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gamescom 2019 - die 3 schnellsten Racer

Wo geht es am rasantesten zu?

Jede gamescom ist einzigartig: Um jedem Entwickler gerecht zu werden, habe ich meine Presse-Termine in verschiedene Highlight-Kategorien gepackt. Diesmal sind die drei Termine an der Reihe, bei denen ich die Reifen (oder was auch immer) quietschen lassen durfte.

 

GRID

Willkommen bei der Mutter aller Rückspulfunktionen: „GRID“ feiert in diesem Jahr ein fulminantes Comeback. Bei dem Termin in der Lounge von Koch Media/Deep Silver durfte ich miterleben, dass Codemasters sein Handwerk einfach versteht. Für meinen Kollegen Kim, seinerseits ein wahrer Rennspielexperte, und mich war die Präsentation eine Geduldsprobe im positiven Sinn – denn nach dem gezeigten Gameplay können wir kaum noch den 11. Oktober erwarten.

Das ist nämlich der Termin, an dem „GRID“ endlich in die Läden kommen soll. „GRID“ schafft erneut den Spagat zwischen Arcade und Simulation: Je nachdem, wie wir uns bei den Einstellungen entscheiden, ändert sich das Fahrgefühl. Persönlich tendiere ich eher zur Arcade und mache mir wenig Gedanken über meine Ausbalancierung oder den exakten Bremsweg – allerdings ist das jedem selbst überlassen. Ich verlasse mich viel lieber auf ein schnelles, actionreiches Fahrerlebnis, was „GRID“ definitiv zu bieten hat.

Und sollte ich doch mal einen Fehler machen, dann nutze ich einfach die Rückspulfunktion, die mir bereits bei den Vorgängern und in anderen Rennspielen so viel Frust erspart hat. Neben einer bombastischen Optik und einem fantastischen Fahrgefühl – sofern man das nach 30 Minuten überhaupt sagen kann – scheint auch inhaltlich alles zu stimmen bei „GRID“. Besonders ein Punkt ließ mich aufatmen, als einer der Entwickler sagte, dass sie bei Codemasters Mikrotransaktionen hassen.

Puh, das klingt doch mal vielversprechend. Ob sich mein gutes Gefühl bewahrheitet, werden wir schon sehr bald feststellen. Im Oktober liefert euch mein Kollege einen detaillierten Einblick in die Welt von „GRID“. Bis dahin könnt ihr ja mal bei den Vorgängern in Erinnerungen schwelgen.

Web: codemasters.com


Hot Wheels Infinite Loop

Kleine Berg- und Talfahrt: Als ich kurz vor der gamescom noch die Chance auf einen Termin mit Mattel bekam, stieg meine Neugierde. Von einem brandneuen Spiel aus einer sehr bekannten Franchise war die Rede – vielleicht schon Richtung AAA-Produktion. Natürlich machte ich mir Gedanken darum und hatte auch an „Hot Wheels“ gedacht. Dass sich meine Vorahnung bestätigte, steigerte meine Neugierde nur noch mehr.

Eine leichte Enttäuschung setzte allerdings ein, als mir das Spiel als Free-to-Play-Titel für mobile Endgeräte vorgestellt wurde. Irgendwie hatte ich mit einem Fun-Racer für die Hauptkonsolen gerechnet. Sei’s drum. „Infinite Loop“ heißt also das Rennspielchen, bei dem ich auf meinem Handy oder iPad ein paar Runden drehen darf – entweder gegen Freunde oder alleine.

Interessant fand ich die Tatsache, dass der Titel bereits jetzt schon zum Download bereit steht – jedenfalls für iOS-Geräte. Dort darf ich nicht nur Rennen fahren, sondern auch meine alte Sammelleidenschaft für die bunten Auto aufleben lassen. Die Steuerung stellte sich dabei recht simpel dar: Nach rechts und links steuern, driften und einen Boost einsetzen. Das war’s dann auch schon.

In Multiplayer-Matches kann ich gegen Freunde antreten und ihnen einheizen: Die Partien gestalten sich als 4-gegen-4-Rennen mit jeder Menge Explosionen und verrückten Stunts. Wer lieber alleine spielt, der kann das ebenfalls machen – solange er über die nötigen Tickets verfügt. Denn zu Beginn habt ihr fünf solcher Tickets und dürft damit fünfmal auf die Jagd nach besserer Ausrüstung oder neuen Autos gehen.

Die Tickets regenerieren sich über die Zeit. Wollt ihr das umgehen, solltet ihr euch auf 11,99 Euro pro Monat gefasst machen – das ist nämlich der Preis für den „Infinite VIP Club“. Grafisch überzeugt das Spielchen ebenfalls – immerhin nimmt es auch knapp über 700 Megabyte auf eurem Handy oder Tablet ein.

Das Fahrgefühl selbst ist der Truppe von Mattel ordentlich geraten – auf der Strecke stimmt der Spaß. Abseits der Rennpiste nerven jedoch die langen Werbevideos etwas, sofern ihr kein VIP-Mitglied seid. Meine Hoffnung besteht immer noch, dass sich die „Hot Wheels“ vielleicht doch irgendwann den Weg auf meine Xbox, Playstation oder Switch bahnen.

Web: infinite-loop.mattel.com


Pacer

Der schnellste Kandidat auf der diesjährigen gamescom war sicherlich „Pacer“: Die Entwickler von R8 Games schicken endlich mal wieder ein futuristischen Rennspiel auf den Markt. Direkt fühle ich mich an Klassiker wie „F-Zero“ oder „Wipeout“ erinnert – coole Sache. Dass es hierbei richtig schnell wird, zeigt schon die Tatsache, dass es anstelle von Schwierigkeitsstufen sogenannte Geschwindigkeitsstufen gibt – vier an der Zahl.

Besonders in den Kurven müsst ihr bei den Rennen beweisen, wie gut ihr euren Boliden bei über 400 oder 500 km/h unter Kontrolle habt. Ich jedenfalls fand das Erlebnis fordernd und erfrischend nostalgisch gleichermaßen. Es macht schon was daher wenn ich bei 450 km/h eine Rakete abschieße und anschließend über die qualmenden Überreste meines Gegners brettere.

Allerdings sollte ich darauf achten, dass meine Energie nicht auch der Null entgegen geht. Dazu gibt es ja Felder auf den Strecken, die meine Schilde wieder auffüllen. Zusätzlich sind auch verschiedene Waffen auf den Strecken platziert und Boost-Felder, die euch noch mehr Speed bescheren – alles typisch für das Genre.

Äußerst interessant fand ich die Ankündigung einer Art „Battle Royale“-Modus für „Pacer“. Zunächst konnte ich mir darunter nicht viel vorstellen, aber die Erklärung eines Entwicklers brachte Klarheit: Bei diesem Modus erscheint eine Art Kraftfeld über einem bestimmten Bereich einer Strecke, das sich mit rasender Geschwindigkeit bewegt.

Ihr sollt nun also versuchen innerhalb dieses Feldes zu bleiben, um keinen Schaden zu nehmen. Stück für Stück wird dieser Bereich immer kleiner. Klar, dass es innerhalb des Feldes dann zu heißen Feuergefechten kommen wird. Klingt ziemlich spannend. Ich freue mich jetzt schon darauf, dass ich im kommenden Jahr ein paar blitzschnelle Runden drehen darf.

Web: pacergame.com