Wenn „Diablo“ mit „Vampire Survivors“ einen höllischen Pakt schließt … Halls of Torment ist ein isometrisches Action-Roguelite, das euch sofort nostalgisch an die Klassiker der 1990er erinnert – aber mit frischen Bullet-Heaven-Ideen, wahrem Flow und einer überraschenden Suchtspirale.
Ihr nehmt einen Helden, kämpft euch durch pixelige Höllenlabyrinthe, weicht Unmengen von Monstern und Projektilen aus und baut dabei einen Skillsalat, der jedes Mal aufs Neue spannend bleibt.
Pixel, Gothic, Liebe zum Detail
Direkt zu Beginn fällt die schaurig-schöne Präsentation auf: Oldschool-Pixelgrafik, düstere, vorgerenderte Hintergründe, eine „Diablo“-Gedächtnis-Orbleiste und ein Sounddesign, das zwischen düsterer Orgel und hektischem Kampfgeklimper oszilliert.
Die Höllen-Settings sehen aus, als hätten sie ein Retro-Team noch einmal von Hand poliert. Jeder Bosskampf – mit Bullet-Hell-Anleihen – ist ein Fest für Augen und Controller. Selten hat Nostalgie so modern gebrannt.
Überleben, Looten, Leveln, Sterben, Wiederholen
Euer Ziel: In maximal 30 Minuten gegen zähe Horden und riesige Bosse bestehen, XP-Perlen aufsammeln, Level-Ups abstauben, Items und Skills looten. Es gibt sieben Charaktere mit ganz verschiedenen Spielstilen: Nahkampf, Fernkampf, Flammenwerfer, Schildmaiden – jede Held:in fühlt sich einzigartig an, und will kontinuierlich durch Upgrades, Items und Traits weiterentwickelt werden.
Das Skillsystem macht Freude: Scrolls, die von Mini-Bossen droppen, bieten euch zur Wahl immer drei neue Skills, dazu gibt es passive Traits, Segen, Items, Schmuck, Rüstung und alles, was das Rollenspielerherz begehrt. Besonders motivierend: Alles, was ihr nicht direkt braucht, könnt ihr in einen Brunnen werfen und später für Gold zurückholen – echtes Progress-Feeling trotz Permadeath.
Aufbau, Meta-Progression & Umfang
Ihr spielt immer neue, knackige Runs und schaltet kontinuierlich Quests, Charaktere, Items und Traits frei. Die Runs fühlen sich herausfordernd, aber nie unfair an – abgesehen von den wildesten Agony-Modifikatoren, die Fallen und Lavafluten ins Spiel werfen und das pure Chaos auf den Bildschirm loslassen.
Viel Freude macht das Experimentieren mit neuen Builds, das Zusammenstellen von Elementarkombos und das Entdecken der vielen kleinen Synergien zwischen Waffen, Fähigkeiten und Boni. Wer am liebsten Dinge ausprobiert, findet in Halls of Torment eine Sandbox voller Möglichkeiten, die sich mit jedem Run ein Stückchen weiter öffnet.
Kleine Schwächen
Auf höchster Stufe kann der Bildschirm überquellen und die Performance leidet, insbesondere bei wilden Effekt-Kombos oder auf Steam Deck. Nicht alle Klassen sind gleich gut gebalanced; besonders die Schildmaid gilt als „Langzeit-Survivor“ mit besonderen Vorteilen.
Einige Runs können durch wilde Boss-Modi plötzlich unfair kippen, und ein übler Bug kann im schlimmsten Fall zu Abstürzen führen – der Wiederspielwert ist trotzdem enorm. Die Maps könnten abwechslungsreicher werden, doch das Grundkonzept bleibt über Stunden motivierend.
Fazit: Dämonischer Suchtfaktor für Pixel-Fans
Halls of Torment zieht euch mit nostalgischem Look, knallhartem Action-Roguelite-Gameplay und cleverem Progressionssystem schnell in den Bann. Wer auf die perfekte Mischung aus „Vampire Survivors“-Sog und „Diablo“-Flair steht, bekommt hier viele Stunden Heldenglück, explosiven Lootspaß, fiese Bosse und jeden Run neue Aha-Momente serviert. Ein Muss für alle, die Retro und Innovation in einer Höllenmaschine erleben möchten – lasst die Pixel brennen!
Erhältlich für: PC, PS, Xbox, Switch
Webseite: store.steampowered.com/app/2218750/Halls_of_Torment/?l=german