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Fueled Up

Achtung vor dem Riesenkraken: In diesem hektisch-amüsanten Koop-Titel solltet ihr Teamgeist beweisen.

Ihr kennt das sicher: Da schippert man mit seinem Raumschiff munter durch das Weltall und landet plötzlich in einem Meteoritenschauer. Einige Systeme fallen aus und die Verkleidung des Raumschiffs lässt langsam zu wünschen übrig. Aber lange stehenbleiben solltet ihr nicht, denn ein riesiger Weltraumkrake ist hinter euch her. Also eine ganz normale Situation – zumindest bei Fueled Up, dem neuen Spiel aus dem Hause Fireline Games.

In bester Gesellschaft

Fueled Up reiht sich in Koop-Titel wie Overcooked oder Move Out ein. Wer eines dieser Spielchen bereits kennt, wird sich auch in Fueled Up gleich zurecht finden – obwohl das Spielprinzip hier leicht verändert wurde. Daher fange ich mal ganz von vorne an.

Fueled Up wirft euch in die Rolle eines findigen Raumschiff-Reperatuers: In einem engen Zeitfens-ter gilt es euer Raumschiff in Schuss zu bekommen. Das heißt: Löcher stopfen, Brände löschen, Energie nachtanken, Türen öffnen, Luftschleusen schließen und so weiter. Ihr seht schon: Fueled Up wird euch ordentlich auf Trab halten. Im Sekundentakt gibt es hier neue Aufgaben. Daher solltet ihr auch auf keinen Fall alleine ins Spiel einsteigen. Fueled Up ist für muntere Partien mit bis zu vier Spieler:innen konzipiert.

Leicht zu lernen, schwer zu meistern

Die Steuerung gestaltet sich gänzlich einfach: Die Figur bewegen, mit Dingen interagieren und Objekte schleppen. Das war es dann schon fast. Was hier wichtig ist: Die Absprache mit euren Teamkamerad:innen. Nur wenn ihr die Aufgaben gut aufteilt und alles im Blick habt, ist euch die Flucht gewiss. Denn darum geht es im Kern: Ihr müsst das Schiff voll auftanken und die Triebwerke starten, bevor euch der Riesenkrake erwischt.

Jede Mission wirft euch in ein Raumschiff, das ihr aus der isometrischen Draufsicht begutachten könnt. In bunter Comic-Optik lauft ihr dann durch die Gänge und erledigt, was zu erledigen ist. Wie gesagt: Es bedarf einiges an Teamwork. So müsst ihr euch auf Schalter stellen, um Türen für Partner zu öffnen. Oder ihr schließt Luftschleusen, damit Teammitglieder nicht ins All gesaugt werden. Auch bei der Herstellung von Energie ist Teamwork von Vorteil: Stellt ihr euch mit mehreren Figuren an den Herstellungstisch, geht die Entwicklung wesentlich schneller voran.

Chaos im Weltall

In den ersten Missionen herrscht zwar schon einiges an Chaos, aber es bleibt noch relativ übersichtlich. Schon ab der vierten oder fünften Mission zieht der Schwierigkeitsgrad deutlich an. Bewegende Plattformen, mit Rauch gefüllte Räume oder Schwarze Löcher machen euch das Leben als Reparateur schwer – und unterhaltsam. Wie bei den Genre-Vertretern lässt euch Fueled Up an einigen Stellen ordentlich fluchen. Aber dieses Gefühl, dass ihr einen schweren Level ganz knapp gemeistert habt, ist unbeschreiblich.

In jeder Mission könnt ihr bis zu drei Sternen sammeln – je nachdem, wie gut ihr wart. Zusätzlich warten noch zwei Nebenaufgaben auf ihre Erfüllung. Doch die sind wirklich nur für Hartgesottene. Denn so einfach werdet ihr diese Anforderungen nicht erfüllen. Als Belohnung für eure Mühen warten neue Kostüme und Köpfe für eure Truppe. Es hat schon was, wenn ich mit einem Fischkopf und mein Kumpel als überdimensionierter Waschbär durch die Gegend stiefelt. Wirklich ernst nimmt sich Fueled Up zu keinem Zeitpunkt.

Fazit

Neben Overcooked hat auch Fueled Up den Weg zu meinen liebsten Koop-Titeln gefunden. Es mag zwar recht stressig sein, wenn man ein paar Level hintereinander zockt – aber lachen musste ich dennoch immer wieder. Dieses herrliche Chaos, wenn alles um einen brennt, man die Orientierung verliert und sich gegenseitig fast panisch anschreit. So soll das bei Koop-Titeln dieses Genres auch sein. Auf Dauer werden die Missionsziele zwar etwas eintönig, aber für zwischendurch lohnt sich der Ausflug ins All.

Erhältlich für: PC, Xbox, PS
Website: fueledupgame.com