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Gun X

Waffenbau trifft Zombie-Horror – Frischer Wind für VR-Shooter

Gun X will mehr sein als ein weiterer Zombie-Shooter in der VR-Welt – und schafft es tatsächlich, mit einer innovativen Mechanik und cleveren Ideen aus der Masse herauszustechen. Das Spiel setzt ganz auf das, was Virtual Reality besonders macht: Handwerk, Haptik und das Gefühl, wirklich mittendrin zu sein.

Statt vorgefertigte Waffen aufzusammeln, schraubst, steckst und kombinierst du dir in Echtzeit deine eigenen Schießeisen zusammen – und das mitten im Kampf gegen die Untoten. Klingt stressig? Ist es auch – aber genau das macht den Reiz aus. Ihr werdet schon sehen.

Waffenbau als Spielprinzip: Basteln unter Zeitdruck

Das Herzstück von Gun X ist das Waffenmontage-System. Jede Waffe besteht aus mehreren Einzelteilen – von Lauf und Griff über Magazin bis zu Federn und Schlitten. Diese Teile musst du in der Hitze des Gefechts zusammensetzen, bevor du überhaupt abdrücken kannst. Das ist kein Gimmick, sondern die zentrale Spielmechanik: Wer schnell, präzise und fehlerfrei baut, überlebt länger. Die Montage fühlt sich dank der guten VR-Umsetzung auf der Quest 3 angenehm intuitiv an. Die Teile „klicken“ mit einem befriedigenden Sound zusammen, und das Erfolgserlebnis, wenn die Waffe endlich einsatzbereit ist, ist enorm.

Das System sorgt für spannende Entscheidungen: Baue ich rasch eine einfache Pistole, um der nächsten Zombie-Welle zu begegnen, oder riskiere ich, unter Druck eine komplexere, stärkere Waffe zusammenzusetzen? Gerade in hektischen Situationen entsteht eine packende Mischung aus Stress, Geschick und Taktik, die es so in keinem anderen VR-Shooter gibt.

Spielmodi: Survival, Ressourcenmanagement und Duell-Action

Im Zentrum steht der Singleplayer-Survival-Modus: In verschiedenen Arenen – von dichten Dschungeln bis zu stimmungsvollen Bahnhöfen – kämpfst du gegen immer stärkere Zombie-Wellen. An der Werkbank baust du Waffen, verwaltest Ressourcen und craftest mit gesammelten Materialien auch Bomben oder Molotovs. Das Ressourcenmanagement bringt eine weitere strategische Ebene ins Spiel: Töte Zombies, sammle Material, entscheide, ob du es in neue Waffen oder Upgrades steckst.

Der Clou: Nach jedem Tod kehrst du ins Hauptmenü zurück, um Upgrades zu kaufen – etwa für Feuerrate, Magazingröße oder mehr Clips, bevor eine komplette Neu-Montage nötig wird. Leider unterbricht dieser Umweg den Spielfluss spürbar; ein Upgrade-Menü direkt nach dem Scheitern wäre deutlich komfortabler.

Der Duell-Modus bringt frischen Wind ins Multiplayer-Geschehen: Hier treten zwei Spieler im Wettrennen gegeneinander an, um vorgegebene Waffen möglichst schnell korrekt zusammenzusetzen. Das ist spannend, aber mit aktuell nur etwa zehn Waffen und wenig Variabilität nutzt sich der Reiz nach einigen Runden ab. Mehr Abwechslung – etwa durch „falsche“ Bauteile oder komplexere Aufgaben – würde dem Modus guttun.

Anspruchsvoll, aber motivierend

Gun X ist kein Spaziergang. Die Lernkurve ist steil, und gerade in den ersten Runden wirst du oft an der Hektik und den vielen Handgriffen scheitern. Doch das motiviert: Mit jedem Versuch lernst du, schneller und präziser zu bauen, deine Ressourcen besser einzuteilen und die Eigenheiten der Waffen zu meistern. Das Upgrade-System sorgt für einen angenehmen Fortschritt und belohnt dich für Durchhaltevermögen.

Ein kleiner Wermutstropfen: Es gibt keine echte Nahkampf-Alternative. Zwar kannst du Zombies am Kopf packen oder mit der Waffe schlagen, doch das ist wenig effektiv und fühlt sich eher nach Notlösung an. Hier fehlt ein echtes Backup wie ein Messer oder eine andere, schnell verfügbare Waffe, um kritische Situationen zu überbrücken.

Starke VR-Umsetzung, kleine Schwächen

Auf der Meta Quest 3 läuft Gun X sehr stabil. Die Umgebungen sind atmosphärisch gestaltet, wenn auch eher Kulisse als interaktive Welt. Die Zombie-Designs sind solide, aber nicht besonders gruselig oder einfallsreich. Die größte Stärke liegt in der klaren, übersichtlichen Darstellung und der hervorragenden Haptik beim Waffenbau. Das Sounddesign überzeugt: Jeder Klick, jedes Einrasten und das Nachladen klingen satt und tragen viel zur Immersion bei.

Die Steuerung ist präzise, auch wenn das Aufnehmen kleiner Teile manchmal etwas fummelig sein kann. Aber das kennt ihr sicher von anderen VR-Spielen. Die Ladezeiten sind angenehm kurz, technische Probleme sind selten. Was fehlt, ist ein bisschen mehr Vielfalt bei Gegnern und Schauplätzen – hier könnte das Spiel mit zukünftigen Updates noch nachlegen.

Fazit: Frischer Wind für VR-Shooter-Fans – mit Potenzial nach oben

Gun X ist ein mutiges, innovatives VR-Spiel, das sich auf seine Kernidee konzentriert und diese konsequent umsetzt. Der Waffenbau unter Zeitdruck, das Ressourcenmanagement und die Survival-Atmosphäre sorgen für ein einzigartiges, intensives Spielerlebnis, das sich angenehm von der Konkurrenz abhebt. Die Lernkurve ist steil, aber motivierend, und die technische Umsetzung auf der Quest 3 ist stark.

Es gibt allerdings noch etwas Luft nach oben: Mehr Nahkampfoptionen, mehr Waffen, abwechslungsreichere Modi und ein flüssigeres Upgrade-System würden das Erlebnis weiter abrunden. Doch schon jetzt ist Gun X ein Geheimtipp für alle, die in VR mehr wollen als simples Ballern – nämlich echtes Handwerk, Taktik und Adrenalin. Wer Lust auf etwas Neues im Shooter-Genre hat, sollte sich dieses Spiel nicht entgehen lassen.

Erhältlich für: Meta Quest, Steam VR

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