Unterhaltung Games

Cyborg Water-Blaster von Kosmos

So habt ihr eure Wasserschlachten fest im Griff.

Technik und Spaß in einem Paket: Als ich den Cyborg Water-Blaster von Kosmos das erste Mal in den Händen hielt, war ich sofort fasziniert. Dieses Experimentier- und Bauset ist nicht einfach nur eine Wasserpistole – es ist ein kleines technisches Wunderwerk, das Kinder (und Erwachsene!) dazu einlädt, spielerisch Grundlagen der Mechanik und Hydraulik zu entdecken.

Mit über 150 Bauteilen und einer Reichweite von bis zu 10 Metern verspricht der Blaster nicht nur jede Menge Action, sondern auch ein lehrreiches Bauerlebnis. Doch wie schlägt sich das Gerät in der Praxis? Ich habe den Blaster zusammengebaut und ihn auf Herz und Nieren getestet.

Geduld, Werkzeuge und ein bisschen Köpfchen

Der Aufbau des Cyborg Water-Blasters ist der erste große Schritt, bevor man überhaupt an Wasserschlachten denken kann. Die Bauanleitung führt euch Schritt für Schritt durch den Prozess – und hier kommt direkt eine Besonderheit ins Spiel: Der Blaster lässt sich sowohl für Rechts- als auch für Linkshänder bauen.

Da ich Linkshänder bin, habe ich mich für die linke Variante entschieden. Allerdings musste ich dafür alle Arbeitsschritte für die rechte Hand in der Anleitung durchstreichen, um den Überblick zu behalten. Das ist zwar etwas umständlich, aber es zeigt, wie flexibel das Set ist. Zudem sagt euch die Anleitung ganz genau, auf welchen Seiten ihr den Stift zücken müsst. Das geht also sehr schnell.

Bestens vorbereitet

Ein guter Tipp für Einsteiger: Legt euch unbedingt einen Seitenschneider und eine kleine Feile zu. Eine Schere und einen kleinen Schraubenzieher habt ihr sicher schon zuhause. Ohne diese Werkzeuge werdet ihr nicht weit kommen – vor allem beim Lösen der Bauteile aus den Plastikrahmen oder beim präzisen Zusammenschrauben der Komponenten. Ich habe das am Anfang unterschätzt und musste bei meinem vorherigen Projekt von Kosmos mitten im Aufbau improvisieren. Für den Cyborg Water-Blaster war ich aber bestens vorbereitet.

Was mir und meinen Kindern besonders gefallen hat, waren die interessanten Zwischenabschnitte in der Bauanleitung. Hier wird nicht einfach nur erklärt, wie man das nächste Teil zusammensetzt – es gibt auch kleine Exkurse in die Technik und Physik hinter dem Gerät. Warum funktioniert ein Luftdrucksystem? Wie beeinflusst der Druck die Reichweite des Wasserstrahls? Diese Erklärungen machen den Aufbau nicht nur lehrreich, sondern auch unterhaltsam – und nicht nur für Kinder.

Unterhaltsam auf vielen Ebenen

Für meine Jungs gab es jedoch noch ein weiteres Highlight: nämlich der Comic, der in die Bauanleitung integriert ist. Dieser richtet sich vor allem an jüngere Baumeister und lockert die trockenen technischen Details auf. Die kleinen Zeichnungen sind charmant gestaltet und sorgen dafür, dass Kinder motiviert bleiben – selbst wenn der Aufbau mal länger dauert. Zudem ist hier der Blaster, den wir zusammen bauen, in eine spannende Handlung integriert. Das regt die Fantasie an.

Nach etwa fünf Stunden (ich saß drei Abende dran) war mein Blaster fertig – und ich muss sagen, ich war beeindruckt. Das Gerät sieht nicht nur cool aus, sondern fühlt sich auch hochwertig an.

Präzision trifft auf Wasserspaß

Nachdem der Blaster fertig war, ging es endlich ans Eingemachte: Wie schlägt sich das Gerät im Einsatz? Dank des Luftdrucksystems kann der Cyborg Water-Blaster Wasserstrahlen mit einer beeindruckenden Reichweite von bis zu 10 Metern abfeuern. Um den nötigen Druck aufzubauen, zieht ihr mit dem Finger an einem Hebel, um manuell die integrierte Pumpe zu bedienen – was zwar etwas Kraft erfordert, aber gut funktioniert. Mit jedem Zug schießt ihr einen Wasserstrahl heraus, der echt sehr weit fliegt.

