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Garfield – Escape from Monday

Der faule Kater kämpft gegen seinen schlimmsten Albtraum.

Garfield liebt Lasagne und hasst Montage. Wer den orangefarbenen Kater nicht so gut kennt, bekommt mit dem Titel bereits die wichtigste Charakterbeschreibung geliefert: Montag steht für frühes Aufstehen, Arbeit und alles, was Garfield lieber vermeiden würde. In Garfield – Escape from Monday wird daraus sogar ein ausgewachsener Albtraum.

Nachdem Garfield eine Lasagne mit Gemüse gegessen hat, fällt er in einen tiefen Schlaf. Im Traum hat der Fernsehkoch Chef Monday seine gemütliche Welt mit Gemüse, zuckerfreien Süßigkeiten und anderen Zumutungen verseucht. Garfield muss nun durch drei verrückte Traumwelten reisen, Lasagne sammeln und irgendwie wieder aufwachen.

Lasagne statt Langeweile

Spielerisch erwartet euch ein klassischer 3D-Plattformer. Garfield springt, tritt Gegner, rollt sich zusammen und nutzt einen Vorwärtsschub, um größere Abstände zu überwinden. Die Steuerung bleibt angenehm einfach, wodurch auch jüngere Spieler schnell ins Abenteuer finden.

Die über 40 Level führen durch farbenfrohe Welten wie den Gemüse-Albtraum, das Süßigkeitenreich und eine Barbecue-Wüste. Dabei begegnen euch wütende Tomaten, Maiskolben, schießende Chilis und andere Lebensmittel, die Garfield vermutlich lieber auf einem Teller als mitten im Weg hätte.

Optisch hat das Spiel durchaus Charme. Die Level sind bunt gestaltet und greifen viele typische Garfield-Themen auf. Besonders schön sind die ungewöhnlichen Umgebungen: Twizzler-Schienen, Fleischplattformen, Pommes-Felsen und rotierende Radieschen sorgen zumindest für einige witzige Einfälle.

Sammeln für Jon

Neben dem bloßen Erreichen des Levelendes sammelt ihr Käse, Snacks und versteckte Lasagne. Die Fundstücke schalten Möbel und Dekorationen für Jons Haus frei. Dadurch entsteht ein kleiner zusätzlicher Anreiz, bereits absolvierte Abschnitte noch einmal gründlicher zu erkunden.

Das ist kein besonders tiefes Belohnungssystem, aber es passt gut zum gemütlichen Charakter des Spiels. Wer einfach nur vorankommen möchte, kann das tun. Wer jede Lasagne finden will, bekommt dagegen ein paar zusätzliche Stunden Beschäftigung.

Für Abwechslung sorgen außerdem Nebenlevel und gelegentliche Bosskämpfe. Gleich zu Beginn bekommt ihr es beispielsweise mit einem von einer Maus gesteuerten Traktor-Mech zu tun. Die Bosskämpfe sind eher unkompliziert, lockern den Ablauf aber angenehm auf.

Kostüme mit Fähigkeiten

Garfield kann im Verlauf des Spiels verschiedene Kostüme freischalten. Diese sind nicht nur kosmetisch, sondern verleihen ihm neue Fähigkeiten: Im Truthahnkostüm kann er kurzzeitig fliegen, als Surfer gleitet er über Wasser und im Cowboy-Outfit schwingt er sich mit einem Lasso über Abgründe.

Die Idee gefällt mir grundsätzlich gut, auch wenn die Fähigkeiten meist sehr eindeutig eingesetzt werden. Das Spiel sagt euch normalerweise recht genau, wann welches Kostüm benötigt wird. Große Experimentierfreude ist deshalb nicht gefragt.

Trotzdem sorgen die Kostüme dafür, dass die einzelnen Welten nicht völlig gleich funktionieren. Außerdem sieht Garfield in manchen Verkleidungen einfach herrlich albern aus – und das gehört bei diesem Kater schließlich zum Gesamtpaket.

Nicht jeder Witz landet

Garfield kommentiert das Geschehen regelmäßig und nimmt dabei nicht nur die Traumwelt, sondern auch das Spiel selbst aufs Korn. Einige Sprüche sind durchaus passend, andere wiederholen sich sehr schnell. Das fängt dann an zu nerven.

Während andere den Humor vielleicht als charmant und unterhaltsam empfinden, störte mich Garfields ständiges Gemecker. Genau hier dürfte der persönliche Geschmack entscheiden. Wer Garfield vor allem wegen seiner sarkastischen Art mag, wird einige Treffer landen. Wer eine etwas ruhigere Abenteuerstimmung erwartet, könnte nach einigen Stunden genervt sein.

Auch der Schwierigkeitsgrad bleibt niedrig. Die Checkpoints liegen großzügig verteilt, und Garfield steckt einiges ein. Das ist für Kinder und ungeübte Spieler angenehm, erfahrene Plattform-Fans werden dagegen kaum gefordert.

Kleine technische Stolperer

Die größten spielerischen Schwächen liegen in der Plattformsteuerung und der Kamera. Garfield bewegt sich teilweise etwas träge, wodurch Sprünge und Richtungsänderungen nicht immer so präzise ausfallen wie gewünscht.

Die Kamera kann in engen oder hektischen Passagen ebenfalls störend reagieren. Aber irgendwie gehört das zu 3D-Plattformern dazu.

Fazit

Garfield – Escape from Monday ist kein neuer König der 3D-Plattformer, aber ein sympathisches, zugängliches Abenteuer für jüngere Spieler und Fans des mürrischen Katers. Die farbenfrohen Traumwelten, die witzigen Lebensmittelkulissen und die Kostüme sorgen für ausreichend Abwechslung.

Die Geschichte ist herrlich albern: Garfield kämpft sich durch einen Gemüse-Albtraum, weil jemand es gewagt hat, seine Lasagne zu ruinieren. Das passt wunderbar zur Figur – auch wenn die vielen selbstironischen Kommentare nicht immer zünden.

Erfahrene Spieler werden durch die einfachen Kämpfe, die großzügigen Checkpoints und die teilweise träge Steuerung kaum gefordert. Wer jedoch einen unkomplizierten Plattformer für zwischendurch sucht oder gemeinsam mit jüngeren Spielern durch bunte Level hüpfen möchte, bekommt hier solide Unterhaltung.

Garfield entkommt dem Montag also tatsächlich. Ob er danach allerdings jemals wieder eine Gemüse-Lasagne akzeptiert, darf stark bezweifelt werden.

Erhältlich für: Xbox, PS, PC, Switch 
Webseite: microids.com/garfield-escape-from-monday