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gamescom 2019 – die 3 emotionalsten Momente

Welche Spiele haben am meisten berührt?

Jede gamescom ist einzigartig: Um jedem Entwickler gerecht zu werden, habe ich meine Presse-Termine in verschiedene Highlight-Kategorien gepackt. Diesmal sind die drei Termine an der Reihe, bei denen ich so berührt war, dass sie mir Gänsehaut bescherten.

 

The Wanderer: Frankenstein's Creature

Als ich auf den Weg zu Arte in den französischen Pavillon war, dachte ich mir ehrlich gesagt nicht viel bei dem Termin – ich war allerdings gespannt auf das Spiel „The Wanderer: Frankenstein's Creature“, von dem ich lediglich wusste, dass es ein Adventure war. Nachdem ich dann eine schnelle Einführung bekam und dann für circa 20 Minuten alleine mit Kopfhörer vor dem PC gelassen wurde, tauchte ich tief in das Abenteuer ein. Genau wie in dem Roman-Klassiker schlüpfe ich in die Haut der frisch erschaffenen Kreatur. Ich weiß weder, wo ich bin, was ich machen muss oder wie ich hierher gekommen bin. Langsam irre ich durch die Gegend, entdecke Räume, Farben, andere Wesen und sogar die menschliche Sprache oder deren Sozialverhalten. All das erfahre ich durch kleine, intuitive Rätsel, eine bezaubernde Aquarell-Optik und herzzerreißende Musik. Wenn das Spiel im Oktober erscheint, will ich unbedingt wissen, wie diese emotionale Reise weitergeht – packend und berührend.

 

Creature in the Well

Bei „Creature in the Well“ kannte ich lediglich ein paar Screenshots und grob die Story. Dass mich der Termin aber so umhauen würde, hätte ich nicht vermutet. Das lag unter anderem daran, dass das Spiel von einem (der insgesamt nur zwei) Entwickler präsentiert wurde – und das mit einer unglaublichen Passion. Wenn er über die irre Mischung aus Hack’n Slay und Flipper (ja, das ist wirklich so!) sprach, bekam ich Gänsehaut. Das Spiel selbst fühlt sich übrigens hervorragend an vom Gameplay und hob meine Vorfreude auf den Release in den nächsten Wochen. Aber ich sage euch: Wenn ein Entwickler sein „Baby“ live vor der Presse mit solchem Herzblut präsentiert, dann hat er es einfach verdient, dass alle davon Bescheid wissen. Ich jedenfalls werde mich dem „Creature in the Well“ in Bälde (ab dem 6. September) stellen!

 

Indie-Halle

Eins der Highlights – und das sage ich mit Zugang zur abgeschotteten Business-Area! – finde es immer ein Genuss, in die Halle 10.1 auf der KölnMesse zu wandern. Dort tummeln sich nämlich jede Menge Indie-Publisher, die mit innovativen, verrückten, lustigen und manchmal haarsträubenden Videospiel-Kreationen aufwarten. Die Begeisterung der Entwickler, wenn sie ihre Spiele einem großen Publikum vorstellen dürfen, packt mich immer wieder. Nicht falsch verstehen: Bei den großen Publishern geschieht dies auch regelmäßig und ich respektiere Besucher, die vier Stunden in einer Schlange anstehen, um 15 Minuten Gameplay zu sehen – doch bei den Indie-Publishern weht ein anderer Wind durch die Hallen und die Verbindung von Spielern und Entwicklern scheint auf einer viel persönlicheren Ebene stattzufinden. Schwer zu beschreiben. Daher empfehle ich euch, einfach mal selbst vorbeizuschauen.