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Dungeons of Paint

Bunte Farbexplosion im grauen Dungeon.

Dungeons of Paint lockt auf den ersten Blick mit einer charmanten Retro-Optik und einem ungewöhnlichen Gameplay-Konzept. Statt Fantasywaffen oder Hightech-Geräten greift ihr zu einer von etlichen Paintball-Knarren und hinterlasst mit jedem Schuss farbenfrohe Spuren auf den drögen Dungeon-Böden.

Die Pixelgrafiken sind angenehm verspielt, die musikalische Untermalung entspannt und das grundlegende Spielprinzip klingt erstmal vielversprechend: Fünf unterschiedliche Dungeons und 20 knackige Herausforderungen sollen für Abwechslung und einen schnellen Spaß zwischendurch sorgen. Doch reicht euch das?

Farbchaos statt Spieltiefe – Alles leider etwas dünn

Nach ein paar Runden zeigt sich bereits: Trotz der grellen Optik bleibt das Spielkonzept erstaunlich schlicht. Ihr steuert eure Figur im klassischen Twin-Stick-Shooter-Stil durch die Labyrinthe, ballert euch durch immer ähnliche Gegnermuster und sammelt neue Munitionskisten auf.

Dabei werden eure Waffen automatisch gewechselt, was dem Gameplay zwar Zufallselemente verleiht, aber leider taktische Tiefe raubt. Die Kämpfe bleiben oft überschaubar und selten wirklich spannend. Zudem sind die Dungeons trotz unterschiedlicher Biome am Ende doch immer sehr ähnlich zum Vorgänger und wirken sich nicht aufs Gameplay aus.

Kurzweilig, aber schnell repetitiv

Was in den ersten Minuten noch frische Arcade-Stimmung verbreitet, schlägt nach einiger Zeit in Monotonie um. Weder die Gegnerdichte noch die Designs können mit anderen Indie-Shootern wie Splatoon oder Enter the Gungeon mithalten, und die einzelnen Areale sind zwar unterschiedlich benannt, unterscheiden sich optisch aber nur marginal.

Das Wechseln der Waffen wirkt mehr wie ein Hindernis denn wie eine Bereicherung fürs Gameplay, und ohne motivierendes Fortschrittssystem plätschert der Farbrausch rasch vor sich hin. Trotz entspannter Musik und nettem Pixel-Look bleibt der spielerische Tiefgang schwach, und so eignet sich Dungeons of Paint eher als Snack für zwischendurch als als Motivation für lange Sessions. Wenigstens könnt ihr damit euren Trophäen- oder Gamer-Score aufbessern.

Fazit: Kurze Farbfunken mit wenig Nachhall

Dungeons of Paint ist ein farbenfroher und durchaus netter Arcade-Shooter für kleine Pausen. Die bunte Optik bringt zu Beginn Spaß auf den Bildschirm, aber das Gameplay kann diesen Eindruck nicht lange halten – zu wenig Abwechslung, zu schnelle Monotonie und eine insgesamt flache Action machen das Spiel zum Lückenfüller, nicht zum Dauerbrenner. Wer wenig zahlt und zwischendurch ein paar entspannte Minuten im Farbdungeon verbringen will, bekommt solide Kost – für mehr reicht es leider nicht.

Erhältlich für: Xbox, PS, Switch, PC 
Webseite: ratalaikagames.com/games.php?id=dungeonsofpaint