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Der Herr der Ringe: Das Auenland von LEGO

Von Bilbo Beutlin: Die Geschichte vom Auenland-Set

Ah, willkommen, willkommen! Mein Name ist Bilbo Beutlin, ein Hobbit aus dem gemütlichen Auenland. Vielleicht kennt ihr mich aus meinen Abenteuern mit Zwergen, Drachen und einer gewissen gefährlichen Ringgeschichte. Aber heute geht es nicht um Reisen in weit entfernte Länder, sondern um etwas, das sich direkt vor meiner eigenen Haustür abspielt – oder besser gesagt, um meine Haustür aus LEGO!

Ja, tatsächlich. Offenbar hat diese Firma namens LEGO meine geliebte Hobbithöhle und einen Teil meines geliebten Auenlandes in einer Miniaturversion nachgebaut. Wie spannend! Also habe ich mir das Set geschnappt, mich an meinen Schreibtisch gesetzt und selbst ein paar Steine gestapelt. Nun, lasst mich euch erzählen, was ich davon halte.

Ein Zuhause in Miniatur: Die detailgetreue Außenansicht

Zuerst einmal muss ich zugeben: Ich war skeptisch. Wie sollte jemand, der noch nie einen Hobbit-Fuß ins Auenland gesetzt hat, meine heimelige Hobbithöhle so akkurat nachbauen? Aber, oh Überraschung! Die Detailtreue meines heimeligen Hügels hat mich fast umgehauen. Die grüne Rundtür, die Blumen rund um mein Haus, der kleine Garten – alles da! Sogar das winzige Zelt und die Banderole mit meinem Namen, die ihr Menschen wohl aus dem Film kennt, haben es ins Set geschafft. Ich musste schmunzeln, als ich all diese kleinen Details entdeckte.

Insgesamt wurden hier 2017 Teile verbaut. Aus meiner Sicht hätten es ruhig noch ein paar mehr sein können - immerhin lieben wir Hobbits Dekorationen. Naja. Aber die Farben des Sets sind ein wahres Fest für die Augen: kräftige Grüntöne, warme Erdfarben und liebevoll gestaltete Dekorationen. Es bringt das Gefühl des Auenlandes sofort ins Wohnzimmer – ach, wäre ich doch genauso farbenfroh wie dieser Nachbau! Davon kann ich mir ein Scheibchen abschneiden. Von außen betrachtet, ist mein LEGO-Domizil also schon mal ein Schmuckstück. Schauen wir doch mal ins Innere.

Ein Blick hinein: Wo ist mein Eingangsflur?

Da die Menschen nicht wirklich eine Höhle bauen können, haben sie mein Heim hinten aufgeschnitten – so sieht man auch ein paar meiner Schätze oder markante Orte aus den Filmen. Überall finden sich kleine Möbelstücke und niedliche Details. So könnt ihr an einem Hebel drehen und ruft mir ständig ins Gedächtnis, dass ich diesen Brief in meinem Kamin verbrannt habe. Aber ein sehr schönes Details.

Etwas schade finde ich, dass es keinen ausgedehnten Flur hinter der Eingangstür gibt. Mein Kronleuchter wäre doch eine imposante Sache gewesen, oder? Aber dafür gibt es andere ansprechende Räume, wie das Zimmer, in dem ich euch meine Abenteuer geschrieben habe. In der großen Schatzkiste findet ihr Dinge aus jenen Abenteuern, wie beispielsweise das Hemd aus Mithril. Ach, das war schon eine aufregende Zeit.

Bei den Details komme ich etwas ins Schwärmen. Dem Ganzen fehlt es nur etwas an Tiefe. Ich hab so viele andere Schätze und tolle Räume, die ich euch gerne gezeigt hätte. Aber es gibt einige Tassen und Kannen, damit ich mit meinen Freunden einen Tee trinken kann. Das finde ich sehr gelungen! Schlendern wir wieder zu meinem Fest.

Das Fest: Feuerwerk, Hobbits und ein merkwürdiger Baum

Neben meiner Hobbithöhle wird ein Teil der berühmten Geburtstagsfeier nachgestellt, die sie so dramatisch im Film gezeigt haben. Ihr erinnert euch – die Feier, bei der ich vor aller Augen verschwand? Das geht hier nun auch - allerdings mit einem kleinen Trick. Per Drehscheibe könnt ihr mich hinter die Fässer verschwinden lassen. Ach, was für ein kleiner Spaß.

