Eigentlich sind Termine bei Hardware-Herstellern auf der gamescom immer eine recht trockene Angelegenheit – wie ich auch in diesem Jahr mehrfach erfahren durfte. Doch der Termin bei Snakebyte stach da etwas hervor: An einem kleinen, unscheinbaren Stand mitten in der Business-Area durfte ich eine halbe Stunde in das Portfolio von Snakebyte eintauchen – und wurde richtig überrascht. Zunächst einmal vielen mir die Logos von drei Bundesliga-Clubs ins Auge: Bayern München, Borussia Dortmund und Schalke 04. Alle drei Vereine haben ihre ganz persönliche Reihe an Hardware von Snakebyte bekommen – angefangen vom simplen Mauspad über Gaming-Controller für Konsolen bis hin zur Profi-Tastatur für den PC. Ich war schon etwas begeistert. Als ich anschließend noch in meinem Termin über die coolen und für die gebotene Qualität kostengünstigen Accessoires (wozu auch Gaming-Stühle zählen) aufgeklärt wurde, prägte ich mir den Namen des Herstellers gut ein. Zukünftige Tests werden zeigen, ob sich die unterschiedlichen Zubehörteile einen Platz in meinem Gamer-Herzen erobern können.
Warum mich der Termin bei Rockfish Games überraschte? Ganz einfach: Weil ich mit „Everspace 2“ einfach nicht gerechnet hatte. Im Vorfeld dachte ich an einen Zusatz für „Everspace“, das ich gerade erst auf der Switch für mich entdeckt und lieb gewonnen habe. Dass aber bereits der Nachfolger in den Startlöchern steht, hat mich dann doch eiskalt erwischt. Wenn der Weltraum-Shooter mit süchtig machender Loot- und nun ganz neuer Open-World-Spielmechanik nur halb so gut wird, wie von den Machern angepriesen, dann kann ich die Tage kaum noch zählen, bis ich mich wieder in die Weiten des Alls begeben darf. Einziger Wermutstropfen: Bis es soweit ist, wird wohl noch über ein Jahr vergehen. Denn „Everspace 2“ wurde für 2021 angekündigt.
Bei diesem Termin überrascht mich, dass ich überrascht war. Denn mal ehrlich: Von „Cyberpunk 2077“ spricht doch inzwischen jeder Gamer – beziehungsweise hat davon gehört. Als ich jedoch für eine Stunde eine live Gameplay-Vorführung von den Entwicklern bei CD Project Red bekam, fiel es mir schwer, meine Kinnlade wieder hochzuklappen. Hier steckt so viel Potenzial drin, dass es mir die Sprache verschlägt: Die Atmosphäre, die spielerischen Möglichkeiten und diese Liebe zum Detail samt bombastischer Optik sind einzigartig. Im April 2020, dem Erscheinungsmonat von „Cyberpunk 2077“, werde ich mir wohl extra Urlaub nehmen müssen. Diesen futuristischen Rollenspieltrip will ich auf keinen Fall verpassen.