Unterhaltung Games

Immortals Fenyx Rising

Mein geflügelter Retter zu Weihnachten – mit diesem Adventure vergeht der Winter im Nu.

Boooom!!! Das hat ja mal eingeschlagen. Mensch Ubisoft, damit habt ihr mich aber richtig gut erwischt. Allerdings: Ein bisschen muss ich mich schon als Fanboy outen, wenn es um die letzten Titel von Ubisoft geht. Was der französische Publisher da abliefert ist eine Spaßgarantie vom Feinsten – allen voran „Assassin’s Creed: Valhalla“. So überrascht es mich eigentlich auch wenig, dass „Immortals Fenyx Rising“ ebenfalls ein Knaller geworden ist – wie ich es mir erhofft habe nach den ersten Screenshots vor einem Jahr.

Hohe Erwartungen – erfüllt

Wenn ich nun ein Jahr zurückblicke, konnte ich mir noch wenig unter dem eigentlichen Konzept vorstellen, was mich hier bei „Immortals Fenyx Rising“ erwarten würde. Nach den ersten Gameplay-Videos vor ein paar Monaten stieg die Vorfreude. Ganz klar: „Immortals Fenyx Rising“ orientiert sich eindeutig an „Zelda: Breath of the Wild“ – was ja nicht schlecht sein muss. Ganz im Gegenteil: Ich habe „Breath of the Wild“ geliebt. Und dass Ubisoft dieses Konzept übernimmt und mit eigenen Ideen verfeinert, kann mir nur recht sein.

In machen Punkten übertrifft „Immortals Fenyx Rising“ sogar sein Vorbild – aber das ist nur meine persönliche Meinung. Die zwei Punkte, die mir bei „Immortals Fenyx Rising“ besonders gut gefallen: Die Grafik und das Setting. Als Fan von „Battle of Olympus“ kann ich einfach nicht genug von der griechischen Mythologie bekommen. Und bei „Immortals Fenyx Rising“ bekommt ihr davon die volle Ladung – allerdings äußerst charmant präsentiert.

Damit meine ich nicht nur den hinreißenden Comic-Look, der meiner Meinung nach die perfekte Wahl für das Abenteuer darstellt, sondern auch das ganze Rundherum. „Immortals Fenyx Rising“ nimmt sich nämlich nicht sonderlich ernst und punktet mit viel Wortwitz und coolen Ideen. So musste ich immer wieder grinsen, wenn sich Zeus und Prometheus als Stimme aus dem Off über Fenyx, den Held der Geschichte, unterhalten. Denn „Immortals Fenyx Rising“ wird aus der Sicht von Zeus und Prometheus erzählt, die immer wieder mit Kommentaren zu den jeweiligen Situationen in die Szene grätschen. Wirklich lustige Idee.

Große Fußspuren ordentlich ausgefüllt

Spielerisch wandelt „Immortals Fenyx Rising“ wie bereits gesagt auf den Spuren von Zelda und Co. – kombiniert mit der berühmten Ubisoft-Formel für Open-World-Titel. Ihr habt also eine große, offene Welt, in der ihr eure Aufträge erfüllen dürft. Ähnlich wie bei Assassin’s Creed steht euch theoretisch alles von Beginn an offen. Jedoch machen euch die starken Gegner in manchen Gebieten schnell den Garaus, wenn ihr noch Anfänger seid.

Also folgt am besten der Hauptquest und erkämpft euch langsam zu Ruhm und Ehre. Die göttlichen Ausrüstungen, die ihr im Verlauf der Geschichte findet, machen euch immer agiler und mächtiger – ein riesiger Spaßfaktor. So schwingt ihr später auf den Flügeln von Ikarus durch die Lüft, lasst Hepheistos Hammer auf den Boden krachen und beharkt geflügelte Feinde mit Odysseus‘ Bogen oder werft dank Herakles Armschienen dicke Steine auf die Gauner. Ihr seht schon: Action und Spaß stehen hier im Vordergrund.

Außerdem hat mich begeistert, wie schnell „Immortals Fenyx Rising“ auf den neuen Konsolen lädt. Schnellreisen von einem Ende der Karte zum anderen nehmen gefühlt fünf Sekunden ein. Einfach gigantisch. Auch wenn ihr in die kleinen Dungeons springt, die überall aus dem Boden wachsen, habt ihr kaum Wartezeiten.

Apropos Dungeons: Dort müsst ihr meist euer Geschick und Knobelkunst unter Beweis stellen. Habt ihr einen davon absolviert, bekommt ihr einen Blitz von Zeus. Damit könnt ihr eure Ausdauer aufbessern. Die ist nötig, um Spezialattacken zu zünden, zum Klettern, zum Fliegen oder zum Schwimmen. Ihr seid also viel unterwegs hier.

Fähig!

Was wäre ein Adventure ohne einen ordentlichen Fähigkeitenbaum? „Immortals Fenyx Rising“ gibt euch natürlich auch hier gewisse Freiheiten, der sich eurem Spielstil anpasst. Ihr entscheidet, was euch wichtiger ist: Angriff oder Verteidigung? Göttliche Attacken oder lieber verbesserte Grund-Werte? Macht es so, wie ihr es wollt. Die Spielwelt steckt jedenfalls voll mit Geheimnissen und Aufgaben, die euch erfolgreich von der Hauptquest ablenken.

Ganz kurz zur Story: Als wahlweise weiblicher oder männlicher Held müsst ihr Typhon das Handwerk legen. Dieser fiese Kerl hat alle Menschen in Stein verwandelt und dann noch gleich fast alle Götter aus dem Olymp gejagt. Ihr seid die letzte Hoffnung. Keine Sorge: Nachdem ihr ein paar Götter befreit und legendäre Kreaturen besiegt habt, sieht die Sache gar nicht mehr so übel aus.

Fazit

Für mich ist „Immortals Fenyx Rising“ definitiv eine dicke Überraschung geworden – genau, wie es mir eigentlich erhofft hatte. Spielerisch orientiert sich Ubisoft zwar eindeutig an „Zelda: Breath of the Wild“, setzt aber eigene Akzente. Der amüsante Trip durch die griechische Antike lässt Spieler träumen und sollte euch locker durch die kalte Jahreszeit bringen, falls ihr keine Lust auf allzu ernste Titel haben solltet. Danke Ubisoft, für diese Perle.

Erhältlich für: PS4/PS5, Xbox One, Xbox Series X/S, PC, Switch
Website: ubisoft.com/de-de/game/immortals-fenyx-rising