Willkommen im aufregenden Leben eines virtuellen Friseurs! "Hairdresser Simulator" verspricht, euch in die glamouröse Welt der Schere, des Föhns und der Haarspray-Wolken eintauchen zu lassen. Aber Vorsicht: Dieser Simulator könnte euch die Haare zu Berge stehen lassen – und zwar nicht unbedingt im positiven Sinne.
Die Schere in der Hand, das Chaos im Salon
In "Hairdresser Simulator" schlüpft ihr in die Rolle eines aufstrebenden Friseurs, der seinen eigenen Salon eröffnet. Eure Aufgabe ist es, Kunden zu bedienen, Haare zu schnei-den, zu färben und zu stylen. Klingt nach einem Kinderspiel? Nun, lasst euch nicht täuschen!
Das Spiel beginnt vielversprechend: Ihr richtet euren Salon ein, wählt Möbel aus und platziert Utensilien. Doch sobald der erste Kunde durch die Tür tritt, wird klar: Diese Simulation ist so glatt wie ein schlecht geschnittener Pony.
Mehr Knoten als Locken
Die Steuerung fühlt sich an, als hättet ihr Scheren statt Hände. Tim Burton kann davon ein Lied singen bzw. einen Film machen. Präzise Schnitte? Vergesst es! Eure virtuellen Kunden werden mit Frisuren nach Hause gehen, die selbst in den 80ern als "experimentell" gegolten hätten.
Das Färben der Haare gleicht einem Lotteriespiel: Manchmal landet die Farbe auf den Haaren, manchmal auf dem Gesicht des Kunden, und gelegentlich verschwindet sie einfach in der digitalen Leere. Immerhin sorgt das für unfreiwillige Komik. Ich musste des öfteren herzhaft lachen. Und das schaffen nicht viele Spiele bei mir.
Pixelige Pracht
Grafisch erinnert "Hairdresser Simulator" an die frühen Tage der PlayStation 3 – und das auf der PS5 und Xbox Series X/S! Die Charaktermodelle sehen aus, als hätten sie selbst einen misslungenen Friseurbesuch hinter sich. Haare bewegen sich mit der Anmut eines Stücks Pappe, und die Gesichtsausdrücke der Kunden reichen von "leicht genervt" bis "existenzielle Krise". Mir ist klar, dass hier nur ein kleines Budget zur Verfügung stand, aber etwas mehr Liebe zum Detail wäre sicherlich drin gewesen.
Der Soundtrack besteht hauptsächlich aus generischer Fahrstuhlmusik, unterbrochen vom gelegentlichen Schnipp-Schnapp der Schere und dem verzweifelten Seufzen eurer Kunden. Immerhin authentisch!
Fazit
"Hairdresser Simulator" ist wie ein misslungener Haarschnitt: Man weiß, dass etwas schiefgelaufen ist, aber man kann nicht wegschauen. Das Spiel bietet unfreiwillige Komik en masse, aber als ernsthafte Simulation versagt es auf ganzer Linie. Die Community ist geteilter Meinung: Während einige Spieler die unbeabsichtigte Komik zu schätzen wissen, sind andere von den technischen Mängeln und dem repetitiven Gameplay enttäuscht. Ein User auf Reddit beschrieb es treffend als "Das 'The Room' der Simulationsspiele" – so schlecht, dass es fast schon wieder gut ist.
Für Spieler mit einer Vorliebe für das Absurde und einer hohen Frustrationstoleranz könnte "Hairdresser Simulator" durchaus einige Stunden Unterhaltung bieten. Alle anderen sollten lieber einen echten Friseurbesuch in Erwägung ziehen – der ist wahrscheinlich günstiger und definitiv weniger frustrierend. Sagen wir mal so: Hairdresser Simulator ist wie ein Lockenstab ohne Strom: Es sieht aus wie das richtige Werkzeug, aber am Ende des Tages funktioniert es nicht ganz so wie gedacht. Wenn ihr schon immer mal wissen wolltet, wie es sich anfühlt, in einem digitalen Friseursalon Chaos zu stiften, ist dies euer Spiel. Für alle anderen gilt: Finger weg von der Schere und ab zum echten Friseur!
Erhältlich für: PC, Xbox, PS
Website: store.steampowered.com/app/1330560/Hairdresser_Simulator