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EPOS H3 (Headset)

Klangvoller Name: Ob die Qualität des Headsets auch überzeugt, zeigt der Test.

„Hey, bist du unter die Storm Trooper gegangen?“ Das war die erste Bemerkung, als ich mit dem EPOS H3 Headset online unser Teams-Meeting betrat. Und irgendwie hatte mein Kollege schon recht: Das Headset, das vorrangig für Gamer:innen entwickelt wurde, zeigt schon eine gewisse Ähnlichkeit im Design zu einem Helm der Storm Trooper aus dem Star Wars Universum. Damit sorgte das Testgerät, das ich von EPOS erhalten habe, schon mal für einen echten Hingucker. Aber gehen wir mal einen Schritt zurück.

Großer Zusammenschluss

Vielen von euch wird EPOS wohl kein Begriff sein. Ganz ehrlich: Mir sagte der Name auch nichts. Aber das Design kam mir irgendwie bekannt vor – etwas war daran ziemlich markant. Der Grund dafür lag auf der Hand. EPOS ist ein Überbleibsel aus einem spannenden Joint Venture: Von 2004 bis 2020 taten sich die dänische William Demant Holding und Sennheiser zusammen. Besonders Sennheiser sollte euch ein Begriff sein – und daher stammt auch das Design. Demant ist ein Gesundheitsunternehmen, das bereits Erfahrungen mit Hörtechnologie gesammelt hat. Nach der Trennung entstand EPOS als Teil von Demant. So viel zu den Hintergründen.

Das EPOS H3 Headset ist übrigens nur eins von einer Reihe stylisher Headsets. Das H3 wurde jedoch speziell für Gamer:innen entwickelt, wie es auf der Website heißt. Ursprünglich mit einem Preis von rund 120 Euro angesetzt, ist das Gerät inzwischen unter 100,- Euro zu haben – was auch fair ist.

Schicker Anblick

Der erste Eindruck zählt – zumindest bei mir. Denn oft schaue ich als erstes auf die Verpackung eines Geräts. Es muss nicht sonderlich schick sein, aber sollte mich direkt ansprechen – und das tut das EPOS H3 auch. Je nachdem, ob ihr die Hörer in weiß oder schwarz gekauft habt, zeigt sich auch die Packung entsprechend. Meine weißen Kopfhörer fallen direkt schon auf. Die Box lässt sich sanft nach oben klappen und ist mit Schaumstoff ausgelegt. Das sieht schon recht schick und edel aus. Nur der erste Blick auf die Kopfhörer selbst erstaunt mich etwas: Denn es scheint, dass das Headset größtenteils aus Plastik ist. Es wirkt im ersten Moment etwas „billig“.

Doch nachdem ich es aus der Packung genommen habe, merke ich, dass das Headset keineswegs billig verarbeitet wurde. Auch wenn es größtenteils aus Plastik besteht, macht es doch einen guten Eindruck. Besonders edel sticht dabei die gepolsterte Schiene hervor, die beide Hör-muscheln verbindet: Diese ist aus Metall, leicht biegsam und lässt sich kinderleicht auf die passende Größe justieren. Das fest installierte Mikrophon an der linken Ohrmuschel kann hoch oder runter geklappt werden und schaltet sich automatisch an oder aus.

Kann ich das so tragen?

Als Brillennutzer bin ich immer besonders kritisch, wenn es um den Tragekomfort geht. Beim EPOS H3 sind die Ohrmuscheln recht klein, was mich anfangs irritierte: Meine Ohren werden also nicht ganz umschlossen, sondern liegen auf. Das war ungewohnt, geht aber mit der Zeit in Ordnung. Auffällig war dabei lediglich, dass nach langen Meetings oder Gaming-Sessions meine Ohren etwas warm wurden und leicht schwitzten. Das mag aber auch an mir liegen. Jedenfalls hat meine Brille keineswegs gestört, was ich dem Headset als dicken Pluspunkt anrechne.

Neben den Kopfhörern legt EPOS dem H3 noch zwei Klinkerkabel bei. Mit diesen kann das Gerät problemlos an alle möglichen Geräte angestöpselt werden. Ob eure Switch, Xbox(-Controller) oder Playstation(-Controller) – das H3 ist für alle Spielchen einsatzbereit. Also rein ins Vergnügen.

Den ersten Test mache ich mit einem Shooter, in meinem Fall Overwatch 2. Klanglich kann ich mich nicht beklagen. Lediglich die Lautstärke lässt zu wünschen übrig. An meiner rechten Ohrmuschel kann ich die Lautstärke regeln. Durch ein leicht fummeliges Drehrad darf ich den Ton aufdrehen. Nur ist dieser irgendwie gedrosselt, so dass ich die Fernbedienung meines TVs zu Hilfe nehmen muss. Selbst auf der höchsten Lautstärke ist es mir fast ein wenig zu leise. Aber zur Immersion reicht es allemal.

Wir brauchen Bass!

Bei den actionreichen Gefechten fällt mir noch auf, dass der Klang teilweise sehr gut ist, doch es fehlt mir das Bombastische – oder eher der Bass. Wenn Granaten neben mir einschlagen und Bomben durch die Luft fliegen, könnte es ruhig mehr Kawumm vertragen. Ich hoffe, ihr wisst, was ich meine. Gleiches gilt übrigens auch für die Übertragung des Mikrofons: Beim Chatten mit meinen Freunden wurde mir immer wieder gesagt, dass einige Töne dumpf klingen und leicht verschluckt werden. Das ist aber Meckern auf hohem Niveau.

Bei anderen Spielen wie einem Adventure oder bei einer Simulation fällt der fehlende Bass gar nicht auf. Dort ist die Tonqualität hervorragend. Daher solltet ihr im Vorfeld entscheiden, wofür ihr das Headset nutzen wollt.

Fazit

Stylishes Design, schöne Verarbeitung und leichte Abzüge in der B(ass)-Note. Das EPOS H3 ist eine gute Wahl für Gamer:innen, die es nicht zu laut haben wollen. Guter Tragekomfort auch für Brillenträger:innen, macht das H3 zu einem angenehmen Begleiter bei längeren Spielsitzungen. Für einen Nachfolger würde ich mir dennoch wünschen, dass EPOS am Lautstärkeregler schraubt und auch die Bässe besser in den Griff bekommt. Ansonsten war ich rundum zufrieden und kann das EPOS H3 wärmstens empfehlen.

Website: eposaudio.com/de/de