Die Reihe „Fire Emblem“ hat schon einige Jahre auf dem Buckel. Vielen werden die neuesten Ableger vielleicht von Nintendos Handheld 3DS bekannt sein. Es handelt sich dabei um storybasierte Rundenstrategietitel, die sich stets prima spielten.
Für Nintendos Hybrid-Konsole Switch erscheint nun „Three Houses“ – ein rundum neues Abenteuer, das keinerlei Vorwissen benötigt. Ein kleiner Spoiler vorweg: Was Nintendo hier abliefert, gehört zur Crème de la Crème des Genres! Wie der Titel bereits andeutet, geht es in „Fire Emblem: Three Houses“ um drei verschiedene Königreiche.
Als Spieler verschlägt es einen in die größte Militärakademie des Fantasy-Landes, in dem Vertreter der drei Häuser ihre Ausbildung genießen. Wie es der Zufall möchte, übernimmt der Spieler dabei die Führung eines der Häuser als Magister (alternativ auch als Magistra – Gleichberechtigung muss sein): Ob man nun die Schwarzen Adler, die Blauen Löwen oder die Goldenen Hirsche in die Schlacht führt, ist jedem selbst überlassen.
Die Wahl der Schützlinge entscheidet anfangs darüber, welche Einheiten einem zur Verfügung stehen. Viel wichtiger jedoch sind die mit den Häusern verbundenen Charaktere: Jeder Einzelne davon hat seine eigene Identität und Wesenszüge. Und an dieser Stelle muss man „Three Houses“ allen Respekt zollen: Das Spiel nimmt sich unglaublich viel Zeit, um jede einzelne Figur gebührend vorzustellen – sofern man das auch möchte.
Man kann sich in dem riesigen Kloster, in dem sich die Akademie befindet, mit jeder Menge Kram beschäftigen: Beispielsweise darf man während eines Mittagessens mit den Schützlingen plaudern, sie zu Chorproben (!) begleiten oder ihnen bei Sorgen helfen. All das ist völlig optional, verschafft dem Spiel aber unglaublich viel Tiefgang.
Der Hauptfokus liegt natürlich auf den rundenbasierten Gefechten – und die spielen in der Champions League des Genres! Es gibt so viele taktische Möglichkeiten, dass es selbst nach 15 Stunden Spielzeit noch neue Hinweise zu Funktionen gibt. Einfach Wahnsinn. Apropos Spielzeit: Mit rund 70 Stunden für einen Durchlauf ist das neue „Fire Emblem“ ein ganz schön dicker Brocken.
Wer möchte, darf die Spielmechanik durch ein optionales Permadeath-System noch intensiver machen. In diesem Fall werden die auf dem Schlachtfeld gefallenen Helden nicht mehr wiederbelebt – das sorgt für eine völlig neue Herangehensweise an Gefechte.
Machen wir es kurz: Wer sich auch nur einen Hauch für Taktik, Strategie oder die Reihe interessiert, kommt um „Three Houses“ nicht herum. Man könnte fast behaupten, dass das neue „Fire Emblem“ in keiner Switch-Spielesammlung fehlen darf. Reife Leistung!
GENRE Rundenstrategie
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