Gravity Lane 981
Als ich zum Termin von Byte Rockers gespurtet bin, hatte ich bei „Gravity Lane 981“ eigentlich mit einem Rennspiel gerechnet – ich habe es wohl mit „Pacer“ verwechselt. Umso erstaunter war ich, dass ich statt flotter Flitzer eine Schwerkraftkanone mit Hamster-Cockpit vorgesetzt bekam. Ja, wirklich! Ihr habt euch nicht verlesen.
„Gravity Lane 981“ ist nämlich ein abgedrehtes Denk- und Puzzlespielchen, das mich erstaunlich oft an Klassiker wie „Portal“, „Qube“ oder „The Turing Test“ erinnert hat. Darin müsst ihr als Hamster die Welt vor dem Untergang retten, indem ihr im Hause einer verzweifelten Wissenschaftlerin den Weltzerstörungsmechanismus ausschaltet.
Klingt verrückt, ist es auch. Und das ist genau die Absicht der Byte Rockers. In ihrem Spiel habt ihr die Macht die Gravitation zu manipulieren und euch dabei von einem Raum zum nächsten zu rätseln. Das ist auch nötig, weil ein Sicherungssystem den Zugang zum erlösenden Knopf versperrt hat. Der Hamster ist dabei der Star von „Gravity Lane 981“, wenn mit seinen sarkastischen Einwänden und stets schlechter Laune jede Situation kommentieren muss.
Das Spiel ist für kommendes Jahr angedacht. Doch um euch selbst einen Eindruck zu verschaffen oder den Entwicklern ein wertvolles Feedback zu geben, könnt ihr euch bereits jetzt eine kostenlose Demo auf Steam herunterladen. Die Byte Rockers werden sich sicherlich sehr über eure Meinung freuen.
Web: byterockers.games
Autonauts
Wo bin ich denn hier gelandet? Das habe ich mich bei dem putzigen Spielchen „Autonauts“ von Curve Digital in den ersten Minuten gefragt. Ganz locker präsentiert uns einer der Entwickler, wie er im Spiel einen kleinen Roboter bastelt.
Als er dann freudig in die Runde schaut, um zu sehen, wie wir reagieren, sieht er unsere fragenden Minen. Dann lacht er und fängt mit den Erklärungen an: „Autonauts“ dreht sich um die Kolonisierung eines Planeten. Um diesen jedoch wirtschaftlich möglichst effizient zu nutzen, brauchen wir die Hilfe von kleinen Robotern, die wir uns anfangs mit unserem Avatar mühevoll selbst zusammenschustern – mit den Materialien, die wir finden.
Haben wir den ersten Roboter fertig, programmieren wir ihn so, dass er eine Aufgabe erledigt – in unserem Fall soll er Steine und Stöcke sammeln. Das hilft schon mal bei der Produktion. Später bauen wir mehr Roboter, was zu besseren Produktionslinien führt. Alles ist darauf ausgelegt, dass wir es „automatisieren“ – daher der Name des Spielchens.
Das geht so weit, dass wir nach Stunden im Spiel ganze Fabriken bauen, in denen Roboter, Möbel, Nahrung oder Kleidung entstehen. Eine sehr interessante Simulation, die zum Umdenken anregt und möglichst kreative Lösungswege fordert.
Blacksad – Under the Skin
Ein Panther im Detektivanzug, ein Kampfhund in Boxershorts und ein Nashorn mit Zigarre? Willkommen in der tierischen Welt von „Blacksad – Under the Skin“. Bei dem Spiel aus dem Hause Microïds geht es nicht etwa darum einen Zoo zu leiten, sondern hier steht eine ernste Story im Vordergrund – und die orientiert sich an den spanischen Comics zu „Blacksad“.
Der Grafikstil und das Design, das Tiere in menschliche Rollen versetzt, ist das herausragende Merkmal von „Blacksad“. Im Spiel übernehmt ihr die Rolle des erwähnten Panthers, der einen Fall zu klären hat. Dabei merkt man den Entwicklern deutlich an, dass sie sich bei den Telltale Games inspiriert haben: Quicktime-Events, ausufernde Dialoge und schwerwiegende Entscheidungen werden euer ständiger Wegbegleiter sein.
Im November soll der Spaß losgehen. Ich freue mich jetzt schon darauf, einen spannenden Fall miterleben zu dürfen. Hier steckt jede Menge Potenzial drin!