Allerdings muss man etwas vorsichtig sein: Der Blaster ist zwar robust verarbeitet, aber kein Spielzeug für allzu wilde Schlachten. Wenn man zu ungestüm damit umgeht oder ihn fallen lässt, könnten empfindliche Teile beschädigt werden – insbesondere die Düse oder die Pumpe. Daher passt etwas auf euren Hightech-Blaster auf.

Zugreifen erlaubt

Übrigens ist der Cyborg Water-Blaster nicht nur eine Wasserpistole. Er kann auch zugreifen mit seinen zwei seitlich angebrachten Zangen. Mit eurem Mittel- und Ringfinger drückt ihr den Hebel und aktiviert damit die Greif-Funktion. Eine sehr nette Spielerei, die ebenfalls zum Experimentieren anregt.

Ihr könnt die Funktion mit einer Sperre auch blockieren, um nicht aus Versehen zuzugreifen. Und das ist noch nicht alles: Mit zwei schnellen Handgriffen könnt ihr die Zangen nach außen drehen, um dem Blaster den Look eines futuristischen Bogens zu verpassen. Das hat zwar keinen Einfluss auf den Wasserstrahl, sieht aber verrammt cool aus.

Hochwertig mit kleinen Einschränkungen

Die Verarbeitung des Cyborg Water-Blasters hat mich positiv überrascht. Die Bauteile bestehen aus stabilem Kunststoff und wirken langlebig genug für den normalen Gebrauch. Besonders beeindruckend fand ich die Ergonomie des Blasters: Er liegt gut in der Hand (egal ob rechts oder links) und fühlt sich trotz seiner Größe von etwa 55 cm angenehm leicht an.

Ein kleiner Kritikpunkt bleibt jedoch die Pumpe: Für jüngere Kinder könnte sie etwas schwer zu bedienen sein, da sie eine gewisse Kraft erfordert. Hier wäre vielleicht eine leichtgängigere Lösung wünschenswert gewesen. Aber das ist nur ein kleines Detail und Meckern auf sehr hohem Niveau.

Spielerisch Technik verstehen

Was den Cyborg Water-Blaster wirklich besonders macht, ist sein pädagogischer Ansatz. Schon während des Aufbaus lernt man spielerisch wichtige technische Konzepte wie Luftdruck und Hydraulik kennen. Die kleinen technischen Exkurse in der Bauanleitung haben mir besonders gut gefallen – sie erklären auf einfache Weise komplexe physikalische Prinzipien.

Für Kinder ab 8 Jahren (auf der Packung selbst steht 10 - 14 Jahre) ist das Set eine großartige Möglichkeit, Interesse an Wissenschaft und Technik zu wecken. Es verbindet Lernen mit Spaß auf eine Weise, die viele andere Spielzeuge nicht bieten können. Beim Aufbau sollte jedoch ein Elternteil immer mal wieder ein Auge drauf haben. Denn allzu junge Bastler könnten hier vor einer Herausforderung stehen.

Fazit: Ein technisches Highlight mit viel Spaßpotenzial

Der Cyborg Water-Blaster von Kosmos hat mich wirklich begeistert. Er bietet nicht nur jede Menge Wasserspaß, sondern auch ein lehrreiches Bauerlebnis, das Geduld und technisches Verständnis fördert. Besonders gefallen haben mir die Flexibilität beim Aufbau (rechts- oder linkshändig), die hochwertigen Materialien und die interessanten Erklärungen zur Technik hinter dem Gerät.

Allerdings eignet sich der Blaster eher für vorsichtige Wasserschlachten – allzu wild sollte man damit nicht umgehen. Auch könnte die Pumpe für jüngere Kinder etwas leichter bedienbar sein. Dennoch ist die Greif-Funktion und die schnelle Transformation eine coole Idee, die dem Blaster noch mehr Spielspaß verpasst. Für junge Tüftler ab 8 Jahren (und technikbegeisterte Erwachsene) ist der Cyborg Water-Blaster eine klare Empfehlung – sowohl als Experimentierkasten als auch als außergewöhnliches Spielzeug.

Webseite: kosmos.de/de/cyborg-water-blaster-17785