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Doom Classic Collection

Doom, Doom, Doom! Gleich dreimal geht es in den Abgrund der Hölle – auf sehr klassische Weise.

Na, wenn das mal nicht eine kleine Überraschung ist: Wie aus dem Nichts tauchen ohne lange Vorankündigung gleich drei Klassiker von idSoftware auf den aktuellen Konsolen auf: „Doom 1“, „Doom 2“ und „Doom 3“ führen euch zu den Ursprüngen des First-Person-Shooters – und zeigen euch nebenher, wie weich ihr geworden seid.

(LAN-)Partyalarm!

1993 legte „Doom“ so manches Universitätsnetzwerk lahm, da fast jeder Student mit PC-Anschluss das damals revolutionäre Spiel zocken wollte. „Doom“ glänzte mit einer scheinbaren 3D-Optik und einmaliger Shooter-Action, die einem Anfang der 90er-Jahre den Atem raubte. Es ging mit allerlei Schießprügeln gegen die geballte Macht der Hölle.

Zudem bot „Doom“ einen Multiplayer-Modus, der süchtig machte – und nebenher einem gesamten Genre den Weg ebnete. Der Rest ist Geschichte. Diese Geschichte dürft ihr nun neu erleben oder zum ersten Mal – je nach Jahrgang. Grafisch wir d euch der erste und zweite Teil nicht vom Hocker reißen.

Ja, selbst Teil drei wird euch schmunzeln lassen, da ihr die Effekte heutzutage als sehr altmodisch erachten werdet. Damals – ich spreche aus eigener Erfahrung – ließen mich die Missionen dieser Shooter-Reihen Adrenalin in höchstem Maße in meinen Körper pumpen.

Der Beginn einer Ära

Sehr gerne begebe ich mich auf die kleine Zeitreise, die mir Publisher Bethesda nun ermöglicht. Dabei wurden sämtliche Titel an die heutigen Konsolen angepasst – nicht grafisch, sondern inhaltlich. „Doom 1“ und „Doom 2“ könnt ihr nun im Vier-Spieler-Koop- oder –Death-Match-Modus an einem Bildschirm genießen – ein riesigen Spaß für einen actionreichen Zockerabend.

Die Kampagne wartet mit zusätzlichen Levels auf, von denen manche sogar von der Community erstellt wurden. Ein sehr cooler Fan-Service. „Doom 3“ hingegen enthält die beiden Expansion-Packs „The Lost Missions“ und „The Ressurrection of Evil”. Der dritte Teil der Reihe führt euch auf den Mars, auf dem ein Experiment gehörig schief ging.

Zum ersten Mal in der Geschichte der Serie spielen Lichteffekte eine besondere Rolle und erschaffen eine dichte, unheimliche Atmosphäre. Auch heute noch lässt sich „Doom 3“ ziemlich gut spielen – die Schreckensmomente sitzen noch.

Knallhartes Erlebnis

Was alle drei Teile gemeinsam haben: Teilweise sind die Ballerabschnitte knüppelhart. Mir persönlich hat dies gezeigt, wie weich ich über die Jahre doch geworden bin. Shooter waren damals wirklich schwerer – nicht nur in meiner Erinnerung. Der Vorteil daran: Habt ihr euch wieder an den hohen Schwierigkeitsgrad gewöhnt, probiert mal einen modernen Shooter aus.

Ihr werdet sehen, dass sich eure Skills verbessert haben. Die gesamte Zeitreise kostet euch übrigens rund 20 Euro, wenn ihr alle drei Titel haben wollt – jeweil fünf Euro für die ersten beiden Teile und zehn Euro für Teil drei. Von daher könnt ihr das Wagnis mit nicht allzu großer Investition riskieren.

Fazit

Die Rückkehr zu den Wurzeln des schnellen, actiongeladenen First-Person-Shooters hat mir eine Menge Spaß gemacht. Die sehr klassischen und fordernden Levels haben mir zudem gezeigt, wie sich Shooter über die Jahre entwickelt haben.

Ich empfehle jedem, der das Genre mag und keine Angst vor Pixelbrei hat, einen Blick hier hineinzuwerfen – zumal sich er finanzielle Aufwand in Grenzen hält. Die drei Klassiker steigern die Vorfreude auf das neue „Doom: Eternal“, das uns Ende des Jahres erwartet.

Erhältlich für: PC, Xbox One, PS4, Switch
Website: slayersclub.bethesda.net/en