Ratalaika präsentiert mit Cyber Citizen Shockman den ersten Ableger der Shubibinam Reihe im Westen. Nie davon gehört? Wundert mich kaum. Denn dieser Erstling wird euch die Reihe nicht unbedingt schmackhafter machen.
Kleiner Rückblick
Bei Cyber Citizen Shockman handelt es sich um eine Adaption des Originals aus dem Jahre 1989. Das erklärt auch die Grafik, die man damals in 8-Bit auf dem NES zu sehen bekam. Auch wenn einige der Gegner schön animiert und pixelig dargestellt sind, muss man das mögen.
Grundsätzlich handelt das Spiel vom namensgebenden Cyber Citizen Shockman, der oder die die Welt vom Bösen befreien. Denn ihr dürft auswählen, ob ihr einen Mann oder eine Frau spielt. Einen Unterschied macht das spielerisch allerdings nicht. Jedenfalls landet ihr danach auf einer Weltkarte, auf der ihr den nächsten Level aussuchen könnt. Also leichte Freiheiten im Gameplay, was ich zu schätzen weiß. Wo ihr startet, ist Geschmacksache.
Habt ihr Lust auf Einheitsbrei?
Was jedoch weniger Geschmackssache ist, sind die Level an sich: Hier folgt nach einer wirklich kurzen Jump&Run-Passage immer ein Boss. Das allein ist nicht sonderlich schlimm. Was dies zur Herausforderung macht, ist die Steuerung eures Helden oder Heldin.
Euer Charakter läuft nicht direkt in vollem Speed los, sondern baut erst ein Momentum auf. Aber erwartet jetzt keinen Flitzer. Auch im vollen Lauf ist er nicht schneller als ein Mario beim Gehen. Hinzu kommt, dass die Figur nicht punktgenau landet, sondern noch ein wenig rutscht. Das macht es fast unmöglich, schnell oder präzise zu navigieren. Gerade bei den 2D-Sprung-Abschnitten und den Bossen verdirbt das schon die Laune. Da bringt es auch wenig, dass wir nun eine Rückspul- und sogar Vorspul-Funktion haben.
Zwischen den Missionen dürft ihr dann Waffen-Upgrades kaufen oder euch heilen. Auch das ist grundsätzlich eine nette Idee. Sogar die Option zu zweit zu spielen, ist nett, kann aber den Rest nicht aus dem Morast reißen.
Fazit
Um Cyber Citizen Shockman zu mögen, muss man echt ein Fan nostalgischer Spiele sein. Selbst dann sollte man zwei Augen bei der Steuerung zudrücken, die eine Katastrophe ist. Grafisch sieht das Spielchen zumindest noch sehr charmant aus. Damit ist der erste Auftritt des Cyber Citizen Shockman in der westlichen Welt wohl nicht gerade von Erfolg gekrönt. Mal abwarten, was da noch kommt.
Erhältlich für: Switch, PS5, Xbox
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