Ein wilder Ritt in die Vergangenheit: Furious Bikers ist ein Arcade-Rennspiel von Ratalaika Games, das sich stark an den Kultklassiker Road Rash anlehnt - falls euch das was sagt. Mit einem Retro-Pixel-Art-Stil, actiongeladenen Rennen und Kampfelementen zielt das Spiel darauf ab, die Essenz der 90er-Jahre-Rennspiele zurückzubringen. Erhältlich für Nintendo Switch, PlayStation und Xbox, bietet es schnelle Rennen mit einem Hauch von Chaos. Doch kann Furious Bikers mehr sein als nur eine Hommage?
Rennen trifft auf Prügelaction
Das Gameplay von Furious Bikers ist simpel und leicht zugänglich. Ihr schwingt euch auf euer Motorrad und rast durch 30 Strecken, die in verschiedenen Umgebungen angesiedelt sind – von staubigen Wüsten bis hin zu städtischen Straßen. Das Ziel ist es, nicht nur als Erster ins Ziel zu kommen, sondern auch eure Gegner mit Tritten und Schlägen aus dem Weg zu räumen.
Die Steuerung ist unkompliziert: Gas geben, lenken und angreifen – mehr braucht es nicht. Besonders die Kampfelemente sorgen für Abwechslung: Ihr könnt eure Gegner mit Schlägen oder Tritten attackieren, um sie von der Strecke zu drängen oder ihren Fortschritt zu behindern. Das sorgt für einige spaßige Momente, besonders wenn ihr erfolgreich einen Gegner ausschaltet und euch dadurch einen Vorteil verschafft.
Turbo-Boosts und Geschwindigkeitspads auf der Strecke bringen zusätzliche Dynamik ins Spiel. Ihr könnt Münzen einsammeln, um neue Motorräder freizuschalten, die bessere Werte wie höhere Geschwindigkeit oder bessere Kontrolle bieten. Leider bleibt das Upgrade-System recht rudimentär.
Viel Potenzial, wenig Abwechslung
Die 30 Strecken versprechen zunächst Vielfalt, doch schnell wird klar, dass sich viele Abschnitte wiederholen. Die Umgebungen unterscheiden sich zwar optisch – mal fahrt ihr durch eine Wüste, mal durch eine Stadt –, doch das Layout der Strecken bleibt oft ähnlich. Es fehlen aufregende Kurven oder Hindernisse, die das Renngefühl intensiver machen könnten.
Auch die KI der Gegner lässt zu wünschen übrig: Sie wirkt oft unberechenbar und wechselt zwischen aggressivem Verhalten und völliger Passivität. Dadurch fühlt sich das Rennen manchmal weniger wie ein Wettbewerb an und mehr wie ein chaotisches Durcheinander.
Retro-Charme mit Schwächen
Die Pixel-Art-Grafik von Furious Bikers hat ihren eigenen Charme und erinnert an klassische Arcade-Spiele der 90er-Jahre. Die Motorräder und Charaktere sind liebevoll gestaltet, wenn auch etwas schlicht. Die Umgebungen sind farbenfroh, aber detailarm – hier hätte man mehr aus dem Retro-Stil herausholen können.
Der Soundtrack besteht aus kurzen, sich wiederholenden Musikstücken, die zwar zur hektischen Atmosphäre passen, aber schnell monoton werden. Auch die Soundeffekte – etwa das Dröhnen der Motoren oder die Geräusche beim Kämpfen – wirken wenig dynamisch und könnten kräftiger sein.
Kurzlebiger Spaß
Mit 30 Strecken bietet Furious Bikers auf den ersten Blick viel Inhalt. Doch da sich viele Level ähneln und die Mechaniken schnell repetitiv werden, ist die Spielzeit begrenzt. Nach etwa 3–4 Stunden habt ihr alle Strecken gesehen und die meisten Motorräder freigeschaltet. Es gibt keinen echten Anreiz für einen zweiten Durchgang oder weitere Herausforderungen.
Fazit: Für kurze Arcade-Sessions geeignet
Furious Bikers ist ein unterhaltsames Rennspiel für zwischendurch, das mit seinem Retro-Stil und den Kampfelementen punktet. Es bietet unkomplizierten Spaß für einen Moment. Allerdings leidet es unter mangelnder Abwechslung im Leveldesign, einer schwachen KI und fehlender Tiefe bei den Mechaniken. Für den günstigen Preis ist es eine nette Option für kurze Sessions oder nostalgische Spielerlebnisse. Wer jedoch nach einem langfristig motivierenden Rennspiel sucht oder hohe Ansprüche an Gameplay-Tiefe hat, wird hier enttäuscht sein.
Erhältlich für: Xbox, PS, PC, Switch
Webseite: ratalaikagames.com/games.php?id=furiousbikers