Erst seit 2019 ist der Gigantosaurus im deutschsprachigen Fernsehen angekommen. Die Zeichentrickserie richtet sich vornehmlich an Kleinkinder mit einem Faible für Dinos. Darin geht es um die vier Freunde Rocky, Mazu, Bill und Tiny, die mal so groß und stark werden wollen wie ihr Vorbild, der Gigantosaurus. Outright Games hat sich mit der Bande bereits vor drei Jahren beschäftigt und sie als abenteuerliches Jump&Run versoftet. Nun aber holt Outright Games die Karts raus und verfrachtet die Saurier auf die Rennstrecken à la Mario Kart. Klingt spannend. Also ab hinters Lenkrad.
Perfekt für Neulinge
Eins vorweg: Erwartet hier ja kein Mario Kart – auch wenn ich es einen Abschnitt vorher erwähnt habe. Denn Gigantosaurus: Dino Kart ist vielmehr ein Einsteigerspiel für junge Rennfahrer:innen, die schnell gefrustet sind. Das merkt man nicht nur an der niedlichen Aufmachung, sondern auch an einigen Fahrerhilfen, die wirklich jeden hier Erfolge feiern lassen.
Auf dem Rennplan stehen insgesamt 15 unterschiedliche Strecken auf drei Themengebieten. Im Arcade-Modus fahrt ihr drei Grand Prixs zu je fünf Rennen. Als Einstieg eignet sich dieser Modus hervorragend. So lernt ihr die unterschiedlichen Strecken kennen und könnt euch das Fahrerfeld anschauen. Außerdem spielt ihr nach erfolgreich absolviertem Cup auch neue Charaktere frei. Insgesamt acht unterschiedliche Figuren gibt es zu entdecken. Dabei spielt es keine Rolle, für wen ihr euch entscheidet. Die spielen sich allesamt ziemlich gleich. Aus optischer Warte macht es natürlich einen Unterschied, weil jeder Dino sein eigenes Fahrzeug mitbringt.
Auf der Rennstrecke geht es dann heiß her – je nachdem für welchen Schwierigkeitsgrad ihr euch entschieden habt. Ihr rast so schnell wie möglich drei Runden über den Parcours, um möglichst weit vorne durchs Ziel zu kommen. Auf der Strecke sammelt ihr Items ein, die ihr direkt nutzen könnt: Von Schlammbällen über Schutzschilder bis zu Brüllattacken gibt es hier ein breites Spektrum an Hilfsmitteln für die Rennfahrer:innen. Das alles kennt man allerdings aus anderen Vertretern des Genres.
Gemeinsam durchs Jura
Mit bis zu vier Spieler:innen gleichzeitig dürft ihr per Splitscreen gemeinsam die Rennen bestrei-ten. Damit erfahrene Spieler:innen auch mit kompletten Neulingen fahren können, gibt es eine Fahrerhilfe für die Kleinsten unter euch. Mit dieser virtuellen Stütze müsst ihr im Prinzip nur etwas Gas geben und die Items auslösen. Die KI hält euch automatisch auf der Strecke. Das erspart Frust und lässt jüngere Teilnehmer:innen viel besser ins Geschehen eintauchen. Sehr gut, um mal mit Mama und Papa eine Runde zu fahren.
Grafisch macht Gigantosaurus: Dino Kart ebenfalls eine gute Figur. Die Rennstrecken sind schön bunt und orientieren sich sehr gut an der Zeichentrickvorlage. Wenn dann beispielsweise der riesige Gigantosaurus über die Strecke tapst, gibt es schon was zu bestaunen. Auch die Fresspflanzen oder weitere Dinos am Rand sind immer wieder ein Hingucker.
Fazit
Kommen wir zum Endergebnis: Bei der jüngeren Zielgruppe trifft Gigantosaurus: Dino Kart wohl genau ins Schwarze. Denn mit dem bunten Comic-Stil, der Fahrerhilfe und den seichten Strecken bietet das Spiel den idealen Einstieg für Rennfahrer:innen. Kenner des Genres werden hier rein gar nichts Neues finden und sich schnell langweilen, weil der Umfang mit 15 Strecken und 8 Fahrern nicht gerade üppig ausfällt. Daher ist von technischer Seite aber nichts zu meckern. Wenn ihr auf der Suche auf ein familien- oder kinderfreundliches Rennspiel seid, kann ich euch den Titel hier wärmstens empfehlen.
Erhältlich für: PC, Xbox, PS, Switch
Website: de.bandainamcoent.eu/gigantosaurus/gigantosaurus-dino-kart