Wenn Zauberei zum Slapstick wird: Folly of the Wizards von Numskull Games katapultiert Spieler:innen in eine Welt, in der Magie weniger majestätisch, sondern vor allem ziemlich unberechenbar ist – und das mit voller Absicht! Klingt lustig? Ist es auch.
Als frischgebackener Zauberlehrling, der mehr Tollpatsch als Talent ist, geht es auf die Jagd nach finsteren Dämonen, bockigen Kobolden und einer ordentlichen Portion Slapstick. Die handgezeichnete 2D-Optik, zusammen mit dem humorvollen Design und den liebenswert-bescheuerten Charakteren, verwandeln jede Dungeon-Expedition direkt in eine bunte Comedynummer.
Missgeschick als Hauptfeature
Das Herzstück des Spiels ist die Unvorhersehbarkeit der Zauberei. Hier wird nicht bloß immer der gleiche Feuerball abgefeuert – fast jeder Spruch kann zu spektakulärem Spaß oder totalem Griff ins Klo führen. Schießt man statt eines mächtigen Blitzes plötzlich einen kugelförmigen Eisbecher oder mutiert die eigene Hauptwaffe durch einen Reliktfund zur Kakao-Kanone, ist das kein Fehler, sondern Spielsystem: Jede Runde wird so zum fröhlichen Experimentieren, bei dem Zaubermissgeschicke und erfundene Elemente zum Alltag werden.
Schriftrollen und Relikte sorgen für noch mehr Abwechslung und können Attacken, Wirkung oder Bewegungsarten jederzeit verändern – ob Laserbohnen, Rauchschlag, Doppelsprung oder Dash, jeder Lauf ist anders und lädt zum Ausprobieren ein.
Lustig, aber in der Tradition des Genres
Das Spiel bleibt dabei jederzeit auf der Linie eines Roguelikes: Dungeons werden zufällig generiert, Bossgegner rotieren munter, die Itemauswahl ist groß und unberechenbar. Die Steuerung ist intuitiv, auch wenn der Sprung manchmal auf der Schultertaste liegt und für Stirnrunzeln sorgt.
Das Motto hier: Kämpfen, looten, improvisieren – und immer feste lachen, wenn mal wieder ein Insiderwitz, Zauberfehlversuch oder ein besonders seltsamer Kultist den Bildschirm erobert. Aber inzwischen habt ihr mitbekommen, dass das Spielchen munter ist, oder?!
Kult, Beziehungen und Wiederholung
Ein weiterer starker Punkt ist das soziale Netzwerk im Game: Man trifft auf exzentrische Kultmitglieder und Elitezauberer, kann Freundschaften schließen, Feindschaften entfachen und kleine Story-Abzweigungen erleben. Je nach Dialog und Entscheidung eröffnen sich immer neue Itempfade, Shops oder Quests, und was als Nebensatz beginnt, kann den gesamten Dungeonlauf verändern. Die bunten Persönlichkeiten und witzige Dialoge bringen Schwung und Farbe – und fördern zum erneuten Spielen, weil keine Runde der vorherigen gleicht.
Die Vielfalt der Gegner, vor allem bei Bossen, ist lobenswert, auch wenn einige Attackenmuster teils unfair und die Übersicht bei viel Chaos mal verloren gehen kann. Wer Roguelikes kennt, weiß aber: Frust und Chaos gehören dazu! Wer sich darauf einlässt, findet hier ein charmantes, anarchisches Zauberabenteuer.
Fazit: Kicherndes Chaos mit Zauber-Nachgeschmack
Folly of the Wizards überzeugt als Roguelike mit originellen Spielideen, handgemachtem Humor und kunterbunten Zauber-Experimenten. Die unberechenbare Magie sorgt für viele komische Momente, das soziale Kultsystem bringt stets frische Abwechslung ins Dungeonleben und die handgezeichnete Optik zaubert ein Lächeln aufs Gesicht. Kleine Designmacken und Steuerungs-Eigenheiten verschenken technisch etwas Potenzial, aber wer Spaß an Slapstick-Zauberei, humorvoller Pixelkunst und chaotischer Roguelike-Action hat, bekommt hier einen magisch-witzigen Indie-Trip mit vielen Wiederholungsläufen.
Erhältlich für: Xbox, PS, PC, Switch
Webseite: follyofthewizards.com