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Deathbound

Ein Soulslike mit frischen Ideen und alten Schwächen.

Deathbound, das neueste Spiel im beliebten Soulslike-Genre, wurde im August 2024 von Trialforge Studio veröffentlicht. Mit einem innovativen Party-System, das es Spielern ermöglicht, zwischen vier Charakteren zu wechseln, versucht Deathbound, sich von anderen Titeln im Genre abzuheben. Doch gelingt es dem Spiel, die hohen Erwartungen zu erfüllen?

Spannend: Einzigartiges Party-System

Eine der größten Neuerungen in Deathbound ist das sogenannte Party-System. Obwohl ihr alleine unterwegs seid, könnt ihr die Fähigkeiten von vier verschiedenen Kriegern nutzen. Diese Krieger haben jeweils eigene Kampfstile und Gesundheitsleisten, was dem Spiel eine strategische Tiefe verleiht. Auf dem Papier klingt das aber irgendwie kompliziert – ist es aber im Grunde nicht.

Ihr könnt nämlich nahtlos auf Knopfdruck zwischen den Charakteren wechseln, um unterschiedliche Angriffe und Fähigkeiten zu nutzen. Von Schwertern und Speeren bis hin zu Magie und sogar Capoeira – die Vielfalt der Kampfstile ist beeindruckend.

Guter Genre-Standard

Das Gameplay von Deathbound bleibt den typischen Soulslike-Elementen treu: herausfordernde Kämpfe, präzise Steuerung und eine düstere Welt voller Gefahren. Die Möglichkeit, sich mit gefallenen Kriegern zu verbinden und ihre Kräfte zu nutzen, bringt eine interessante Dynamik ins Spiel. Diese Mechanik ermöglicht es euch, eure Strategie je nach Gegner anzupassen und bietet eine zusätzliche Ebene der Komplexität.

Allerdings gibt es auch Kritikpunkte: Die Kämpfe wirken teils schwerfällig und unpräzise, was den Spielfluss beeinträchtigen kann. Als Souls-Einsteiger hatte ich so meine Probleme damit. Und damit bin ich nicht allein: Einige Spieler berichten, dass das Spiel sich in dieser Hinsicht unfertig anfühlt, ähnlich wie ein Early-Access-Titel.

Das etwas andere Soulslike

Im Vergleich zu anderen Spielen im Genre wie Elden Ring oder Dark Souls hat Deathbound einige frische Ideen zu bieten, leidet jedoch unter einer unausgereiften Umsetzung. Während die innovativen Mechaniken das Potenzial haben, das Genre zu bereichern, fehlen dem Spiel die Feinheiten und der polierte Schliff seiner Konkurrenten.

Die Welt von Deathbound ist zwar atmosphärisch gestaltet, doch technische Probleme wie das Verschwinden von Objekten und gelegentliche Grafikfehler trüben das Erlebnis. Diese Probleme machen es manchmal schwierig, sich auf die Kämpfe zu konzentrieren. Vielleicht hätte das Studio noch mehr Zeit gebraucht.

Denn optisch bietet Deathbound eine interessante Welt mit detaillierten Umgebungen und einem düsteren Setting. Der Soundtrack unterstützt die Atmosphäre des Spiels gut. Allerdings könnten die Animationen flüssiger sein, um das Spielerlebnis abzurunden. Auch hier hätte mehr Zeit geholfen.

Die Kombi macht den Unterschied

Trotz seiner Schwächen hat Deathbound auch einige Stärken. Die Vielfalt der Kampfstile und die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Charakteren zu wechseln, bieten eine erfrischende Abwechslung im Genre. Für Fans von Soulslikes bietet das Spiel eine neue Herausforderung mit einem einzigartigen Twist.

Fazit

Deathbound ist ein ambitionierter Versuch, das Soulslike-Genre mit neuen Ideen zu bereichern. Während das Party-System und die Vielfalt der Kampfstile interessante Ansätze bieten, leidet das Spiel unter technischen Mängeln und einer unausgereiften Umsetzung. Für eingefleischte Fans des Genres könnte Deathbound dennoch einen Blick wert sein – vor allem für diejenigen, die bereit sind, über einige Unzulänglichkeiten hinwegzusehen. Es bleibt abzuwarten, ob zukünftige Updates einige der aktuellen Schwächen beheben können. Bis dahin bleibt Deathbound ein Spiel mit großem Potenzial, das jedoch noch nicht voll ausgeschöpft wird.

Erhältlich für: PS, Xbox, PC
Webseite: tatemultimedia.com/games/deathbound