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Der Grinch 2: Rette Weihnachten!

Ein grüner Weihnachtsmuffel entdeckt das 3D-Jump'n'Run.

Der Grinch ist zurück – und diesmal reicht es ihm offenbar nicht, Weihnachten zu stehlen oder sich darüber zu beschweren. In Der Grinch 2: Rette Weihnachten! möchte der grüne Weihnachtsmuffel beweisen, dass tatsächlich ein dreimal so großes Herz in seiner Brust schlägt. Dafür muss er den spektakulärsten Weihnachtsbaum von ganz Huh-Hausen schmücken.

Das Ergebnis ist ein farbenfrohes 3D-Jump’n’Run für Kinder und Familien, das auf Sammeln, Erkundung und lokalen Koop setzt.

Weihnachten mit Hindernissen

Die Geschichte ist schnell erzählt: Der Grinch möchte sich mit den Bewohnern von Huh-Hausen versöhnen und sammelt deshalb Schmuckstücke für einen riesigen Weihnachtsbaum. Dafür reist er durch 23 Level in vier Welten: Huh-Hausen, den Berg St. Fladen, den Wer-haust-hier-Wald und die Grinch-Höhle.

Die Schauplätze unterscheiden sich angenehm voneinander. In der Grinch-Höhle weicht ihr herabfallenden Stalaktiten aus, auf dem Berg rutscht ihr über Eis und im Wald hüpft ihr über Pilze. Huh-Hausen liefert schließlich die erwartete Weihnachtsstimmung mit schwebenden Plattformen und gemütlichen Häusern.

Optisch orientiert sich das Spiel am modernen Comic-Look. Die Figuren sind bunt, die Umgebungen freundlich gestaltet und der Grinch selbst bleibt angenehm grummelig. Für ein Spiel, das sich ausdrücklich an jüngere Spieler richtet, passt diese Präsentation sehr gut.

Grinchige Gadgets

Der Grinch kann springen, schlagen und sich mit seinem Zuckerstab durch die Level bewegen. Später kommen verschiedene Gadgets hinzu, die nicht nur nette Extras sind, sondern auch neue Wege öffnen.

Mit den Raketenskates flitzt ihr schneller durch die Umgebung, das Jetpack bringt euch zu höher gelegenen Plattformen und der Schneeballformator friert Gegner ein oder macht bestimmte Hindernisse passierbar.

Die Mechaniken bleiben leicht verständlich. Ihr müsst keine komplizierten Kombinationen lernen und werdet selten vor unlösbare Aufgaben gestellt. Das passt zur Zielgruppe, nimmt erfahrenen Jump’n’Run-Spielern aber auch einiges an Spannung.

Sammeln und Erkunden

In jedem Level findet ihr Weihnachtsdekorationen, die später den Baum des Grinch und den Dorfplatz schmücken. Wer nur dem Wegweiser folgt, erreicht zwar schnell das Ziel, verpasst aber viele Geheimnisse.

Hinter Ecken, in Nebenwegen und an schwerer zugänglichen Stellen warten zusätzliche Ornamente. Dadurch lohnt es sich, die Umgebung genauer anzusehen und nicht einfach dem direkten Weg zu folgen.

Die Sammelaufgaben sind nicht sonderlich anspruchsvoll, funktionieren für jüngere Spieler aber gut. Es macht Freude, wenn der Weihnachtsbaum nach und nach voller und festlicher aussieht. Ausgerechnet der Grinch sorgt damit also für immer mehr Weihnachtsglitzer – eine Entwicklung, die ihm vermutlich selbst etwas unangenehm ist.

Gemeinsam mit Max

Der größte Pluspunkt ist für mich der lokale Koop-Modus. Während ein Spieler den Grinch übernimmt, schlüpft der zweite in die Rolle seines treuen Hundes Max.

Gemeinsam könnt ihr Gegner austricksen, Umgebungsrätsel lösen und versteckte Wege erreichen. Die unterschiedlichen Fähigkeiten der beiden Figuren sorgen dafür, dass der Koop nicht bloß aus zwei identischen Figuren besteht, die zufällig nebeneinander durch die Level laufen.

Gerade für Eltern und Kinder oder Geschwister ist das eine schöne Möglichkeit, gemeinsam zu spielen. Der Schwierigkeitsgrad bleibt niedrig genug, damit niemand dauerhaft frustriert wird. Wer allerdings ein anspruchsvolles Koop-Jump’n’Run erwartet, wird vermutlich etwas unterfordert sein.

Für wen lohnt sich das?

Der Grinch 2 richtet sich eindeutig an Kinder und Familien. Die Steuerung ist schnell verstanden, die Herausforderungen sind zugänglich und die farbenfrohen Welten laden zum Erkunden ein.

Erfahrene Spieler dürften sich mehr Präzision, komplexere Rätsel und einen höheren Schwierigkeitsgrad wünschen. Auch die Kämpfe bleiben eher einfach. Es geht weniger darum, Gegner taktisch zu besiegen, sondern darum, den Weg freizumachen und weiter nach Weihnachtsdekorationen zu suchen.

Als zusätzlicher Bonus ist die ursprüngliche Grinch-Geschichte als animiertes Buch enthalten. Das ist eine nette Ergänzung für jüngere Fans, die den Klassiker noch nicht kennen.

Fazit

Der Grinch 2: Rette Weihnachten! ist ein sympathisches und zugängliches 3D-Jump’n’Run, das seine Zielgruppe genau kennt. Die vier Welten sehen hübsch aus, die Gadgets bringen etwas Abwechslung und die Suche nach Ornamenten motiviert dazu, die Level nicht nur im Eiltempo zu durchqueren.

Seine größte Stärke ist der lokale Koop mit Max. Gemeinsam durch die verschneiten Welten zu laufen, versteckte Dekorationen zu suchen und den Weihnachtsbaum immer weiter zu schmücken, kann gerade mit Kindern richtig viel Spaß machen.

Für erfahrene Jump’n’Run-Fans ist das Abenteuer wahrscheinlich zu leicht und spielerisch nicht tief genug. Familien bekommen dagegen ein unkompliziertes Weihnachtsabenteuer, das niemanden mit überfordernden Mechaniken vergrault.

Der Grinch muss Weihnachten retten – und am Ende macht er dabei tatsächlich einen ganz ordentlichen Job. Auch wenn er vermutlich behaupten wird, dass der riesige Weihnachtsbaum nur deshalb so schön geworden ist, weil er alles allein erledigt hat.

Erhältlich für: Xbox, PS, PC, Switch 
Webseite: de.bandainamcoent.eu/the-grinch/der-grinch-2-rette-weihnachten