Stuffed Wombat wirft euch mit Gutwhale direkt in den Magen eines riesigen Meeresbewohners. Dort müsst ihr euch Darmwindung für Darmwindung einen Weg nach draußen schießen. Klingt lustig? Ist es auch!
Leicht zu lernen, hart zu meistern
Gutwhale gestaltet sich in erster Linie als 2D-Shooter auf einem stark begrenzten Raum. In feinster 8-Bit-Pixel-Optik müsst ihr euch mit eurer Knarre schnell bewegen, um den im Raum befindlichen Feinden den Garaus zu machen. Dabei schießt eure Waffe entweder nach links oder rechts oder nach unten, wenn ihr in der Luft seid. Kurz gesagt: Die Steuerung solltet ihr sehr schnell gelernt haben. Diese aber geschickt zu meistern, ist eine andere Sache.
Pro Level müsst ihr euch vier Bildschirme nach unten arbeiten. In jedem Bildschirm kommt ein Gegner mehr dazu. War es anfangs nur ein Gegner, sind es im vierten Bildschirm eben vier Widersacher. Im nächsten Level beginnt dieses Spielchen wieder von vorne – nur dass die Gegner immer fieser und trickreicher werden.
Eine Frage des Stils
Je nachdem für welchen Hut ihr euch entschieden habt, wird das Spiel schwerer oder leichter. Denn von den drei Hüten gibt euch einer mehr Leben, der andere mehr Punkte. Der dritte macht rein gar nichts, sieht dafür schick aus, wie ich das so halbwegs erkennen kann. Wenn ihr euch fragt, wofür mehr Punkte gut sind, dann lasst es mich erklären. Nach jedem Level – also nach vier Bildschirmen – könnt ihr euch zufällig angebotene Ausrüstung kaufen. Von den drei zur Auswahl stehenden Items sind oft welche dabei, die euch mehr Lebenspunkte bescheren oder stärker angreifen lassen. Und dafür braucht ihr Punkte – man könnte es auch Geld nennen, wenn ihr so wollt.
Ein paar wichtige Spielmechaniken habe ich dabei noch gar nicht erläutert: Zunächst einmal ist Gutwhale ein Rogue-like-Shooter. Soll heißen: Jeder neue Anlauf wird euch vor zufällig generierte Bildschirme schicken. Auch die Gegner variieren nach dem Zufallsprinzip. Aber das Wichtigste: Ihr habt mit eurer Waffe immer nur einen Schuss. Danach müsst ihr die Kugel wieder einsammeln, um erneut zu ballern. So kann es sein, dass ihr eure Kugel in die andere Ecke des Raums schießt und die Gegner euch plötzlich den Weg dorthin versperren, ohne dass ihr euch wehren könnt. Daher gehört nicht nur Geschick, sondern auch etwas taktische Überlegungen zu Gutwhale.
Fazit
Gutwhale hat mich bereits nach den ersten paar Anläufen angefixt: „Das muss doch zu schaffen sein“ oder „nur noch eine Runde“ gingen mir immer wieder durch den Kopf. Und wenn ein Spiel das schafft, hat es etwas richtig gemacht. Die kurzweilige Action wird euch zwischendurch immer wieder auf fordernde Weise vom Alltag ablenken können. Ich für meinen Teil werde in Zukunft öfters einen Abstecher in den Schlund des Wals machen – vielleicht schaffe ich es ja eines Tages dort raus.
Erhältlich für: Xbox, Playstation, Switch