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Final Fantasy XIV Endwalker

Das Ende als neuer Anfang: Erobert hier etwa jemand den MMORPG-Thron?

In unseren Vorberichten hat sich bereits gezeigt, was für ein Kracher mit der Erweiterung des Final Fantasy XIV Universums ins Haus steht: Final Fantasy XIV Endwalker beendet nach zehn Jahren die Geschichte um Hydaelyn und Zodiark – und setzt die Messlatte für MMORPGs nebenher mal ein ganzes Stück höher. Unser Tester Brandon hat sich mit mir stundenlang in die neuen Zonen gewagt und kommt aus dem Staunen kaum noch raus.

Für jeden die volle Dosis Spannung

Direkt eine Sache zum Beginn: Seid ihr neu in der Welt von Final Fantasy XIV? Also ich war zwar nicht ganz neu, aber fühlte mich so. Denn vor rund fünf Jahren bin ich ausgestiegen, weil ich kurzzeitig genug davon hatte. Was sich seitdem aber getan hat, ist der Wahnsinn. Daher eine Empfehlung: Egal ob ihr neu seid oder wieder einsteigen wollt – es lohnt sich! Bis Charakter-Level 60 könnt ihr das Spiel außerdem kostenlos testen. Was habt ihr also zu verlieren?! Allerdings solltet ihr die Story natürlich von Anfang an beginnen. Endwalker ist so etwas wie die vierte und gleichzeitig finale Staffel der ersten großen Geschichte – so drückt es jedenfalls Director Naoki Yoshida immer wieder aus. Und er hat recht: Final Fantasy XIV Endwalker ist ganz großes Kino. Also tauchen wir ein.

Zur Story will ich euch rein gar nichts an dieser Stelle erzählen – das sollt ihr schön selbst erfahren. Tut euch aber den Gefallen und hetzt nicht sinnlos durch. Nehmt euch Zeit und genießt die Atmosphäre. Das tat ich übrigens immer wieder als ich die neuen Städte besuchte. Einfach herrlich, wenn man durch Thavnair spaziert, die Sonne und das Meer genießt und die hübsche Architektur bestaunt. Aber auch Garlemald hat mich seiner eisigen Umgebung einige Highlights zu bieten. Bevor ihr die neuen Gebiete allerdings aus der Luft bestaunen dürft, müsst ihr erst alle dort versteckten Windätherquellen sammeln. Das kann schon mal länger dauern, weil der Weg dorthin die Herausforderung ist. Aber das nur am Rande.

Zu viel des Guten – im positiven Sinne

In Endwalker ist so viel neu, dass es ausarten würde, alles hier schriftlich festzuhalten. Eins sei gesagt: Sowohl Neulinge als auch Kenner des Spiels kommen voll auf ihre Kosten. Wobei Neulinge anfangs wohl ziemlich erschlagen sein werden von all den Möglichkeiten. Aber wie gesagt: Lasst es langsam angehen und euch vom Spiel führen. Direktor Naoki Yoshida tut nämlich alles dafür, dass sich wirklich jeder in diesem Universum wohl fühlt. Ihr könnt Final Fantasy XIV gerne auch solo angehen. Das geht jetzt übrigens auch mit den Dungeons für vier Spieler: Anstatt menschliche Kolleg•innen mit in den Kampf zu nehmen, heuert ihr nun einfach NPCs an. Und das klappt erstaunlich gut. Eure Mitstreiter agieren ziemlich clever und nehmen euch viel Arbeit ab.

Eine Neuerung, die Brandon ins Auge fiel: Die Hitpoints von Gegnern wurden nach unten korrigiert. Das liegt daran, dass man seit der ersten Erweiterung immer stärkere Gegner und Waffen implementierte. Waren zu Beginn des Spiels vor zehn Jahren kritische Treffer mit 130 Punkten normal, so wären wir heute damit übertrieben gesagt im siebenstelligen Bereich. Solch hohe Zahlen verursachen eine enorme Rechenleistung. Daher wurde alles wieder nach unten korrigiert. Den meisten wird dies vielleicht gar nicht auffallen. Ich fand es aber eine interessante Änderung.

Job-Börse mal anders

Das spannendste Feature sind die neuen Jobs bzw. die Veränderung der alten Jobs. In Final Fantasy XIV könnt ihr theoretisch jeden Job mit nur einem Charakter annehmen. Daher braucht ihr nicht unzählige Avatare, sondern nur einen. Das ist schon mal sehr komfortabel. Zu den etlichen Jobs gesellen sich nun auch der Weise und der Schnitter. Beide Jobs passen sich perfekt in die Spielwelt und erweitern die späteren Raids auch um wertvolle Charaktere – wobei der Weise vielleicht noch einen Ticken besser in große Gruppen passt. Aber auch hier gilt: Probiert es einfach aus.

Als neue Unter-Quests kommen nun Begleitaufträge hinzu. Das heißt: Ihr müsst einen NPC von A nach B begleiten und schauen, dass er oder sie nicht das Zeitliche segnet. Das ist zwar ganz nett, aber nun keine große Innovation. Leider kommen solche Aufträge zu Beginn recht häufig vor. Viel spannender wird es, wenn ihr die Hauptstory vorantreibt. Einige der Missionen, in denen ihr auch in die Haut von anderen Charakteren schlüpft, sind derart mitreißend, dass ich noch lange danach an die Zwischensequenzen denken musste. Brandon beschrieb dies schön mit Gänsehautmomenten.

Fazit

Ich muss sagen: Mit Final Fantasy XIV Endwalker hat Square Enix ein unterhaltsames Schwergewicht im MMORPG-Genre geschaffen. Die finale Erweiterung, die den ersten Zyklus abschließt, veredelt dieses Meisterwerk. Ob Kenner oder Grünschnabel: Ich empfehle euch wärmstens, dass ihr einen Abstecher in dieses Fantasy-Abenteuer wagt – zumal der Einstieg völlig kostenlos ist. Ich habe es jedenfalls keine Minute bereut.

Erhältlich für: PC, Playstation
Website: de.finalfantasyxiv.com/endwalker