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Fitness Boxing 3: Your Personal Trainer

Ich will Schweiß sehen!

Handschuhe an, Joy-Cons geschnappt, Schweißband bereit - die Switch-2-Fassung von Fitness Boxing 3 will das aus mir herausholen, was ich sonst gern beim Sport vermeide: richtig ins Schwitzen kommen. Und ehrlich gesagt schafft sie das ziemlich zuverlässig.

Um was geht’s und was ist überhaupt neu?

Nintendo und Entwickler Imagineer haben sich bei der Switch-2-Version nicht mit einem simplen Grafik-Update begnügt. Die spannendste Neuerung heißt CameraPlay: Über eine kompatible USB-Kamera seht ihr euch selbst live im Spiel und könnt eure Haltung in Echtzeit korrigieren, quasi wie vor dem großen Spiegel im Fitnessstudio. Genau dieses Feature ist praktisch der nützlichste Fortschritt.

Aber das ist noch nicht alles: Es gibt noch den neuen Boost-Up-Modus, der das Tempo während der Trainingseinheit kontinuierlich anzieht und bei Fehlschlägen bestraft. Stellt euch den Modus als eine Art Survival-Modus für die eigene Ausdauer vor. Wer es lieber technisch mag, bekommt außerdem den Advanced Scoring Mode, der neben dem Timing auch die Schlaggeschwindigkeit bewertet und die Perfect-Treffer nochmal anspruchsvoller macht.

Wie sich das Training anfühlt

Ihr seht schon: Im Kern bleibt Fitness Boxing 3 das, was es schon immer war: Schattenboxen im Rhythmus der Musik, mit Joy-Cons statt Boxsack. In einem anderen Bericht, den ich gelesen habe, gab es einen schönen Vergleich: „Rock Band mit Boxhandschuhen". Dem kann ich mich so anschließen. Ihr folgt nämlich klar vorgegebenen Bewegungen im Takt, statt völlig frei zu trainieren.

Das mag nach wenig Freiheit klingen, funktioniert in der Praxis aber verblüffend gut als Motivator. So könnt ihr euch Fitness Boxing 3 als eine tägliche Cardio-Routine vorstellen. Die Dauer wählt ihr einfach selbst aus: zum Beispiel 20, 30 oder 40 Minuten und drei Intensitätsstufen. Anfangs ist das noch sehr leicht. Aber je mehr ihr trainiert, desto mehr wird euch der Titel fordern.

Multiplayer und Musik

Ein weiteres Highlight ist der GameShare-Modus: Bis zu vier Personen können hier gemeinsam lokal trainieren, selbst wenn nicht jeder eine eigene Spielkopie besitzt. Das macht Fitness Boxing 3 plötzlich auch zur WG- oder Familienaktivität, statt nur ein einsames Solo-Erlebnis zu sein.

Die Playlist überrascht dabei angenehm. Zwischen Billie Eilish und dem Ghostbusters-Theme (wirklich!) ist einiges an Energie und Abwechslung vertreten. Die Musik besteht teils aus Originalen, teils aus eher mäßig nachgespielten Instrumentalversionen bekannter Songs.

Kleine Schwächen im Detail

Ganz makellos ist die Sache nicht. Wie so oft bei solchen Spielen werden nicht alle Joy-Con-Bewegungen zuverlässig erkannt. Das macht meiner Meinung aber nichts. Hauptsache ihr bewegt euch überhaupt. Und eins sollte euch klar sein: Fitness Boxing 3 bleibt klar ein Fitnessprogramm mit Rhythmus-Elementen und ist damit kein Rhythmusspiel. Nur um das nochmal klarzustellen.

Die Technik selbst überzeugt dagegen fast durchweg. Höhere Auflösung, flüssigere 60 fps und deutlich kürzere Ladezeiten sorgen für ein spürbar geschmeidigeres Gesamtpaket im Vergleich zur alten Switch-Version. Hier macht der Titel eine sehr gute Figur.

Fazit

Fitness Boxing 3: Your Personal Trainer – Switch 2 Edition hat mich überrascht auf die Uhr schauen lassen. Plötzlich waren tatsächlich schon 30 Minuten um, in denen ich geboxt habe, ohne es als Pflichtübung zu empfinden. Die Kombination aus CameraPlay, Boost Up und GameShare macht aus einem bereits solide Konzept ein noch motivierenderes Trainingstool, ohne die eigentliche Formel zu verwässern.

Wer die Vorgängerversion schon besitzt, muss nicht zwingend upgraden. Wer aber neu einsteigt oder das komplette Paket will, bekommt hier eine der praktisch nützlichsten Fitness-Erfahrungen, die aktuell auf der Switch 2 verfügbar sind.

Erhältlich für: Switch

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