Es gibt aber noch andere lustige Szenen zu entdecken. Nun, LEGO hat das Feuerwerk mit dem Drachen wunderbar nachgebaut. Der aus Feuer bestehende Drache kreist seine Runden über das Fest bzw den Baum, von dem ich gleich mehr erzähle. Merry und Pippin sind ebenfalls mit von der Partie, und ihre Haare stehen ihnen witzig zu Berge. Ein schöner und sogar humorvoller Moment, der die Szene perfekt einfängt. Hier stimmt alles - nun ja, fast alles …

Kommen wir wieder zum … Baum. Oh, der Baum! Er soll wohl den großen Festbaum darstellen, unter dem die Feier stattfand, aber er sieht so aus, als hätte Gandalf ihn versehentlich mit einem Blitz getroffen. Die Äste wirken merkwürdig und irgendwie unfertig – kein Vergleich zu dem majestätischen Baum im echten Auenland. Er ist nicht schlecht, aber er sticht wie ein Fremdkörper hervor im Vergleich zu den anderen liebevollen Details des Sets. Der Baum auf meiner Hobbithöhle hingegen ist ein Prachtstück geworden. Vielleicht habe ich auch nur zu tief in den Becher geschaut.

Die Bewohner des Auenlandes: Minifiguren und Anleitungen

Doch was wäre das Auenland ohne seine Bewohner? LEGO hat ganze neun Minifiguren beigelegt, darunter mich – Bilbo Beutlin –, Gandalf, Frodo und natürlich Merry und Pippin. Es macht großen Spaß, die kleinen Figuren aufzustellen, und sie sind wirklich gut getroffen. Nur schade, dass Sam keinen Kochtopf dabei hat! Ich habe ihm dafür eine Schere in die Hand gedrückt, mit der er meine Hecken schneiden darf, hihihi.

Eine nette Idee ist die Aufteilung des Sets in drei Bauabschnitte mit separaten Anleitungen. Ihr könnt also selbst entscheiden, ob ihr mit der Hobbithöhle, der Feier oder den anderen Teilen beginnen möchtet. Das gibt einem das Gefühl von Freiheit, das ich als Hobbit natürlich sehr schätze.

Insgesamt dürft ihr mit drei bis vier Stunden Bauzeit rechnen, bevor das große Fest beginnen kann. Vom Schwierigkeitsgrad her können auch junge Hobbits hier gut vorankommen. Sogar Frodo hat es geschafft, das Set erfolgreich aufzubauen. Und das soll was heißen.

Ein kritischer Blick

Nun, wo ich wirklich unsicher bin – und ich bin ein sehr sparsamer Hobbit, der gern auf sein Gold achtet –, ist der Preis. Beim Set bezahlt ihr wohl ein paar zusätzliche Lizenzgebühren oder wie die Menschen das nennen. Sicher, die Außenansicht ist wunderschön, und die Minifiguren sind ein Highlight. Doch beim Preis werden sich die Geister scheiden – das kann ich euch sagen. Für Sammler und Fans mag es ein Muss sein, aber für Gelegenheits-Bastelhobbits könnte es sich als zu kostspielig erweisen. Aber am Ende müsst ihr das entscheiden.

Fazit: Ein charmantes Set mit kleinen Schwächen

Der Herr der Ringe: Das Auenland von LEGO ist eine liebevolle Nachbildung meiner heimatlichen Idylle. Es besticht durch seine detaillierte Außen- und Innenansicht, die kräftigen Farben und die vielen charmanten Extras wie den Feuerwerksdrachen, die Geheimnisse und die Minifiguren. Wenn ich eine Bemerkung machen dürfte: Im Inneren der Hobbithöhle sowie beim Festbaum hätte LEGO genauer hinschauen können. Es ist ein schönes Set zum Ausstellen – weniger zum Spielen –, das allerdings einen recht hohen Preis hat.

Aber, naja, jetzt steht es auf meinem Regal, und ich muss zugeben: Es macht mich ein stolz, mein Zuhause als LEGO-Set zu sehen. Vielleicht sollte ich mir Gandalf schnappen und ihn fragen, was er davon hält … vorausgesetzt, er bringt nicht gleich den nächsten Blitz mit!

Webseite: lego.com/de-de/product/the-lord-of-the-rings-the-shire-10354