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Genesis Noir

Adventure-Freude: Ein abstraktes Kunstwerk in Schwarz-Weiß.

Ich bin ganz ehrlich: Genau kann ich euch nicht erklären, um was es bei Genesis Noir geht. Klar, es gibt schon eine Handlung. Aber diese kann mein Verstand nicht so ganz zusammenführen – muss er auch nicht. Denn merkwürdigerweise hat mich das Spiel von Feral Cat Den dennoch unterhalten. Wenn ihr den Grund dafür wissen wollt, lest weiter.

Verwirrung mit Stil

Zunächst einmal: Genesis Noir ist grundsätzlich ein Point&Click-Adventure – soviel kann ich mit Gewissheit sagen. Alles fängt damit an, dass ihr einem hungernden Mann dabei helft, Armbanduhren zu verkaufen. Dazu klickt ihr einfach Passanten an und wählt eine Uhr, die ihr ihnen verkaufen wollt. Danach wird es immer merkwürdiger. Denn bevor ich mich versehe, stehe ich auf der Straße und schaue zu einem Fenster hoch. Dort lebt wohl die große Liebe unseres Protagonisten.

Ein Schrei zerrt ihn aus seinen Tagträumen. Flugs spurtet er die Treppen hoch und stürmt ins Zimmer – um zu sehen, wie jemand auf die Dame schießt. Bevor ich nun hier weitererzähle, lasst mich euch einen kurzen Einblick auf die grafische Umsetzung von Genesis Noir geben. Bereits im Namen könnten Cineasten erahnen, dass es sich hierbei um eine kontrastreiche Schwarz-Weiß-Darstellung handeln könnte.

Schatten und Widersprüche spielen hier eine große Rolle. Prinzipiell habt ihr es bei Genesis Noir mit einem 2D-Adventure zu tun, dessen Zwischensequenzen über eine Ebene mehr verfügen oder es suggerieren.

Zeitreise mit Grip

Zurück zur Story: Nachdem die Holde erschossen wurde, beginnt die verrückte Reise. Unser Held reist dabei durch Zeit und Raum – so deute ich das zumindest. Sein Ziel: Den Urknall verhindern, der zu diesem Chaos führen konnte. Ihr sehr schon: Hier werden sehr komplexe Fragen aufgeworfen. Spielerisch seid ihr aber eher damit beschäftigt, kleine Rätsel zu lösen, die meiner Meinung nach nicht immer Sinn ergeben.

So stehe ich plötzlich in einem Garten und lasse aus weißen und schwarzen Samen verschiedene Dinge sprießen – alles verpackt in kleine Rätselaufgaben. Ein Beispiel gefällig? Mal muss ich die richtige Frequenz finden, um einen Samen zum Wachsen zu bringen, mal soll ein Baum auf eine bestimmte Art wachsen, bevor ich weiterkann. Alles wirkt insgesamt verschwommen, punktuell aber immer glasklar – es ist ein merkwürdiges Gefühl, das Genesis Noir vermittelt.

In jedem Kapitel verfolgt ihr einen Handlungsstrang. Versucht erst gar nicht zu verstehen, was hier geschieht. Ich habe meine Gedanken nie so recht um das große Ganze bekommen, ohne Kopfschmerzen davon zu bekommen. Jedenfalls ist es interessant und hält euch bei der Stange. Nur in einfachen Worten vermag ich es nicht zu beschreiben. Das muss Kunst sein – ist es auch meines Erachtens nach.

Fazit

Genesis Noir ist in jeder Hinsicht besonders: Von der Präsentation bis hin zur Story selbst – ziemlich faszinierend, was hier geschieht. Auch wenn ich noch nicht genau weiß, wie alles zusammenhängt. So anspruchsvoll Genesis Noir auch in Sachen Story sein mag, spielerisch befindet sich das Werk von Feral Cat Den eher auf einem niedrigen Level – was jetzt keine Kritik ist.

Die kleinen Rätsel sind erfrischend abwechslungsreich, aber nie zu fordernd. Nur manchmal bin ich nur durch bloßes Probieren auf die Lösung gestoßen. Aber auch das darf mal sein. Um es kurz zu machen: Genesis Noir ist definitiv ein Erlebnis, das sich Fans von Adventures ruhig einmal zu Gemüte ziehen könnten. Mich hat es jedenfalls nach einer Weile dann gepackt und nicht mehr losgelassen.

Erhältlich für: Xbox, Switch, PC
Website: genesisnoirgame.com