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Filthy Animals: Heist Simulator

Tierischer Spaß für verbrecherische Teams: Bei diesem Spiel regiert die Slapstick Comedy.

Ich mache es immer wieder: Freunde einladen, ein frisches Kaltgetränk schnappen und kurzweilige Spielchen gemeinsam zocken. Dabei haben es uns einige Spielchen besonders angetan: Human Fall Flat, Gang Beasts und Totally Reliable Delivery Service. Genau in diese Kerbe schlägt nun auch Filthy Animals: Heist Simulator von Publisher Green Man Gaming Publishing und Entwickler Pewter Games Studios und LoPoly. Wie nahe hier Spaß und Frust beieinander liegen, erkläre ich euch in den folgenden Zeilen.

Physik in ihrer spaßigsten Form

Wer die eingangs erwähnten Spiele nicht kennt, sollte eins wissen: All diese Spiele bauen auf ein Physik basiertes Gameplay, das absolut chaotische Szenen auf den Bildschirm zaubert. Die Steuerung ist dabei bewusst schwammig gehalten und die Ragdoll-Animationen zum Schreien komisch. Der meiste Spaß basiert auf Situationskomik. Jeder Anlauf in solchen Spielen wird ein neues Ergebnis hervorbringen. Aber es ist ein schmaler Grad zwischen Frust und Unterhaltung. Filthy Animals: Heist Simulator ist da hart an der Grenze.

Von der Story her dreht sich Filthy Animals: Heist Simulator um mutierte Tiere in menschlicher Gestalt. Der Fiesling Tony hat sich die Tiere gefügig gemacht, um sie zu Raubzügen zu animieren. In acht Kapiteln mit insgesamt 21 Missionen jagt ihr dabei um den Erdball - und darüber hinaus - um kleine bis große Beute zu machen. Klingt schon mal vielversprechend.

Mensch sein ist nicht leicht

Der Mutation haben die Tiere wie Gorilla, Krokodil, Ente und Co auch zu verdanken, dass sie oft etwas unsicher auf den Beinen und mit ihren Bewegungen sind. An dieser Stelle schleicht sich die bewusst schwammige Steuerung ein. Wenn ihr eure Beute aus dem Tresor befreien wollt und anschließend durch enge Korridore nach draußen müsst, wird das zum echten Abenteuer. Größtenteils liegt das an der Steuerung und weniger an den Gegnern oder den Rätseln. Die dadurch entstehenden Slapstick-Einlagen sind oftmals urkomisch. Teilweise aber auch etwas frustrierend – insbesondere, wenn ihr zielgenau einen Feind oder Knopf treffen sollt.

Bei solchen Szenen fühlt sich Filthy Animals: Heist Simulator zu oft nach Glücksspiel an. Das hätte man etwas feiner tunen können. Denn oft habe ich durch die Steuerung eine sonst ziemlich erfolgreiche Mission am Ende noch versaut. Wenn das zu häufig geschieht, ist Frust angesagt. Daher komme ich schnell zum nächsten Tipp bzw. Must Do bei diesem Spiel.

Gute Freund:innen sind Gold wert

Mein Tipp: Schnappt euch unbedingt einen bis drei weitere Freund:innen und zockt Filthy Animals: Heist Simulator per Couch-Koop. Dann entfaltet der Titel sein volles Potenzial. Und wenn die Steuerung euch dann mal wieder einen Strich durch die Rechnung macht, ist geteiltes Leid doch halbes Leid.

Technisch gefällt mir Filthy Animals: Heist Simulator übrigens sehr gut. Der bunte Comic-Look passt hervorragend zum Setting. Aus der bunten Iso-Perspektive spielt sich das amüsante Chaos auf dem Bildschirm ab. In manchen Momenten werdet ihr von den Explosionen und Effekten geradezu überwältigt.

Fazit

Filthy Animals: Heist Simulator hat durchaus das Potenzial, um ein kleiner Geheimtipp für launige Zockerabende zu werden. Nur die Steuerung streift haarscharf am frustigen Bereich vorbei. Hier hätte ich mir ein klein wenig mehr Kontrolle gewünscht. Davon ab hat der Multiplayer-Titel aber viel Unterhaltung und Abwechslung zu bieten. Wenn ihr auf diese Art von Spielchen steht, dann solltet ihr Filthy Animals: Heist Simulator definitiv eine Chance geben.

Erhältlich für: Xbox, PC, PS
Website: filthyanimalsgame.com