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Digimon Story Time Stranger

Zeitreise, Sammelfieber und Digital-Drama.

Mit Digimon Story Time Stranger bekommt ihr ein Action-Adventure serviert, das die Monster-besessenen 90er-Vibes fast perfekt einfängt – und dank charmanter Zeitreise-Story, cooler Sammelmechanik und blitzsauberem Kampfsystem sowohl Fans als auch Serien-Neulinge begeistert.

Quer durch die Geschichte

Ihr taucht als „Agent auf geheimer Mission“ ins digitale Shinjuku-Inferno ein, verliert erst alles und springt dann acht Jahre zurück, um das Ende der Welt aufzuhalten. Klingt groß, spielt sich im Test aber überraschend frisch, flott und witzig.

Aus meiner Sicht wartet hier die beste Digimon-Story, die ich bisher erlebt habe. Auch wenn die Hauptakteurin still und farblos erscheint, macht es dennoch Spaß hier durch die Zeit zu reisen. So trefft ihr später auf alte Digimon, die in der Zukunft dank euch neue Rollen eingenommen haben. Eine schöne Idee.

Bunt, digital und endlich mit Charakter

Optisch fährt Time Stranger alles auf, was ihr von einem modernen Digimon erwartet: 3D-Charaktermodelle sind knackscharf, die Digital World leuchtet mit abwechslungsreichen Gebieten – von der Aquarium-Abyss bis zum Gear Forest. Die Digimon selbst sind detailverliebt animiert, viele bekommen über die Story sogar eine Entwicklung, die ihr an Persönlichkeit und Design selbst miterlebt. Mehr verrate ich aber nicht.

Gerade die Verbindung von Zeitreise und Monster-Aufzucht sorgt dafür, dass kleine Digimon aus der Vergangenheit im Finale als starke Partner wieder auftauchen – ein tolles Gimmick, das für oldschoolige Überraschungen und emotionale Momente sorgt. Irgendwie fühlte ich mich so viel mehr mit allem verbunden.

Story und Digimon-Charaktere: Das Herz schlägt im Dialog

Die Story ist dieses Mal deutlich stärker als in vielen Vorgängern: Euer Held verschlägt es als Agent in die Vergangenheit, trifft auf die normale Schülerin Inori und den amnesiegeplagten Aegiomon. Mit vielen witzigen, manchmal kitschigen Dialogen (ja, Aegiomon will ständig „alle beschützen“) und nach und nach wachsenden Beziehungen hangelt ihr euch durch eine dramatische, aber niedliche Zeitreise-Saga.

Besonders cool: Die echten Charakterentwicklungen vieler Digimon, deren Storylinien durch kleine Nebenquests und Zeitreise-Effekte immer weiter ausgeschmückt werden. So fühlt ihr euch wirklich als Teil ihrer Welt und werdet zum richtigen Partner.

Kampfsystem: Tiefgang für Tüftler – aber auch für faule Sammler

Das Gameplay bleibt klassisch: Rundenbasierte Kämpfe mit bis zu drei Digimon eurer Wahl plus drei Reserveplätze und im Storyverlauf sogar Spezial-Gastmonster. Die Schwäche-Systeme (Data, Virus, Vaccine) bringen ein rock-paper-scissors-Feeling ins Spiel, und ein cleveres Kombinieren von Elementen und Typen ermöglicht mächtige Multi-Bonusangriffe – strategisches Denken wird mit Schadensmultiplikatoren von bis zu 400 Prozent belohnt.

Wer keine Lust auf ewiges Grinding hat, bekommt viele Komfortfunktionen: Battles lassen sich mit 2x, 3x oder 5x Speed spielen, die KI kann via Auto-Battle übernehmen, und eine clevere Scanner-Funktion deckt bei jedem neuen Digimon sofort alle Schwächen auf – das macht das Suchen, Sammeln und Züchten viel entspannter als noch in Cyber Sleuth.

Mehr als nur Story

Über 450 Digimon sind im Spiel – und jede Menge davon werden über das clevere Datensystem gesammelt: Im Kampf steigt der Datenstatus eines Digimon an, und nach 100% könnt ihr es „umwandeln“ und in eure eigene Sammlung aufnehmen. Klassisches „Ballwerfen“ gibt’s zwar nicht, dafür ein motivierendes „Forschungsprinzip“ für alle, die wirklich Fieber bekommen.

Sidequests sind meistens kleine Fetch-Aufträge, bringen aber süße Dialoge und wichtige „Anomaly points“ – die braucht ihr, um neue Skills und Digivolution-Stufen freizuschalten. Wer alles mitnimmt, kann sein Agenten-Rank ausbauen, Digimon bis zur Mega-Form trainieren und sich in den kniffligen Outer Dungeons gegen besonders harte Gegner beweisen. Das motiviert und sorgt für Extra-Tiefgang.

Längen und kleine Schwierigkeiten

Der Einstieg zieht sich mit viel Tutorial-Text und teils belanglosen Dialogen etwas, gerade zu Beginn gibt’s ständige Erinnerungsnachrichten von eurem Agenten, die auf Dauer nervig werden können. Auch Sidequests könnten abwechslungsreicher sein, manche Dungeon-Räume wiederholen sich zu oft – kleine Mängel, die dem großen Spielspaß aber selten die Suppe versalzen. Aber ich wollte es an dieser Stelle erwähnt haben.

Fazit: Die Digivolution ist endlich „Stranger“ – und damit richtig gut!

Digimon Story Time Stranger ist das Digimon-RPG, auf das ihr lange gewartet habt: Die Story zündet, Kampfsystem und Sammelmechanik machen Laune und die Präsentation ist charmant und modern. Wer Zeitreise, Monster-Sammeln und bunte Digital-Charaktere mag, erlebt hier Abenteuer, Drama und Sammel-Laune satt; Komfortfunktionen und viel Abwechslung machen es auch für Serienneulinge und faule Züchter:innen einfach, ihren Spaß zu finden. Bessere Digimon-Atmosphäre gab’s lange nicht – definitiv ein Highlight für alle, die Monster lieben und mit dem Wort „Stranger“ mehr verbinden als nur Netflix!

Erhältlich für: Xbox, PS, PC 
Webseite: en.bandainamcoent.eu/digimon/digimon-story-time-stranger