durch das sehr lineare Abenteuer ballert ihr auch immer mal wieder Steinblöcke aus dem Weg. Diese hinterlassen bunte Kugeln in drei verschiedenen Farben. Was das soll? Ganz einfach: Mit diesen Kugeln könnt ihr euch neue Upgrades kaufen, aber auch investieren, um das Spiel zu speichern. Richtig gelesen: Es kostet zwei Kugeln, um bei Cosmos Bit einen Speicherstand anzulegen. Aber das ist verkraftbar und solltet ihr unbedingt nutzen. Denn die Speicherstände können schon mal eine ganze Strecke voneinander entfernt sein. Sterbt ihr unterwegs, dann heißt es wieder zurück zum letzten Speicherpunkt.
Dabei ist Cosmos Bit aber eigentlich ganz unterhaltsam, wenn man sich mit den Spielmechaniken angefreundet hat. Ja, ihr dürft zu Beginn auch gerne grinden, indem ihr den ersten Bildschirm immer wieder und wieder absolviert. Denn hier sind besonders viele Steine, die wertvolle Kugeln enthalten. So verschafft ihr euch anfangs einen guten Vorteil, wenn ihr anstatt drei Lebenspunkten eben auf vier, fünf oder sogar sechs Punkte aufrüstet. So wird das Spielchen am Ende etwas lockerer.
Like a Boss
Apropos locker: Die Bosse sind im Vergleich zum Rest wirklich nicht sonderlich schwierig. Keinen der ersten drei Bosse musste ich zweimal spielen, um ihn zu meistern. Die Bewegungsmuster sind derart einfach, dass es ein Kinderspiel ist sie zu besiegen. Da ist der Rest des Spielchens teilweise kniffliger. Sei’s drum.
Fazit
Kommen wir zur Gesamtwertung: Cosmos Bit ist ein forderndes Metroidvania, mit eigenem Charme. Nur an Inhalten mangelt es dem Spielchen hier und da. Die Spielmechaniken greifen nie so tief wie bei Metroid, aber motivieren zum Weiterspielen. Bereits nach rund drei Stunden solltet ihr das Ende erreicht haben – manche vielleicht sogar schneller. Jedenfalls machen diese drei Stunden immerhin Spaß. Wer also mal wieder in nostalgischen Gefühlen schwelgen will, der sollte hier zugreifen.
Erhältlich für: Xbox, PS, Switch
Website: ratalaikagames.com/games.php?id=cosmosbit