Es muss nicht immer ein riesiger Blockbuster sein. Als ich im Sommer zum ersten Mal Spiel-Szenen zu "Die Schlümpfe – Abenteuer im Traumland" sah, war ich sofort von der farbenfrohen Welt und dem charmanten Gameplay angetan. Nun, nach ausgiebigem Testen, kann ich sagen: Dieses niedliche Jump'n'Run-Abenteuer hat mich nicht enttäuscht. Kommt mir auf eine schlumpftastische Reise.
Eine schlumpfige Geschichte
Die Story beginnt, wie so oft, mit einem fiesen Plan von Gargamel. Diesmal hat er die Sarsaparillasträucher, die Leibspeise der Schlümpfe, mit einem Zauber belegt, der fast alle blauen Bewohner in einen tiefen Schlaf versetzt.
Als einer der wenigen wachen Schlümpfe liegt es nun an uns, unsere Freunde aus ihren Träumen zu befreien und Gargamels Plan zu durchkreuzen. Das ist schon mal für meine Jungs eine spannende Ausgangslage gewesen.
Traumhafte Welten
Das Spiel glänzt vor allem durch sein wunderschönes, detailverliebtes Leveldesign. Jede Traumwelt spiegelt die Persönlichkeit des jeweiligen Schlumpfes wider und strotzt nur so vor Kreativität. Ob wir nun durch Tortis kulinarische Fantasien hüpfen oder Heftis sportliche Träume erkunden – die Abwechslung ist groß und lädt zum Entdecken ein.
Die Grafik hat zwar etwas Luft nach oben, aber der knuffige Comic-Stil passt perfekt zur Schlumpf-Welt und sorgt für eine durchgehend stimmige Atmosphäre. Auf der Xbox Series X läuft das Spiel flüssig und in knackiger Auflösung.
Gameplay für Jung und Alt
Das Gameplay von "Die Schlümpfe – Abenteuer im Traumland" ist klassisches 3D-Jump'n'Run, das sich an Titeln wie Super Mario 3D World orientiert. Die Steuerung ist intuitiv und schnell erlernt, bietet aber genug Tiefgang, um auch erfahrene Spieler zu fordern.
Besonders gelungen finde ich die Progression der Spielmechaniken. Zu Beginn sind die Level noch recht einfach gehalten, werden aber im Laufe des Spiels immer anspruchsvoller. So musste ich hier und da eingreifen, wenn man Jungs mal Probleme hatten. Neue Fähigkeiten und Gegenstände, wie ein Werfer oder ein Hammer, erweitern das Gameplay stetig und sorgen für frischen Wind.
Die Bosskämpfe am Ende jedes Hauptlevels sind ein weiteres Highlight. Sie sind abwechslungsreich gestaltet und fordern unser Können heraus. Allerdings kann der fehlende Checkpoint während der Kämpfe gerade für jüngere Spieler frustrierend sein. Doch Papa macht das schon.
Koop-Spaß für die ganze Familie
Apropos Papa macht das schon: Ein großes Plus ist der lokale Koop-Modus, der es zwei Spielern erlaubt, gemeinsam die Traumwelten zu erkunden. Dies macht "Die Schlümpfe – Abenteuer im Traumland" zu einem perfekten Spiel für Familien oder Freunde, die zusammen spielen möchten. Wir konnten auf diese Weise das Abenteuer gemeinsam angehen und hatten viel Spaß dabei – auch wenn es manchmal chaotisch wurde.
Für Komplettisten gibt es in jedem Level zahlreiche Sammelobjekte zu finden. Diese schalten nicht nur neue Kostüme frei, sondern öffnen auch den Zugang zu zusätzlichen Bonus-Leveln. Diese bieten zusätzliche Herausforderungen für geübte Spieler und erhöhen den Wiederspielwert erheblich.
Kleiner Wermutstropfen
Ein kleiner Kritikpunkt ist das Fehlen von gesprochenen Dialogen. Zwar wird die Geschichte größtenteils über Bildsprache erzählt, doch hätten Sprachausgaben sicherlich zur Atmosphäre beigetragen. Auch die Länge einiger Level könnte für jüngere Spieler etwas zu ausgedehnt sein. Das fällt mir in letzter Zeit immer öfters bei Jump'n'Runs auf.
Fazit
Ein schlumpfiges Vergnügen: "Die Schlümpfe – Abenteuer im Traumland" ist ein rundum gelungenes Jump'n'Run, das sowohl Fans der blauen Kerlchen als auch Liebhaber des Genres begeistern wird. Die liebevoll gestalteten Welten, das zugängliche aber fordernde Gameplay und der Koop-Modus machen es zu einem perfekten Spiel für die ganze Familie. Zwar bietet es keine bahnbrechenden Innovationen, aber das muss es auch nicht. "Die Schlümpfe – Abenteuer im Traumland" macht einfach Spaß und das ist am Ende das Wichtigste.
Erhältlich für: Xbox, PS, Switch, PC
Webseite: microids.com/the-smurfs-dreams