Die Apokalypse ist vorbei. Jetzt wird es erst richtig unterhaltsam. Ground Zero Hero schickt euch in eine radioaktive Cartoon-Wüste, in der Gartenzwerge, Pinguine, Aliens und riesige Mutanten auf euch zustürmen. Ihr müsst überleben, sammeln, mutieren und am Ende 9.999 Gegner erledigen, bevor sich der nächste Boss zeigt.
Das Spiel ist ein Survivors-Like mit Bullet-Hell- und Roguelite-Elementen. Die Grundidee ist bekannt. Die Präsentation fällt aber so herrlich schräg aus, dass Ground Zero Hero schnell seinen eigenen Ton findet.
Laufen, sammeln, mutieren
Ihr steuert eure Figur hauptsächlich mit dem linken Stick. Angriffe laufen automatisch ab. Dadurch könnt ihr euch auf Bewegung und Positionierung konzentrieren, während eure Mutationen die Gegner für euch erledigen.
Besiegte Feinde hinterlassen radioaktives Material. Sammelt ihr genug davon, dürft ihr aus drei zufälligen Verbesserungen wählen. Diese können neue Waffen, mehr Schaden, höhere Bewegungsgeschwindigkeit oder bessere Ausweichwerte liefern.
Die Auswahl bleibt schön unberechenbar. Ein Durchlauf bietet euch vielleicht Laser aus den Augen, ein riesiges Hammergebilde oder explosiv abgelegte Eier. Andere Mutationen schicken einen elektrischen Aal-Schwanz los, lassen Stacheln aus eurem Rücken wachsen oder beschwören einen kreisenden Geier. Das erhöht den Wiederspielwert und macht jede Runde einzigartig.
Der Bonkers-Moment
Besonders witzig ist der Bonkers-Modus. Manche Mutationen können zufällig in diesen Zustand wechseln und kurze Zeit deutlich stärker werden. Mit passenden Upgrades erhöht ihr die Wahrscheinlichkeit dafür.
Wenn mehrere Bonkers-Effekte gleichzeitig zünden, verwandelt sich eure Figur in eine wandelnde Naturkatastrophe. Der Bildschirm füllt sich mit Lasern, Explosionen und Gegnern, die in alle Richtungen davonfliegen. Genau für solche Momente spielt man dieses Spiel.
Tag und Nacht im Ödland
Ground Zero Hero besitzt einen Tag-Nacht-Zyklus. Tagsüber könnt ihr euch etwas freier bewegen und eure Ausrüstung verbessern. Nachts erscheinen stärkere Gegner und deutlich gefährlichere Monster.
In den Bunkern könnt ihr euch ausruhen, heilen und sogar mitten im Run speichern. Das nimmt etwas Druck aus den langen Abschnitten. Gleichzeitig müsst ihr entscheiden, ob ihr die Nacht riskiert oder lieber sicher bis zum Morgen wartet.
Zusätzliche Abwechslung bringen reitbare Kreaturen und Fahrzeuge. Damit pflügt ihr für kurze Zeit durch die Gegnerhorden und könnt euch aus brenzligen Situationen retten.
Süßigkeiten und Safes
Ein besonders skurriles Detail sind die Piñatas. Schlagt ihr sie kaputt, bekommt ihr Süßigkeiten, die eure Energie auffüllen. Sinkt diese Energie auf null, wird eure Lebensanzeige angegriffen.
Auch Safes locken euch mit zusätzlichen Münzen. Um sie zu öffnen, müsst ihr eine Weile in einem enger werdenden Bereich bleiben. Das ist eine schöne Risiko-Belohnungs-Mechanik. Ihr steht still, während um euch herum alles eskaliert. Dafür winken permanente Verbesserungen nach dem Run.
So unterhaltsam die Mutationen sind, Ground Zero Hero folgt einer sehr bekannten Formel. Wer bereits viele Survivors-Likes gespielt hat, erkennt den Ablauf sofort. Sammeln, auswählen, stärker werden, Boss besiegen. Die verrückte Optik trägt eine Weile. Sie kann aber nicht jede Wiederholung dauerhaft auffangen.
Fazit
Ground Zero Hero ist ein kurzweiliges und angenehm verrücktes Survivors-Like. Das Spiel erfindet das Genre nicht neu, gibt der bekannten Formel aber einen eigenen Cartoon-Irrsinn.
Die zufälligen Mutationen, der Bonkers-Modus und der Tag-Nacht-Zyklus sorgen für einige starke Runs. Dazu kommen Safes, Piñatas, Bunker und reitbare Kreaturen. Wer kurzweilige Action mit absurdem Humor mag, bekommt hier ein sehr unterhaltsames Paket.
Die Auswahl an Biomen und das Grundprinzip könnten auf Dauer abwechslungsreicher sein. Für schnelle Runden voller Mutanten, Laser und explodierender Eier reicht es aber allemal.
Erhältlich für: Xbox, PS, PC, Switch
Webseite: store.steampowered.com/app/2570580/Ground_Zero_Hero