Ihr kennt das sicherlich: Wenn man an frühere Spiele zurückdenkt, verbindet man mit vielen davon schöne Zeiten. Wenn man mit der heutigen Brille darauf schaut, fragt man sich, wieso man damit überhaupt Spaß haben konnte. Bei „Cyber Citizen Shockman 3: The princess from another world“ ist nicht nur der Name abenteuerlich, sondern in gewisser Weise auch das Gameplay. Lust auf eine kleine Zeitreise?
Nicht ganz neu
Zunächst einmal muss man wissen, dass CCS 3 ursprünglich im Jahr 1992 erschienen ist – damals allerdings nicht im westlichen Raum. Nun hat Ratalaika das Spiel von damals wieder herausgekramt und für die aktuelle Konsolen-Generation portiert. Dabei wurde das Spiel nicht groß verändert, sondern lediglich mit ein paar Zusatz-Features versehen. Im Grunde habt ihr hier also ein Original aus dem letzten Jahrhundert in spielbarer Form.
Bevor ich auf das Gameplay eingehe, kurz ein paar Worte zur Rahmenhandlung. Als 2D-Sidescroller mit Jump&Run- und Shooter-Elementen bräuchte es eigentlich keine Story. CCS 3 präsentiert euch dennoch eine. Keine Sorge, wenn ihr noch nie einen Teil zuvor gespielt habt. Ihr kommt locker mit.
Was für eine Geschichte
Jedenfalls haben Arnold und Sonya in der Lotterie gewonnen und gönnen sich nun endlich einen Strand-Urlaub. Doch schon bald wird die Idylle gestört als ein Raumschiff samt Aliens angreift. Die beiden Hauptakteure müssen ihre Badesachen gegen ihre Cyber-Rüstungen tauschen. Die Action beginnt.
Ihr wählt aus, ob ihr Sonya oder Arnold spielen wollt. Inhaltlich und spielerisch macht das keinen Unterschied. Ich hab mich für den Jungen entschieden und lege los. Nur mit Schwert bewaffnet geht es auf den Dächern einiger Hochhäuser von links nach rechts. Ich muss lediglich hüpfen und die Feinde mit dem Schwert niederstrecken. Die meisten Gegner sind nach einem Schlag ausgeknockt. Nur eine Sache nervt etwas: Die Reichweite mit dem Schwert beträgt gefühlt fünf Pixel. Ihr steht immer verdammt nah an euren Widersachern dran, um sie zu treffen.
War das früher anstrengend
So geht es von Stage zu Stage. Zwischendurch erwartet euch ein dicker Boss, denn ihr verdreschen sollt. Aufgelockert wird das Ganze durch kurze Einlagen in modernen Roboter-Anzügen oder Mechs. Das war es dann auch. Sehr abwechslungsreich ist CCS 3 damit nicht. Aber so waren die Spiele früher meist. Was mich verwundert hat: Solche Jump&Runs werden ziemlich schnell monoton. Zudem können sie auch bockschwer sein. Früher brauchte man ein dickes Fell und etwas Frust-Toleranz.
Genau aus diesem Grund hat Ratalaika dem Spiel ein paar nette Features spendiert: Ihr könnt nun überall speichern. Das hilft enorm. Insbesondere, wenn ihr mal während eines langen Levels durchschnaufen wollt. Außerdem spult ihr das Geschehen mit der Schultertaste zurück. So meistert ihr selbst die härtesten Endgegner nach einer Weile. Ohne diese Features hätte ich CCS 3 wohl nicht so lange gespielt. Danke dafür.
Kommen wir noch kurz zur Grafik. Hier befindet sich CCS 3 auf einem sehr guten SNES-Niveau. Zur Zeit des Originals war das Spiel damit auf einem sehr guten Stand. Heutzutage muss man schon die Retro-Brille aufziehen, um das zu genießen. Persönlich empfinde ich das aber sehr nett. Und damit kommen wir zum Fazit.
Fazit
Cyber Citizen Shockman 3: The princess from another world ist eines dieser Spiele, das man nicht unbedingt gespielt haben muss, aber dennoch unterhält – sofern man auf die Spiele aus dieser Ära steht. Im Grunde ist CCS 3 nichts Besonderes, sondern ein typisches Beispiel aus dieser Zeit. Aber dennoch ist es nett, wenn man heutzutage mal wieder solche Spiele wie damals genießen kann – zumal die Komfort-Funktionen den entscheidenden Unterschied machen.
Erhältlich für: Switch, PS, Xbox