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Doom: The Dark Ages

Höllische Wucht im Mittelalter-Setting.

Mit Doom: The Dark Ages bringt id Software die legendäre Shooter-Reihe in ein neues Zeitalter – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Wer wie ich den direkten Vorgänger (Doom Eternal) verpasst hat, fühlt sich anfangs in der Story zwar etwas verloren, doch das Spiel macht es euch leicht, schnell wieder reinzukommen. Immerhin sprechen wir hier von Doom, bei dem wir keine sehr tiefgreifende Story erwarten - und dennoch viel Handlung bekommen. Bereit für einen wilden Ritt durch die Hölle?

Ab ins Mittelalter!

Die Handlung ist eigenständig, als Prequel angelegt und wird diesmal klarer und cineastischer erzählt als je zuvor. Ihr erlebt die Ursprünge des Doom Slayers in einer düsteren, mittelalterlich inspirierten Sci-Fi-Welt, in der ihr Seite an Seite mit menschlichen Verbündeten gegen die Horden der Hölle kämpft.

Das neue Setting ist ein Volltreffer: Gotische Burgen, Lovecraft-eske Kosmoswelten und düstere Dungeons sorgen für eine dichte, frische Atmosphäre. Ein sehr schöner Schritt, den die Entwickler:innen hier gegangen sind. Alles fühlt sich direkt heimisch an, so als ob es hierhergehöre.

Klotzen statt kleckern

Zur Atmosphäre trägt zudem trägt zudem auch die Optik bei. Ihr fühlt euch von Anfang an wie in einem Mega-Blockbuster aus Hollywood. Kurz gesagt: Die Präsentation ist opulent, die Framerate bleibt stabil und die Grafik knallt – unterstützt von einem brachialen Metal-Soundtrack, der von Finishing Move stammt und perfekt zum Dauerfeuer passt.

Ich war so schnell in einem tödlichen Flow: Die Beats treiben euch durch die Arenen, während um euch herum alles explodiert und zerfetzt wird. Als Slayer habt ihr eine unglaubliche Präsenz und Macht auf dem Schlachtfeld. Es ist ein berauschendes Gefühl.

Mit ordentlich Wumms

Spielerisch orientiert sich The Dark Ages wieder stärker an den Wurzeln der Serie: Der Slayer stampft schwer und wuchtig durch die Level, statt wie ein Akrobat durch die Luft zu wirbeln. Die Kämpfe sind weniger hektisch, dafür aber intensiver und direkter – ihr fühlt euch wie ein „Iron Tank“: schwer, mächtig, aber immer noch schnell genug, um den Dämonen keine Chance zu lassen.

Die Waffen sind ein Traum: Von klassischen Shotguns über mittelalterlich inspirierte Flinten bis hin zu abgefahrenen Sci-Fi-Kanonen ist alles dabei. Das Trefferfeedback ist wuchtig, jeder Schuss knallt, jeder Glory Kill ist ein Fest für Gore-Fans. Wer nicht weiß, was damit gemeint ist: Nach ein paar Treffern geraten Gegner ins Schwanken. Per Knopfdruck könnt ihr sie dann brutal auseinandernehmen und erhaltet dafür Energie und Munition zurück.

Der Schild – mein neues Lieblingsspielzeug

Mein persönliches Highlight, der Schild, ist tatsächlich das Herzstück des neuen Gameplays – und das zu Recht! Statt nur als passive Verteidigung dient es als vielseitiges Werkzeug: Blocken, Parieren, Schildwurf, Schildsäge und sogar als Mobilitäts-Boost per Schild-Bash. Ihr könnt Angriffe gezielt abwehren, im richtigen Moment parieren und so Gegner betäuben oder Geschosse zurückschleudern.

Später wird es noch besser: Der Schildwurf durchschneidet Gegnerwellen wie Butter und fühlt sich an wie Captain America auf Speed – nur blutiger. Das Parieren ist angenehm zugänglich, lässt sich aber für Profis auch feintunen. Kombiniert mit neuen Nahkampfwaffen wie Gauntlet, Flail und Mace bietet das System eine enorme taktische Tiefe. Herrlich!

Sehr viel zu entdecken

Die Level sind übrigens die größten der Doom-Geschichte, oft in mehrere Akte unterteilt und bieten neben linearen Abschnitten auch Sandbox-artige Areale, in denen ihr Geheimnisse, Upgrades und neue Wege entdecken könnt. Alles kein Muss, aber sehr angenehm für die Abwechslung. Ich habe immer gern alles erforscht, zumal euch die Karte gute Hinweise gibt, wo was zu holen ist.

Die Mischung aus engen Dungeons, offenen Schlachtfeldern und sogar bombastischen Mech- und Drachen-Passagen sorgt für viel Abwechslung. Die Story wird diesmal nicht mehr nur über Textlogs, sondern in aufwändigen Zwischensequenzen erzählt – ideal für Neueinsteiger und alle, die mehr über die Welt erfahren wollen. Macht euch auf insgesamt 22 packende Kapitel bereit!

Kurzer Technik-Check

Die krachenden Metal-Beats von Finishing Move treiben euch durch das Gemetzel und sorgen für Adrenalin pur. Die Performance ist tadellos, die Steuerung präzise, das Trefferfeedback satt. Egal ob auf PC oder Konsole: Das Spiel läuft butterweich und sieht dabei fantastisch aus. Ich bin hell-auf begeistert - das Wortspiel musste jetzt sein.

Fazit

Auch ohne Vorkenntnisse rockt Doom: The Dark Ages von der ersten Minute an. Das neue Setting, das überragende Waffengefühl und vor allem der geniale Einsatz des Schildes machen jeden Kampf zu einem Fest für Shooter-Fans. Die Story ist diesmal zugänglicher, das Gameplay wuchtig und die Präsentation ein audiovisueller Rausch. Wer auf kompromisslose Action, Metal-Sound und blutige Bossfights steht, bekommt hier einen der besten Shooter des Jahres – und vielleicht sogar den besten Teil der Serie. Für Action- und Shooter-Fans führt hier kein Weg vorbei!

Erhältlich für: Xbox, PS, PC
Webseite: doom.bethesda.net/de-DE/the-dark-ages