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Elden Ring

Meisterhaft in jeder Hinsicht – aber auch so brutal schwer. Ein Werk, das in die Geschichte eingehen wird. Fünf Gründe, warum Neulinge einen Blick wagen sollten.

Der Name From Software oder vielmehr Dark Souls könnte den meisten Spielern ein Begriff sein. Der Entwickler steht für knallharte Rollenspiele, die dennoch äußerst befriedigend in der Spielmechanik sind. Mit Elden Ring krönen sie ihre bisherige Laufbahn, indem sie das Souls-like-Prinzip auf die offene Welt hieven. Ob ihnen das gelingt, habt ihr sicher schon gelesen. Die kurze Antwort: Ja, das gelingt ihnen fantastisch.

Ich will jetzt nicht der x-te Typ sein, der Elden Ring in den Himmel jubelt. Das brauche ich nicht, dass es genügend andere Schreiberlinge gibt, die das bereits getan haben. Wenn euch das Spiel nämlich interessiert, seid ihr schon längst darin unterwegs und sterbt einen Tod nach dem anderen. Vielmehr will ich hier die Leute abholen, die noch nicht in Elden Ring unterwegs sind und euch die Faszination erklären. Ich habe fünf gute Gründe zusammengetragen, die euch vielleicht überzeugen könnten. Also kommt mit mir auf die Reise.

Grund Nummer 1: Winter is coming!

Die Story der meisten Dark Souls Spiele, also den geistigen Vorgängern von Elden Ring, ist meist immer sehr kryptisch erzählt. Bei Elden Ring ändert sich das ein klein wenig. Auch hier bekommt ihr immer mal wieder Story-Fetzen zugeworfen, aber viel direkter als bei den anderen Werken von From Software. Das hat auch einen ziemlich guten Grund: George R.R. Martin, der Schöpfer von Game of Thrones, hat hier an der Geschichte mitgeschrieben. Ja, das sorgt schon mal für Aufsehen. Das wirkt sich nicht nur auf die Geschichte aus, sondern schlägt sich teilweise auch auf den Artstyle der Gegner nieder. Immer mal wieder habe ich gedacht, dass ich in Game of Thrones unterwegs sei. Das mittelalterliche Setting ist hervorragend gelungen.

Grund Nummer 2: Der Tod steht euch gut

Wie auch bei den anderen Spielen von From Software gehört das Sterben hier einfach zum normalen Ablauf. Ihr werdet sehr oft den virtuellen Löffel abgeben. Aber das geschieht nicht einfach so. Es gibt immer Gründe und meist ist es eure eigene Schuld. Wieso das? Nun ja, meist töten euch starke Gegner, denen ihr scheinbar nicht gewachsen wart. Doch das stimmt nicht ganz. Wenn ihr eure Gegner kennt und etwas Geschick am Controller beweist, dann könnt ihr hier siegreich vom Felde ziehen.

Nur bis ihr eure Gegner und deren Bewegungsrepertoire kennt, vergeht einige Zeit. Diese Lernkurve ist auch das Grundelement, was so motivierend an diesem Spiel ist. Es mag anfangs schwer frustrierend sein, immer wieder zu sterben. Aber wenn ihr dann mal einen Boss durch Beobachtung und Geschick zerlegt habt, ist das ein unbeschreibliches Gefühl. Das versuche ich auch immer wieder meinem Kumpel Rouwen mitzuteilen, der schier am Verzweifeln ist beim ersten Boss. Rouwen, du packst das!

Grund Nummer 3: Eine Welt, die mir gefällt

From Software ist also auf Open World umgestiegen. Bei dem Begriff muss ich persönlich immer erst einmal tief Luft holen und versuchen meine Vorurteile wegzuwischen. Denn meist bedeutet das viel Rumgerenne, viele unnötige Nebenquests und einfach teilweise lieblos dahingezimmerte Areale, die das Spiel künstlich vergrößern sollen. Nicht selten passiert es, dass eine Open World genauso groß ist, wie sie sein soll, genauso unterhaltsam wie möglich. Zuletzt habe ich das bei Zelda: Breath of the Wild gesehen. Und nun erkenne ich das auch bei Elden Ring.

Alles, was ihr hier entdeckt, wurde in liebevoller Kleinarbeit dorthin gesetzt. Viele Objekte erzählen eine eigene Geschichte oder gehören schlicht und ergreifend genau an diese Stelle. Sogar die Gegner passen in diesen Kontext hervorragend hinein. Diese Open World ist ein Gedicht für Spieler, die gerne auf Erkundungstour gehen. Und genau das sollen sie auch machen. Elden Ring schreibt euch rein gar nichts vor. Macht das, was ihr für sinnvoll haltet und wachst an den Herausforderungen.

Grund Nummer 4: Wachst an euren Taten

Je weiter ihr in Elden Ring eintaucht, desto mehr Geheimnisse werden sich euch öffnen. Manche davon vielleicht tödlich, aber die meisten äußerst motivierend. Das fängt dabei an, dass ihr einige Gegner nun im Handumdrehen ins Jenseits schickt und dadurch merkt, wie ihr euer Können gesteigert habt. Es macht sich aber auch in neuen Fähigkeiten bemerkbar, die ihr in einer finsteren Höhle einem dicken Monster abgeluchst habt. Die Spielmechaniken häufen sich sachte an und geben euch immer mehr Spieltiefe und Abwechslung. Ihr werdet nicht gleich zu Beginn damit überfrachtet. Es fühlt sich fast natürlich an, wie ihr stetig voranschreitet und dabei stärker werdet.

Grund Nummer 5: Gemeinsam sterben kann so schön sein

Wenn ihr euch immer noch nicht traut in Elden Ring einen Schritt zu wagen, dann schnappt euch einen Freund. Gemeinsam könnt ihr das Abenteuer ebenfalls bestreitet. Dadurch teilt ihr eure Geschichte und könnt voneinander lernen. Aber eine Illusion möchte ich euch gleich zu Beginn rauben: Wenn ihr zu zweit spielt, dann heißt das nicht, dass Elden Ring zum Kinderspiel wird. Die Herausforderung ist fast genau die gleiche. Nur ist geteiltes Leid, eben halbes Leid. Ihr solltet dennoch taktisch vorgehen und eure Feinde kennen, bevor ihr drauf los zaubert, schießt oder prügelt. Aber mit Freunden an eurer Seite ist der Tod viel besser zu verkraften.

Fazit

Vielleicht habt ihr nun einen anderen Blick auf Elden Ring werfen können und versteht, warum das Spiel – völlig zurecht – mit Bestnoten überhäuft wird. Wagt euch selbst in dieses Abenteuer und lasst euch darauf ein. Was anfangs noch frustrierend sein kann, schwenkt manchmal sehr schnell in motivierende Faszination um. Wenn ihr eine wirklich befriedigende Herausforderung sucht, dann habt ihr sie hier gefunden. Ihr müsst nur noch zugreifen.

Erhältlich für: Xbox, Playstation, PC
Website: de.bandainamcoent.eu/elden-ring/elden-ring