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Gloomies

Blumen pflanzen, Punkte sammeln und Spaß haben.

Willkommen in der Welt der Blumen liebenden Aliens: Mit Gloomies bringt Ravensburger ein Brettspiel auf den Markt, das sich perfekt für Familienabende eignet. Das Spiel kombiniert recht einfache Regeln mit taktischem Tiefgang und einer charmanten, farbenfrohen Präsentation. Ziel ist es, Blumen anzupflanzen und später zu ernten, um Punkte zu sammeln – aber Vorsicht: Die richtige Strategie entscheidet über Sieg oder Niederlage. Wir haben uns durch die blumige Welt der Gloomies gespielt und dabei festgestellt, dass hinter der niedlichen Optik ein überraschend cleveres Spiel steckt.

Qualität, die überzeugt

Inzwischen müsste ich kaum noch ein Wort über die Wertigkeit von Spielen aus dem Hause Ravensburger verlieren: Denn hier wird Qualitätskontrolle groß geschrieben. Das trifft auch bei den Gloomies zu. Schon beim Auspacken fällt die hohe Qualität des Spielmaterials auf. Die Karten und Spielplättchen sind robust und lassen sich mühelos aus den vorgestanzten Bögen heraustrennen – kein nerviges Herumfummeln oder unsaubere Kanten.

Das Spielfeld ist schnell mithilfe des Deckels und der zwei überlagernden Spielbretter aufgebaut. Dabei ist es übersichtlich gestaltet, und die Blumen sowie die Gloomies selbst sind liebevoll illustriert. Übrigens bekommt ihr neben gezeichneten Blumen auch 60 Spielsteine aus Holz mitgeliefert. Passt nur auf, dass sie euch nicht hinfallen, wie mir das passiert ist. Denn die Teile rollen auf dem Boden schnell davon. Insgesamt kann ich aber sagen: Alles fühlt sich hochwertig an und macht Lust auf das erste Spiel.

Der Einstieg

Allerdings dauert es eine Weile, bis man alles vorbereitet hat. Die Karten müssen gemischt, das Spielfeld aufgebaut und die Regeln verinnerlicht werden – gerade beim ersten Mal kann das etwas Zeit in Anspruch nehmen. Insbesondere, wenn man ein Kind neben sich hat, das alle zwei Minuten fragt, wann es endlich losgeht.

Nachdem ich mir dann aber die Zeit genommen habe, um die Anleitung gründlich durchzulesen, verstehe ich auch die Regeln. Und so kompliziert ist es am Ende dann auch nicht, wie es zu Beginn den Anschein macht. Ihr werdet selbst feststellen, dass Gloomies schnell seinen Charme entfaltet, sobald alles vor euch steht. Kommen wir also schnell dazu, wie eine Partie abläuft.

Zwei Phasen voller Taktik und Spaß

Das Spiel gliedert sich in zwei Hauptphasen: Anbau und Ernte. Beide sind unterschiedlich gestaltet und bieten jeweils eigene Herausforderungen.

Phase 1: Der Anbau
In der ersten Phase geht es darum, Blumen auf dem Spielfeld anzupflanzen. Jeder Spieler hat eine Handvoll Karten in verschiedenen Farben (z. B. Rot, Gelb, Blau), die den Blumenarten entsprechen. Um Blumen anzupflanzen, spielt ihr Karten der gleichen Farbe aus und platziert die entsprechenden Blumenplättchen auf dem Spielfeld – von unten nach oben.

Die Herausforderung besteht darin, strategisch zu planen: Ihr dürft Blumen nur in einer Linie anpflanzen, wenn ihr an der Reihe seid. Passen vielleicht drei Karten exakt in die Farbkombination einer Reihe? Dann bekommt ihr mehr Punkte. Also müsst ihr immer wieder das Spielfeld überschauen. Klingt anfangs kompliziert, geht aber schnell ins Blut über. Am Ende jedes Zuges dürft ihr eure Handkarten aus einer offenen Auslage auffüllen – hier kommt ein leichter Glücksfaktor ins Spiel.

Phase 2: Die Ernte
Sobald der untere Bereich des Spielfelds (eigentlich zwei Drittel der Spielfläche) vollständig mit Blumen gefüllt ist, beginnt die zweite Phase – die Ernte. Hier werden alle gespielten Karten sowie verbleibenden Handkarten gemischt und als neues Deck verwendet. Mit diesen Karten sammelt ihr nun die Blumen wieder ein.

Die Erntephase bringt eine neue taktische Ebene ins Spiel: Welche Blumen sammle ich zuerst? Welche Auftragskarten erfülle ich? Und wie verhindere ich, dass meine Gegner die besten Punkte abstauben? Besonders spannend sind die Sonderplättchen, die zusätzliche Punkte oder Vorteile bieten – etwa durch Helferlein, die euch zusätzliche Karten ausspielen lassen.

Mehr als nur Glück

Obwohl Gloomies leicht zugänglich ist, bietet es genug taktische Tiefe, um auch erfahrene Spieler zu fordern. Ihr müsst ständig abwägen: Welche Karten spiele ich aus? Welche Blumen pflanze ich an? Und wie verhindere ich, dass meine Gegner ihre Strategie umsetzen? Durch die beiden Spielphasen kommt mehr Dynamik ins Spiel.

Farbenfroh und charmant

Das Design von Gloomies ist ein echter Hingucker. Die bunten Farben und niedlichen Illustrationen schaffen eine fröhliche Atmosphäre, die perfekt zur familiären Zielgruppe passt. Besonders gelungen sind die Auftragskarten – sie sehen nicht nur hübsch aus, sondern sind auch angenehm groß und bieten viele spannende Motive von anderen Gloomies. Kinder können hier tiefer ins Spielgeschehen eintauchen und sich überlegen, wie wohl der fremde Planet aussehen mag.

Fazit: Ein charmantes Familienspiel mit taktischer Tiefe

Gloomies ist ein liebevoll gestaltetes Brettspiel, das durch seine hochwertige Verarbeitung und charmantes Design besticht. Die Mischung aus einfacher Regelbasis und taktischen Entscheidungen sorgt für einen hohen Wiederspielwert – besonders für Familien oder Gruppen mit unterschiedlichen Spielerfahrungen. Zwar dauert es beim ersten Mal etwas länger, bis man ins Spiel findet, doch danach entfaltet Gloomies seinen vollen Reiz. Für Fans von Familienspielen ist es definitiv eine Empfehlung wert!

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